Sommerkleid von 1925 - Fert...äh nein, Fail, S.4

Zur Dokumentation von laufenden Projekten. Zeigt her in Wort und Bild, was ihr gerade näht oder bastelt.

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Re: Sommerkleid von 1925 -Es hat Ärmel und irgendwas ist schief

Beitragvon Boobs&Braces » 25. Dez 2017, 23:29

Uhhh, schick! Ich finde den Aufwand, den du betriebst, immer grandios. Außerdem schaue ich gerade nebenher Die Telefonistinnen auf Netflix. Passt perfekt :)
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Re: Sommerkleid von 1925 -Es hat Ärmel und irgendwas ist schief

Beitragvon Jeijlin » 26. Dez 2017, 14:02

Hab ich an den Ärmeln gar nicht gesehen, dass das nicht passt. An Rundungen wie Ärmeln Karo grad zu kriegen ... ich glaube das geht gar nicht. :lol:

... *räusper* Kostüme versäuber ich auch nur mit der Zackenschere. Das lohnt den Aufwand meist nicht. Bei Alltagssachen bin gründlicher.

Samtband mit Vliseline bebügelt geht auch. Das klappt sogar mit Draht zwischen Band und Vliseline - das Band ist dann biegbar und steif 8-)

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Re: Sommerkleid von 1925 -Es hat Ärmel und irgendwas ist schief

Beitragvon Constanze » 27. Dez 2017, 10:22

Boobs&Braces hat geschrieben:
25. Dez 2017, 23:29
Uhhh, schick! Ich finde den Aufwand, den du betriebst, immer grandios. Außerdem schaue ich gerade nebenher Die Telefonistinnen auf Netflix. Passt perfekt :)
Dankeschön. Eigentlich ist es ja nicht mehr Aufwand, als bei einem "normalen" Projekt, auch da bin ich ja Mitglied der "im Zweifel von Hand"-Fraktion.

Kannst du "Die Telefonistinnen" empfehlen? Ich habe es letztens in der Übersicht bei Netflix gesehen, aber sonst noch nichts darüber gehört. Nur jetzt, wo ich nur noch das Finale von Downton Abbey vor mir habe, könnte ich mich schon nach etwas Neuem umsehen. :angel:
Jeijlin hat geschrieben: Hab ich an den Ärmeln gar nicht gesehen, dass das nicht passt. An Rundungen wie Ärmeln Karo grad zu kriegen ... ich glaube das geht gar nicht. :lol:
Ich hatte mir beim Zuschnitt auch überhaupt keine Gedanken gemacht, weil ich auch immer dachte: Hauptsache symmetrisch, alles andere geht gar nicht. Und dann machte mich jemand auf die unglaublich tolle Musterfortsetzung zwischen Körper und Ärmel bei Burberry (Beispiel) aufmerksam. Und nun, naja "what has been seen cannot be unseen". :lol:

Danke für den Tipp zum Samtband pimpen. Wird hier wohl nicht mehr zum Einsatz kommen, stelle ich mir aber nützlich vor und werde ich sicher einmal nutzen. :)

Eigentlich hatte ich gehofft, die Samtstreifen noch vor meiner Abreise annähen zu können, gelangt hat es dann nur noch für einen. Jetzt kann ich nur hoffen, dass der Samt mir die Stecknadeln nicht allzu übel nimmt. Aber die Streifen werden ja sowieso noch bestickt. Laut Anleitung sollen noch Querbalken aus kontrastfarbigem Stickgarn auf die Streifen kommen, mal sehen, wann ich diesen Schritt einbaue.

So, ich sitze im Zug in meine alte Heimat und bin daher bis zum nächsten Jahr von sämtlichen Nähutensilien abgeschnitten. Hier geht es frühestens im Januar weiter. Ich wünsche euch einen guten Rutsch. 8-)
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Re: Sommerkleid von 1925 -Es hat Ärmel und irgendwas ist schief

Beitragvon Constanze » 14. Jan 2018, 19:14

Manchmal rächt sich dann, dass man einen billigen Stoff nimmt... :roll:

Viel passiert ist nicht, aber dafür etwas sehr ärgerliches. Ich habe inzwischen beide Samtstreifen seitlich der hinteren Mitte angenäht und auch wie in der Anleitung gefordert in Kontrastfarbe in Kettstich bestickt (die Streifen sollen laut Anleitung ja weiss, die Stickerei schwarz werden, ich habe es genau umgekehrt gemacht). Dummerweise habe ich beim Annähen der Streifen nur auf die vertikale Positionierung auf dem Muster geachtet, also dass sie sauber auf den Karos liegen. Nicht beachtet habe ich, dass sich der Stoff fürchterlich verzieht und die Karos in der horizontalen nun ziemlich verzogen sind, teilweise ist das Muster links des Streifens 2-3mm höher bzw. tiefer als rechts des Streifens und die Streifen sind 2,5cm breit! :shock:

Nur die Streifen wären wohlmöglich gar nicht so schlimm, aber wenn man die auch noch horizontal besticken soll, kann man sich dann entscheiden, ob sie horizontal oder mustergerecht werden sollen. Ich habe mich dann für letzteres entschieden und nun haben manche Streifen doch eine ziemliche Neigung. Aber nun gut, das ganze Projekt baut ja auf diesem günstigen Stoff und wird nie ein Highlight werden, daher reicht mir das und ich hoffe, dass man es beim Tragen weniger bemerkt.

Zudem: gefallen tut es mir nicht wirklich. Wie mein Freund bemerkte "Du machst schon wieder zu viel". Er hat schon recht, der schräge Einsatz, die Samtstreifen und dann noch die Stickerei, da ist schon viel unterwegs auf kleiner Fläche. Aber ich wollte mich ja an die Anleitung halten und bin gespannt, wie es wirkt, wenn all die anderen Streifen auch dran und bestickt sind. :)

Bild

Inzwischen übertragen habe ich die beiden kurzen Samtbesätze für die Ärmel, die kommen wohl als nächstes dran und danach müsste ich mir so langsam mal um die Saumlänge Gedanken machen. Denn dann kommt schon der Volant und der hört ja über dem Saum auf, weshalb ich ihn gerne vor dem Annähen auf die richtige Länge kürzen und säumen möchte.

Über's Wochenende war ich mit einem kleinen Nebenprojekt abgelenkt, was aber zeitlich sehr schön passt: 2012 habe ich mir eine alte elektrische Nähmaschine von 1923 gekauft und dieses Wochenende sind mein Vater (gelernter Elektriker) und ich endlich dazu gekommen, sie neu zu verkabeln. Sie funktioniert wunderbar, ich bin ganz aus dem Häuschen und hätte nie gedacht, dass wir sie wieder zum Laufen bekommen. :D

Bild

Da sie grad so schön auf dem Nähtisch steht, werde ich das Kleid wohlmöglich sogar auf ihr fertig nähen, wie passend. :kicher:
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Re: Sommerkleid von 1925 -Zuviel des Guten ist...zu viel. S. 3

Beitragvon Jeijlin » 14. Jan 2018, 20:17

Die Nähmaschine ist ja klasse! - Elektrisch und von 1920 .. die war mal teuer :D Die ist schwer oder? - Gusseisern?

Für Fans von alten Nähmschinen empfehlenswert das Messerschmitt Flugmuseum in Manching.
Messerschmitt hat neben Flugzeugen auch Nähmaschinen gebaut :) ... links der Raketenjäger Me163 und rechts die Nähmaschinen ...

Das mit der bestickten Borte habe ich zumindest so noch nirgends gesehen. Ich finde es interessant. Hätte es wahrscheinlich auch an das Muster angepasst. Wenn sich der Stoff beim gehen bewegt wird es wahrscheinlich nicht auffallen.

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Re: Sommerkleid von 1925 -Zuviel des Guten ist...zu viel. S. 3

Beitragvon MadebyMyri » 15. Jan 2018, 07:25

Wow die alte Maschine ist voll nach meinem geschmack. Ich hab eine Pfaff etwa aus der gleichen Zeit. Die ist mechanisch und laut Recherche auf Elektroantrieb umrüstbar.
Photos von der Antriebsgruppe und vom Motor würden mich daher sehr interessieren ;)
mein Blog ist wiederbelebt und ich werde zukünftig dort Tutorials und Schnittmuster für Kinderkram veröffentlichen
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Re: Sommerkleid von 1925 -Zuviel des Guten ist...zu viel. S. 3

Beitragvon Kandis » 15. Jan 2018, 10:27

So eine alte Oma hab ich auch hier stehen, aber immer nur als Deko :oops: Jetzt will ich gucken ob ich die doch zum laufen kriege. Mein Elektrikerpapa muss mir da sonst auch helfen :D

So ne alte Nähoma eignet sich übrigens auch hervorragend zum Beschweren von Bücher o.ä., wenn man Blätter pressen will :D
Ich lerne gerade ein neues Tastaturlayout, daher kann es vermehrt zu Rechtschreibfehlern kommen 8-)

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Re: Sommerkleid von 1925 -Zuviel des Guten ist...zu viel. S. 3

Beitragvon Constanze » 20. Jan 2018, 11:26

Jeijlin hat geschrieben:
14. Jan 2018, 20:17
Die Nähmaschine ist ja klasse! - Elektrisch und von 1920 .. die war mal teuer :D Die ist schwer oder? - Gusseisern?

Für Fans von alten Nähmschinen empfehlenswert das Messerschmitt Flugmuseum in Manching.
Messerschmitt hat neben Flugzeugen auch Nähmaschinen gebaut :) ... links der Raketenjäger Me163 und rechts die Nähmaschinen ...

Das mit der bestickten Borte habe ich zumindest so noch nirgends gesehen. Ich finde es interessant. Hätte es wahrscheinlich auch an das Muster angepasst. Wenn sich der Stoff beim gehen bewegt wird es wahrscheinlich nicht auffallen.
Keine Ahnung, wie das damals preislich war. Im Grunde genommen funktionierten die Maschinen ja noch Jahrzehnte wie die rein mechanischen und elektrisch hiess nur, dass ein Rucksackmotor hinter der Maschine montiert wurde und mit Keilriemen das Handrad antrieb, was sonst mit der Handkurbel oder mit dem Lederriemen vom Fusspedal gemacht wurde. Es war sicher keine günstige Maschine, aber so eine mit Tisch war wahrscheinlich auch teuer. Sollte ich mal über Preise von damals stolpern, gebe ich Bescheid, aber ich habe wirklich null Ahnung, was ein Elektromotor damals wert war. :D

Ein bisschen fühle ich mich wie Baxter von Downton Abbey, die hat doch auch eine elektrische Maschine. :kicher: Und ja, schwer ist sie. Gewogen habe ich sie noch nicht, aber 15kg hat sie sicher. Aber das hat meine Bernina auch (die kommt mit Koffer auf 18kg). Ich bin schon sehr froh, dass ich sie nicht als wandernde Schneiderin von Haus zu Haus tragen muss, aber diese habe ich immerhin vom Antiquitätenladen bis zum Bus und vom Bus zu meiner Unterkunft in Frankreich getragen, das hat gereicht. :lol:

Danke für den Tipp zum Nähmaschinenmuseum, mal sehen, ob ich einmal in die Region komme. Dass Messerschmitt auch Nähmas gebaut hat, wusste ich gar nicht. Aber von Zündapp gibt es wohl auch welche, die sind ja auch eher für Mofas bekannt. Und ganz viele Hersteller hatten wohl Nähmaschinen und Fahrräder im Angebot.
MadebyMyri hat geschrieben: Wow die alte Maschine ist voll nach meinem geschmack. Ich hab eine Pfaff etwa aus der gleichen Zeit. Die ist mechanisch und laut Recherche auf Elektroantrieb umrüstbar.
Photos von der Antriebsgruppe und vom Motor würden mich daher sehr interessieren ;)
Das dürfte dasselbe System sein, also ein optionaler Rucksackmotor, den man hinter der Maschine befestigt. Das wurde teilweise noch Jahrzehnte später gemacht, vielleicht findest du sogar einen Nähmaschinenmechaniker, der sowas noch nachrüstet, vielleicht mit einem etwas jüngeren Motor. Ich mach bei Gelegenheit mal ein paar Fotos.
Kandis hat geschrieben: So eine alte Oma hab ich auch hier stehen, aber immer nur als Deko :oops: Jetzt will ich gucken ob ich die doch zum laufen kriege. Mein Elektrikerpapa muss mir da sonst auch helfen :D

So ne alte Nähoma eignet sich übrigens auch hervorragend zum Beschweren von Bücher o.ä., wenn man Blätter pressen will :D
Also ich habe meine von jedem Strom ferngehalten, bis wir sie komplett neu verkabelt hatten, inklusive zusätzlichem Schutzleiter. 100 Jahre alte Isolierung ist nicht mehr existent, solche Dinger sind aus Metall und haben keine Schutzleiter. Ernsthaft, das kann sehr böse enden, sei vorsichtig! Wir hatten noch so Prüfgeräte, so dass wir testen konnten, ob sie nach der Neuverkabelung sicher wäre und mussten sie dann noch einmal komplett demontieren, weil der Dreck im Motor sofort einen Kurzschluss herbeigeführt hätte. Und wenn ihr dran arbeitet, seid auf alles gefasst, wir entdeckten hinterher Asbest-Isolierung im Fusspedal und hatten nicht einmal Schutzhandschuhe (aber immerhin Atemschutzmasken), Samstagabend, wenn nichts mehr offen hat. :roll:

Generell bin ich bei alter Elektronik lieber vor- als nachsichtig. Meine Singer von 1948 nutze ich derzeit auch kaum, weil ich gerne einen Schutzleiter nachrüsten möchte. Und als wir die offen hatten, roch alles nach Tankstelle, da sind dann viele heute längst verbotene und als krebserregend bekannte Stoffe in den Isolierungen verwendet worden. Diese spezielle Maschine ist in den USA sehr beliebt und es gibt viele, die generell auf alten Maschinen nähen und noch leben, aber je nachdem wie tief man in die Eingeweide von den Schätzchen vordringt, sollte man wissen, worauf man sich einlässt.
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Re: Sommerkleid von 1925 -Zuviel des Guten ist...zu viel. S. 3

Beitragvon Constanze » 4. Feb 2018, 11:36

In letzter Zeit werkele ich immer ein wenig am Kleid, der Fortschritt erscheint mir dann zu gering für ein Update hier und auf einmal merke ich, dass ich eigentlich doch ganz schön was geschafft habe. :D

Also, nach wochenlangem Aushängen des Stoffs (rutschiges Polytier und Schrägschnitt) habe ich mich dann endlich an die sogenannte Tunika gesetzt, diesen aufgesetzten Volant auf der vorderen Rockseite. Als erste Amtshandlung habe ich die schwarzen Samtstreifen an die Seitenkanten des Volants genäht, eigentlich wie Schrägband, nur dass ich die innere Nahtzugabe nicht mehr umgeschlagen habe, da mir das mit dem Samt zu dick wurde.

Dann hatte ich ja geplant, das Schnittteil zu säumen, bevor ich es ans Kleid nähe. Aufgrund der Vorliebe des Stoffes, sich zu verziehen, habe ich das aber gelassen und säume es dann doch am Körper hängend. Beim Annähen fiel mir dann ein kleiner, aber nicht unerheblicher Fehler auf: Diese Tunika bedeckt eigentlich die gesamte vordere Seite und soll leicht gedehnt angenäht werden, der Radius des Schnittteils ist also eigentlich kleiner als die vordere Hüftweite. Nun habe ich aber an beiden Seitennähten je 3cm rausgenommen, was auch die Breite des Vorderteils um 6cm verringert. Aber das habe ich natürlich nicht von der Tunika weggenommen und auch nicht dran gedacht, bevor ich die Randstreifen aufgesetzt habe. :arg:

Also musste ich den Stoff an der Ansatznaht einreihen. Durch den Schrägschnitt ging das auch recht problemlos, aber anfangs sah es schon viel "fluffiger" aus als auf der Vorlage, also eben nicht glatt, glockig fallend, sondern mit schön vielen Wellen. Das hat sich durch Bügeln der Naht dann zum Glück etwas gegeben, ich lass es jetzt einfach so. Noch ist nichts gekürzt, ich vermute, dass da Kleid am Ende etwa so lang wird wie jetzt dieser Tunika-Teil:

Bild

Da ich euch ja noch gar nicht die Samtbesätze an den Ärmeln gezeigt habe, hier mal ein Foto, auf welchen ich versucht habe, sie in ihrer natürlichen Umgebung einzufangen:

Bild

Und zu guter Letzt ein Foto von der Seite ohne Ärmel, das gibt hoffentlich eine Vorstellung davon, wie der Gesamteindruck mit den Streifen hinten und dem Volant etwa werden wird. Der Volant ist übrigens nur an der oberen Kante festgenäht, die Seiten fallen frei. Ich muss mal sehen, ob das so bleiben kann, denn bei jeder Bewegung dreht sich der Samtstoff ein. Entweder ich näh die Kante oder nur die untere Ecke mit ein paar Stichen fest oder ich versuch es mit kleinen Gewichten an den Ecken.

Bild

Die Kanten der Tunika werden übrigens nicht bestickt. Bei den Ärmeln bin ich mir nicht sicher. Die bekommen Knöpfe und auf der Zeichnung sieht es aus, als seien sie auch gestreift, aber der Text erwähnt nichts davon.

So, und jetzt widme ich mich dem schwarzen Teil, das ihr im ersten Bild seht, nein, nicht der Katze. Ich habe gestern abend damit begonnen, die Besatzstreifen für die Knopfleiste und die vordere Mitte zuzuschneiden. Der kürzere ist schon fertig und muss nur noch angenäht werden. Diese Streifen habe ich jetzt tatsächlich wie Schrägband gefaltet und dann zusammengenäht, denn sie werden ja auf Kante an die Vorderteile genäht und die Knöpflöcher sitzen nicht im Samtstreifen, sondern werden durch Lücken in der Naht zwischen Streifen und Vorderteil gebildet. Vielleicht muss ich mich langsam mal um Knöpfe kümmern, bevor ich weitermache. :gruebel:
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Re: Sommerkleid von 1925 -Ein Rockenglock...äh Glockenrock . S. 3 mit Bonuskatze

Beitragvon Animus » 4. Feb 2018, 12:56

Ich frage mich, wie du es schaffst, Stoff im Schrägschnitt mit Samt zu "verheiraten". Samt will bei mir nicht mal mit Samt zusammen gehen...

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Re: Sommerkleid von 1925 -Ein Rockenglock...äh Glockenrock . S. 3 mit Bonuskatze

Beitragvon Constanze » 4. Feb 2018, 12:59

Animus hat geschrieben:
4. Feb 2018, 12:56
Ich frage mich, wie du es schaffst, Stoff im Schrägschnitt mit Samt zu "verheiraten". Samt will bei mir nicht mal mit Samt zusammen gehen...
An den Kanten ist der Fadenlauf ja gerade. :mrgreen:
Und der Samt ist tatsächlich recht pflegeleicht, scheint mir eine Art Kordsamt zu sein, also ohne sichtbaren Rippen, aber er hat keinen besonders hohen Flor und ist ganz leicht elastisch.
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Re: Sommerkleid von 1925 -Ein Rockenglock...äh Glockenrock . S. 3 mit Bonuskatze

Beitragvon Jeijlin » 4. Feb 2018, 16:48

Ah, da ist ja doch schon einiges dazugekommen! - Das wird interessant. Das mit der Tunika kann ich mir noch nicht richtig vorstellen wie die am Ende aussieht. Die Samtbesätze finde ich schön. :)

Deine Akribie die Karos so schön zusammen zu bekommen bewundere ich! - Die Seiten unten den Ärmeln sind ja perfekt!

Eindrehende Kante: Mein erster Gedanke war Bleiband - das hatte man doch früher in Vorhängen im Saum damit der schön fällt und sich nicht eindreht. Vielleicht einen 0,5 - 1 cm breiten Streifen Schabrackeneinlage hinter den Rand ziehen. Den könnte man mitwaschen.

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Re: Sommerkleid von 1925 -Ein Rockenglock...äh Glockenrock . S. 3 mit Bonuskatze

Beitragvon Constanze » 17. Feb 2018, 19:51

Nur ein ganz kleines Update, da ich grad mal wieder nicht zum Nähen komme. In den letzten Wochen ging die DIY-Zeit für eine seit neun Jahren versprochene Werkelei für den Mann drauf, die er dann zum Valentinstag bekommen hat. Damals hatte ich ihm einen Bademantel zum Geburtstag genäht, der eigentlich einen grossen Nibbler auf den Saum bekommen sollte. Den habe ich damals nicht geschafft und jetzt endlich nachgeholt. Nun muss ich bis zum Monatsende noch einige CAD-Zeichnungen für meine Professorin erstellen und im März steht dann Packen und der Umzug meines Freundes an. Im schlimmsten Fall geht es also erst im April weiter, wie typisch für Projekte, die kurz vor dem Ende stehen. :roll:

Aber ich habe eine Lösung für mein Knopf-Problem. Das grundlegende Problem war, dass ich zwar hunderte Knöpfe, aber von passenden nicht genug und in genügender Zahl nur nicht passende hatte. Ich brauchte gemäss Anleitung Kugelknöpfe, davon schätzungsweise 30 Stück und in ausreichender Grösse, um mit Abstand von 4cm nicht verloren auszusehen. Auch Online und im Geschäft fand ich nicht so richtig, was ich suchte, zumal ich auch kein Vermögen ausgeben wollte (ist ja immer noch ein einziges Experiment, dieses Projekt).

Letztendlich habe ich dann zwei Packungen weisser 16mm-Holzperlen gekauft, diese hier. Da werde ich eine dünne Gardinenkordel aus dem Fundus durchziehen, auf der Rückseite verknoten und die Enden annähen. Günstiger und näher komme ich wohl kaum an passende Kugelknöpfe. :mrgreen:

Jeijlin hat geschrieben:
4. Feb 2018, 16:48
Ah, da ist ja doch schon einiges dazugekommen! - Das wird interessant. Das mit der Tunika kann ich mir noch nicht richtig vorstellen wie die am Ende aussieht. Die Samtbesätze finde ich schön. :)

Deine Akribie die Karos so schön zusammen zu bekommen bewundere ich! - Die Seiten unten den Ärmeln sind ja perfekt!

Eindrehende Kante: Mein erster Gedanke war Bleiband - das hatte man doch früher in Vorhängen im Saum damit der schön fällt und sich nicht eindreht. Vielleicht einen 0,5 - 1 cm breiten Streifen Schabrackeneinlage hinter den Rand ziehen. Den könnte man mitwaschen.
Das Aussehen wird sich nicht mehr gross ändern, aber wie es dann getragen wirkt, da habe ich auch noch keine Ahnung. Es hat ja schon etwas von Schürze. :D

Ich bin absolut keine Freundin von Karo-Stoffen, ich hasse dieses Karo-Abpassen, aber ich bin doch ganz froh, dass es hier einigermassen geklappt hat. Aufwändigere Schnitte würde ich aber doch nicht nähen wollen und ich kaufe auch kaum Karo-Stoffe, weil es mir einfach zu blöd ist.

An Bleiband habe ich auch gedacht, aber ich habe Sorge, dass es mir den Saum von dem Volant verzieht. Der ist ja wieder Poly-Karo im Schrägschnitt. Daher versuch ich es vielleicht erst einmal mit kleinen Unterlegscheiben in den seitlichen Samtstreifen. Falls das nichts wird, dann muss ich das mit Bleiband aber mal ausprobieren.
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Re: Sommerkleid von 1925 -Ein Rockenglock...äh Glockenrock . S. 3 mit Bonuskatze

Beitragvon Constanze » 5. Mär 2018, 16:08

So, das Projekt "Perlen zu Knöpfen" läuft. Aber der Reihe nach.

Der Nibbler ist fertig und bewacht das Badezimmer, die CAD-Zeichnungen sind soweit fertig und die Umzugskisten werden erst noch geliefert, weshalb ich etwas Zeit hatte, mich dem Kleid zu widmen.

Die Anleitung macht mich grad etwas wütend, denn es ist unmöglich, sich an die Vorgaben und die Zeichnung zu halten. Die Anleitung möchte Kugelknöpfe in 4cm-Abständen, dazu Zierstiche auf der Blende in 2,75cm-Abständen und die Knopflöcher sollen aus der unterbrochenen Naht zwischen Vorderteil und Blende entstehen. Doch wenn man diese winzige Zeichnung von der Vorderseite vergrössert, sieht man die Knöpfe mitten auf der Blende und immer brav zwischen den Zierstichlinien sitzen. :motz:
Liebe Zeichner, könntet ihr euch bitte an die Vorgaben halten oder liebe Anleitungsschreiber, könntet ihr euch bitte an die Entwürfe halten :shrug: Naja, was soll's, diejenigen die das Kleid 1925 gezeichnet und entworfen haben, hören das bestimmt nicht mehr. Also, ich geh erst einmal weiter nach der Anleitung, habe aber die Zierstiche erst einmal übersprungen, so richtig überzeugt haben die mich nämlich nicht auf den rückwärtigen Streifen. :gruebel: Was meint ihr?

Die Blende am Untertritt hatte ich schon kurz nach dem letzten Post angenäht, einfach mit der Hand, Kante an Kante, also Kante des zusammengenähten Samtstreifens an mit Beleg verstürzter Vorderkante des Kleids. Auf die Grenze zwischen den beiden kommen dann die Knöpfe. Wie schon erwähnt, habe ich eine alte Gardinenkordel (das kommt davon, wenn man auf Flohmärkten immer gefüllte Nähkörbe kauft, dann sammelt sich sowas an, obwohl ich kaum Gardinen nähe) unter Zuhilfenahme einer Stopfnadel durch die Perlen gefädelt, jede Perle hat so ca. 10cm Schnur bekommen. Die habe ich dann mit vier Knoten verknotet. Nicht, weil ich übervorsichtig bin, sondern weil ich durch den Samtbesatz einen ordentlichen Steg brauchte. Das sah nach einer Packung dann so aus (darunter sind noch richtige Kugelknöpfe aus Metall, aber von denen sind leider zu wenig da):

Bild

Und danach folgte dann das zügigste und entspannteste Knopfannähen ever! Schnurende durch die Stopfnadel gefädelt und durch die markierte Position am Kleid, dasselbe mit dem zweiten Ende und auf der Rückseite zwei Knoten, fettich. :mrgreen:
Um dauerhaft zu garantieren, dass sich die Knöpfe nicht lösen, werde ich vielleicht noch die Enden mit Handstichen sichern, aber das kommt irgendwann einmal an einem ruhigen Abend vor dem Fernseher.

Danach habe ich dann den zweiten Samtstreifen angenäht. Am oberen Ende ein Stück durchgehend und darunter dann immer nur ca. 0,5cm zwischen den Perlen. Das habe ich jetzt bis zur Ansatznaht des Volants durchgezogen, der unterste Knopf hat schon kein Knopfloch mehr, da sind die vier Knoten dann schon zuviel und er hängt etwas. Auch wenn man die Perlenlöcher deutlich sehen kann, bin ich sehr zufrieden. Dafür, dass es ja doch kein Alltagskleid werden wird, reicht mir diese Lösung vollkommen.

Bild

Jetzt stellt sich mir die Frage, wie ich an der Tunika/dem Volant weitermachen will. Denn auch hier stimmen Idee und Beschreibung des Kleids nicht überein. Die Knöpfe werden längs der kompletten Blende angebracht, also auch im unteren Teil. Das entspricht der Beschreibung ("[...]längs der vorderen [...]Blende angebracht [...] teils zum Schmuck, oben zugleich für den Schluss.") und auch der Zeichnung (auch wenn die Knöpfe hier wieder mittig auf der Blende sitzen). Nun möchte die Anleitung aber gleichzeitig, dass die Blende "lose über die Tunika sowie über den unteren Rand [tritt], am 7 Cent. breiten Saum wird sie innen befestigt".

Diese Blendenlösung klingt für mich sehr spannend, sie scheint ja nirgendwo befestigt zu sein und wie ein Band über den Rockteil gespannt zu sein. Wenn ich da nun aber Knöpfe an der Seite annähe, baumeln diese unmotiviert daneben. Die Knöpfe mittig auf die Blende zu setzen geht auch nicht, denn oben habe ich sie ja der Anleitung entsprechend neben diese gesetzt. Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist, die Blende auf gleicher Höhe wie die Knöpfe durch alle Lagen (Rock und Tunika/Volant) festzunähen, so dass sie nur dazwischen lose bleibt (aber mit 4cm Abstand fällt sie dann trotzdem nicht frei) oder aber, die Knöpfe im unteren Teil ganz wegzulassen.
Meinungen? :gruebel:

Damit sich die vorderen Kanten beim Tragen nicht verschieben, nähe ich jetzt noch einen Druckknopf über dem ersten Knopf versteckt in die Knopfleiste und vielleicht säume ich das Ganze dann einfach einmal. Dann könnte ich den Besatzstreifen am Saum feststecken und sehen, ob mir das gefällt oder ob ich die Knöpfe doch durchziehen will.

Also, erst einmal bis hierhin, liebe Grüsse :winke:
“My philosophy is: ‘It’s none of my business what people say of me and think of me. I am what an am, and I do what I do. I expect nothing and accept everything. And it makes life so much easier.”
Anthony Hopkins

Der Mangel an "ß"s in meinen Posts ist auf die Schweizer Rechtschreibung sowie Tastaturbelegung zurückzuführen.

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Re: Sommerkleid von 1925 -Ein Rockenglock...äh Glockenrock . S. 3 mit Bonuskatze

Beitragvon Jeijlin » 5. Mär 2018, 20:57

Constanze hat geschrieben:
5. Mär 2018, 16:08
Der Nibbler ist fertig
:mrgreen:
Constanze hat geschrieben:
5. Mär 2018, 16:08
Die Anleitung macht mich grad etwas wütend, denn es ist unmöglich, sich an die Vorgaben und die Zeichnung zu halten. Die Anleitung möchte Kugelknöpfe in 4cm-Abständen, dazu Zierstiche auf der Blende in 2,75cm-Abständen und die Knopflöcher sollen aus der unterbrochenen Naht zwischen Vorderteil und Blende entstehen. Doch wenn man diese winzige Zeichnung von der Vorderseite vergrössert, sieht man die Knöpfe mitten auf der Blende und immer brav zwischen den Zierstichlinien sitzen. :motz:
Liebe Zeichner, könntet ihr euch bitte an die Vorgaben halten oder liebe Anleitungsschreiber, könntet ihr euch bitte an die Entwürfe halten :shrug: Naja, was soll's, diejenigen die das Kleid 1925 gezeichnet und entworfen haben, hören das bestimmt nicht mehr. Also, ich geh erst einmal weiter nach der Anleitung, habe aber die Zierstiche erst einmal übersprungen, so richtig überzeugt haben die mich nämlich nicht auf den rückwärtigen Streifen. :gruebel: Was meint ihr?
So eine Knopfleiste habe ich noch nie gesehen :) - Die Zierstiche dazu kann ich mir grad nicht vorstellen. So wie auf der Rückseite - quer? - dann hast du wieder das Problem mit den geraden Linien oder den Karos folgen.
Constanze hat geschrieben:
5. Mär 2018, 16:08
Jetzt stellt sich mir die Frage, wie ich an der Tunika/dem Volant weitermachen will. Denn auch hier stimmen Idee und Beschreibung des Kleids nicht überein. Die Knöpfe werden längs der kompletten Blende angebracht, also auch im unteren Teil. Das entspricht der Beschreibung ("[...]längs der vorderen [...]Blende angebracht [...] teils zum Schmuck, oben zugleich für den Schluss.") und auch der Zeichnung (auch wenn die Knöpfe hier wieder mittig auf der Blende sitzen). Nun möchte die Anleitung aber gleichzeitig, dass die Blende "lose über die Tunika sowie über den unteren Rand [tritt], am 7 Cent. breiten Saum wird sie innen befestigt".

Diese Blendenlösung klingt für mich sehr spannend, sie scheint ja nirgendwo befestigt zu sein und wie ein Band über den Rockteil gespannt zu sein. Wenn ich da nun aber Knöpfe an der Seite annähe, baumeln diese unmotiviert daneben. Die Knöpfe mittig auf die Blende zu setzen geht auch nicht, denn oben habe ich sie ja der Anleitung entsprechend neben diese gesetzt. Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist, die Blende auf gleicher Höhe wie die Knöpfe durch alle Lagen (Rock und Tunika/Volant) festzunähen, so dass sie nur dazwischen lose bleibt (aber mit 4cm Abstand fällt sie dann trotzdem nicht frei) oder aber, die Knöpfe im unteren Teil ganz wegzulassen.
Meinungen? :gruebel:
Das Blendenband aus Samt hängt dann frei mit den Knöpfen an der einen Seite? ... ich glaube befestigt an dem Volant fände ich auch nicht schlecht.


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