Viktorianischer Eklektizismus: Absinthkleid -- fertig oder so.

Zur Dokumentation von laufenden Projekten. Zeigt her in Wort und Bild, was ihr gerade näht oder bastelt.

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Re: Viktorianischer Eklektizismus: Grau macht glücklich -- Chimisette

Beitragvon Medea » 7. Mai 2018, 15:20

Das klingt aber im großen und ganzen doch sehr machbar und dann hättest du ein komplett neues Outfit - go go go! Das Oberteil finde ich btw superschön geworden bis jetzt, ich hoffe, ich kann das Outfit dann auch live auf dem WGT bestaunen :)

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Re: Viktorianischer Eklektizismus: Grau macht glücklich -- Chimisette

Beitragvon aprilnärrin » 8. Mai 2018, 13:13

Ich kann vermelden, dass soeben der Kragen händisch geschlossen wurde.

Auch unter dem Beifall einer Kundin, die in einen regelrechten Redeschwall ausgebrochen ist, und mich mit Geschichten dazu berieselt hat, was sie selbst früher mal genäht hat und warum sie dann nicht mehr genäht hat und wozu sie heute nochmal die Nähmaschine (die ihr jemand mutwillig verstellt hat) rausholt. :D

Was die Machbarkeit angeht: prinzipiell ja, es ist wirklich nicht viel. Aber ich sehe trotzdem ein wenig die Felle schwimmen, wenn ich bedenke, dass nebenbei die Burgtreffen Anmeldung startet, ich auch noch Arbeite, ich eigentlich einen Arbeitsplan für die Dissertation einzuhalten habe und noch nichts gewaschen oder gepackt ist, geschweigedenn, dass ich mir bisher Gedanken habe machen können, was überhaupt mit soll und bei allem soll ja bitte auch kein Stress aufkommen und 2x pro Woche Sport muss schon auch drin liegen und nebenbei soziale Kontakte pflegen ist auch nie verkehrt. :lol:

Aber aktuell bin ich auch noch zuversichtlich. Im Zweifel werden die unnötigen Handnäharbeiten auch auf die Fahrt, das anstehen am Mittwoch oder den Donnerstag im Camp vertagt. Wie jedes Jahr eigentlich. *g*
Medea hat geschrieben:
7. Mai 2018, 15:20
ich hoffe, ich kann das Outfit dann auch live auf dem WGT bestaunen :)
Das hoffe ich auch. Wird in jedem Fall für den Samstag eingeplant. Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass ihr auch da seid, voll schön. :)


(Aktuell stehe ich aus irgendwelchen Gründen (Sommer, Sonne, Flow?) dezent unter Endorphinen, gesteigerte Flauschigkeit wahlweise einfach ignorieren. :mrgreen: )
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Re: Viktorianischer Eklektizismus: Grau macht glücklich -- Chimisette

Beitragvon aprilnärrin » 12. Mai 2018, 18:38

Wieder ein Schrittchen weiter. Ich habe die Manschettenteile selbst fertig. Fehlen nur noch immer zuwei bezogene Knöpfe und das Annähen selbiger (wie gesagt, auf der Fahrt zum WGT ist ja immer auch noch eine Option :mrgreen: ) Die Knopflöcher sind sogar halbwegs sauber geworden. Ich glaube meine Maschine und ich verstehen uns da vielleicht doch noch -- auch bei bis zu 6 Lagen Stoff.

Und dann war ich ganz todesmutig und habe getan, was ich seit Jahren vor mir herschiebe: Die Falten in dem Tail Bodice annähen. Es ist eine so elendige Arbeit, wie ich es mir dachte. Man muss am Ende drei "double box pleats" haben. Der ohnehin 3lagige Stoff summiert sich da ganz schön. Zangen können helfen. Aber man darf auch bitte nirgendwo den Außenstoff auch erwischen. Da nur die Einlage und das Futter. *g*
Bild
Ehe ich dran verzweifel und alles zu perfekt will, habe ich einfach in einer Kurzschlussaktion die Frankenstein-Methode gewählt und drauflos genäht, hauptsache anfangen. Die erste der drei ist jetzt fertig \o/ ... und es war auch nur halb so schlimm wie befürchtet.
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Re: Viktorianischer Eklektizismus: Das Grau ist tot, es lebe das Schwarz!

Beitragvon aprilnärrin » 13. Mai 2018, 20:53

Der Tag hat ergeben, dass das Grau erstmal gestrichen wurde. Es passt meiner Meinung nach überhaupt nicht mit dem Tail Bodice zusammen. Da ich keine andere Jacke für drüber habe (es ist ja kein ganzes Blüschen), fällt das also erstmal ganz weg. Schade, aber ich habe mich einfach nicht wohl gefühlt mit der Kombination -- vor allem wie das Schößchen auf der Schlaufe liegt, hat mich nicht überzeugt. Erst wollte ich ganz aufgeben, aber nach einer kurzen Phase des Frustes und des wieder aufgebaut Werdens durch den Gefährten, habe ich mich an den Cascade Overskirt erinnert. Der wird jetzt zum Tail Bodice getragen.

Ich habe ganz brav den Tail Bodice fertig gemacht, obwohl ich mir etwas den Daumen zerschossen habe (Nadelöhr unter den Nagel gehauen :roll: ) aber mit der Zange gings dann wieder weiter. An der am höchsten gestapelten Stelle liegen jetzt 27 Lagen Stoff, wenn mich nicht alles täuscht. Wobei zwei der Stoffe immerhin sehr dünn sind. Aber das Teil hat sein Gewicht. Dafür liegen auch ungebügelt die Falten ganz hübsch, aber ich glaube ein Mal vorsichtig Anbügeln, kann nicht schaden.
Bild
Da mir das Teil ja leider inzwischen etwas weit ist an einzelnen Stellen, musste ich beim Setzen des Druckknopfbandes den oberen Teil etwas schief ansetzen, aber getragen fällt das kaum auf. So steht es am Ausschnitt weniger dolle ab. Untenrum sitzt es so weit ganz gut. Und weil das Ganze auch mehr nur so ein "Ich muss dieses Probestück endlich mal fertig kriegen"-Hauruckakt ist, habe ich auch ganz stumpf das Knopfband durch alle Lagen aufgenäht. Man sieht die Naht kaum und das schlucke ich erstmal so. Die bunten Markierungsnähte kommen aber noch raus. :wink: (Und irgendwann wird dann vielleicht mal eine Borte dort aufgesetzt?)

Um das alles aber so tragen zu können musste ich noch den Überrock für die Tournüre mit einem neuen Verschluss ausstatten und den Cascade Overskirt enger nähen. Das ging zum Glück sehr problemlos ohne hässliche Zusatzfalten und es fällt überhaupt nicht auf, dass ich da insgesamt satte 12cm Weite rausgenommen habe.

Und dann habe ich zwischendurch einen übergroßen Haardonut geschlachtet, den ich mal geschenkt bekommen habe, aber nie wirklich tragen konnte. Er wurde aufgeschnitten, etwas eingekürzt, an den offenen Enden ein wenig gestutzt, abgeflacht und abgerundet, dass er schöner "ausläuft" (ehrlich, wenn das jemand nach macht, am besten direkt über dem Mülleinmer, viele kleine Krümel). Und nach ein paar Tests mit dem neugewonnenen Haarhörnchen, konnte ich das hier mit machen:
Bild
Die Frisur gefällt mir so sehr gut und ist garantiert auch Hut-geeignet. Eine Halskette dazu habe ich mir auch schon ausgesucht -- und zwar die aus dem Gothic-Klischee-Swap, die ich von QueenofDark bekommen habe. :D

Damit weiß ich dann, was ich Samstag anziehe. Fehlen nur noch 4 weitere Tage (ich zähle die Blaue Stunde mit ^^ ). Ich denke ich packe einfach alles Mögliche ein und schaue, was sich wie ergibt. Nähen werde ich jetzt aber vermutlich bis zum WGT nichts mehr. Um die Chemisette und was man dazu tragen könnte, kümmer ich mich dann danach. Also geht das WIP erstmal in den Pfingstschlaf.
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Re: Viktorianischer Eklektizismus: Jabot a.k.a. Halslappendingsi

Beitragvon aprilnärrin » 2. Jun 2018, 18:48

Nach dem WGT ist vor der nächstbesten Gelegenheit (vermutlich das WGT 2019 für dieses graue Teil :lol: ). Deswegen habe ich jetzt wieder Enthusiasmus genug getankt, um weiter zu machen, auch wenn mir die passende schwarze Jacke noch fehlt. Aber kommt Zeit, kommt die nächste fixe Idee.

Schon vor dem WGT habe ich mir eine Weile das Hirn zermartert, wie ich am liebsten das Jabot vom Fall her hätte. Ich habe heute mal zwei Testfaltungen (in Miniatur) gemacht nach einer Schemazeichnung, die mir über den Weg lief...
Bild
Das Hörnchen, das verdächtig nach dem Widderwichtelschal aussieht :wink: , hat mich dann auch am meisten überzeugt. Deswegen habe ich mal beherzt drauflosgeschnitten und genäht. Weil ich keinen so fließenden Stoff habe, sondern das Zeug etwas störrisch ist, werde ich am Ende die Falten dann mit kleinen Stichen fixieren, damit es zwar locker aussieht, aber so liegt, wie es soll.

Ich musste die Form noch an zwei Stellen optimieren. Einmal, was den Zipfel angeht, da habe ich eine schönere Rundung hingebaut und dann was die obere Kante angeht, wo das "Halsband" angenäht wird. Das habe ich dem Kragen der Chemisette angepasst.
Bild
Meinem Plan nach hätte ich die schwarze Spitze, die in die Mitte soll, eigentlich mit in der Mitte zusammen einnähen sollen, aber ich habe keine Spitze in Meterware, deswegen setze ich sie jetzt einfach mittig gerade herunter auf. Ich denke das wird insgesamt trotzdem funktionieren. Den Saum rundherum werde ich gleich mit einem schmalen Zickzack versäubern und diesen dann unterschlagen/"einrollen" und den Quasirollsaum dann knappkantig feststeppen. Das wird für Steifigkeit sorgen, aber das muss für einen pseudolockeren Fall der Falten ja nicht von Nachteil sein.
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Re: Viktorianischer Eklektizismus: Jabot a.k.a. Halslappendingsi

Beitragvon Medea » 2. Jun 2018, 19:36

Sieht sehr cool aus!

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Re: Viktorianischer Eklektizismus: Jabot a.k.a. Halslappendingsi

Beitragvon Zetesa » 2. Jun 2018, 19:56

Schaut sehr schick aus.
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über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.
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Re: Viktorianischer Eklektizismus: Jabot a.k.a. Halslappendingsi

Beitragvon Dark Thoughts » 4. Jun 2018, 13:54

Mir gefällt es auch. :up:
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Re: Viktorianischer Eklektizismus: Panik - wo ist die Zeit hin?

Beitragvon aprilnärrin » 3. Okt 2018, 17:56

Ich würde ja fragen: Kennt ihr das auch?,... ... aber ich bin mir ziemlich sicher, dass fast alle "JA!" sagen. Wo ist die Zeit hin? Ich nähe so gut wie nichts, damit ich an anderen Stellen mehr Zeit habe, im Endeffekt habe ich aber den blöden Verdacht, dass ich das andere trotzdem auch nicht schaffe und so bleibt irgendwie das Gefühl hängen, dass ich gerade nirgends was schaffe, wo ich gerne mal wieder weiterkommen würde. *murr* Naja und jetzt ist die Zeit schon wieder so knapp, dass ich mich ordentlich reinhängen muss oder es schon fast nicht mehr schaffen kann. Aber, wie ich so bin, will ich es trotzdem versuchen. In gut 3 Wochen ist der Maskenball zu Samhain. Um oppulente Kleidung wird gebeten und ich werde jetzt das Absinthkleid angehen.

Bild
Die Tournüre und der (Unter)Rock über selbiger sind bereits in den letzten Jahren entstanden. Das Korsett ist ein gekauftes Samtkorsett und als Oberteil werde ich mir noch irgendwas suchen, was unter das Korsett kommt. Eventuell bastel ich hier wieder mit einer Abwandlung der Ball-Taille herum oder suche mir etwas Gekauftes.
Genäht werden müssen damit der Überrock, das Jäckchen und eventuell ein Oberteildingsi. Als Verzierung soll am Autumn Overskirt und am Jäckchen das Samtband aufgegriffen werden, das schon am Unterrock vernäht ist. Die genaue Linienführung überlege ich mir noch. Ausserdem brauche ich eine passende Maske, aber erstmal geht es an die Kleidung. Hier nochmal die Übersicht über alles zu Tuende aus dem Startposting:

Der Rock
[X] Schnittmuster abpausen und Ausschneiden
[X] Stoff waschen
[_] Stoff zuschneiden und versäubern
[_] Rock nähen
[_] Verschluss machen
[_] Borten und Geraffel aufnähen

Das Jäckchen
[_] Schnittmuster abpausen und Ausschneiden
[X] Stoff waschen
[_] Stoff zuschneiden und versäubern
[_] Jäckchen nähen
[_] Borten und Geraffel aufnähe

Die Maske und Zierelemente für das Kostüm
[_] eine Basis kaufen oder bauen
[X] Stoff waschen
[_] die einzelnen Elemente vorbereiten
[_] Maske mit Stoff beziehen und die Elemente aufnähen
[_] großzügig weitere Verzierungen anrbingen, Borte, Spitze, Perlen, Dinge
[_] Zierelemente bauen, die an die Kleidung angepasst sind und abnehmbar sind

Den Stoff habe ich heute gewaschen. Ich hoffe ich komme unter der Woche ein wenig zum Zuschneiden und vielleicht schon versäubern, sodass ich am Samstag mindestens den Rock zusammennähen kann.

Die Idee, wie das ganze als Kostüm -- also Maske und Zierelemente -- werden soll, werde ich bei Gelegenheit auch noch reinwerfen. Aber so viel sei schonmal verraten, es dürfte ziemlich viel Gefummel werden. Natürlich habe ich eine spezielle Vorstellung im Kopf und eine konkrete Idee.
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Re: Viktorianischer Eklektizismus: Panik - wo ist die Zeit hin?

Beitragvon Animus » 5. Okt 2018, 10:05

*anfeuer* Du schaffst das! Auch, weil ich bitte das Absinthkleid auf Fotos sehen möchte. :wink: So eins in der Art gammelt seit Jahren in meinem Kopf rum, aber irgendwie mache ich das nie.... Ich bin auf deins gespannt! Drei Wochen können klappen.

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Re: Viktorianischer Eklektizismus: Panik - wo ist die Zeit hin?

Beitragvon aprilnärrin » 5. Okt 2018, 10:37

Danke :D
3 Wochen an sich wären nicht so das Problem, nur wenn ich die Zeit wegstreiche, die ich für andere Dinge aufwenden muss, bleiben eigentlich nur zwei Wochenenden übrig, an denen ich samstags jeweils halbtags arbeite. Gestern habe ich auch schon geschummelt und noch den Zuschnitt angefangen, obwohl ich eigentlich an der Dissertation hätte arbeiten müssen, weil ich nächsten Freitag ein Treffen mit meinem Doktorvater habe. Aber plötzlich wird Zuschnitt so unglaublich attraktiv, wenn man im Text an einer Stelle festhängt und einfach nicht weiterkommt beim Denken. Der Rock ist jedenfalls zur Hälfte zugeschnitten. Ich war sogar so erpicht darauf nicht an meiner Arbeit zu sitzen, dass ich den Satin vor dem Zuschnitt gebügelt habe. *g*

In meinem Kopf drehen derweil die Ideen zu den Zierelementen und der Maske völlig frei, das werde ich noch unterbinden und an die Realität anpassen müssen. Ich habe zum Beispiel unbändige Lust aufwendige Stickereien mit Perlen auf Organza zu machen, um sie dann zu applizieren. Aber ich glaube das wird ein anderes Projekt werden müssen. (Hm, es formt sich eine schwarz-schwarze Tournüre im Kopf.....)
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Re: Viktorianischer Eklektizismus: Panik - wo ist die Zeit hin?

Beitragvon aprilnärrin » 6. Okt 2018, 23:35

Satin ist Satan. Es hat sich verzogen, ist verrutscht, hat sich gemein benommen und musste diszipliniert werden. Heißt: Ich habe mit der Overlock knallhart alles eingeebnet, was keine gerade Kante in der Front bilden wollte. Man sieht es schön im Bild oben rechts:
Bild
Der Rock ist jetzt gute 5cm kürzer, als er sollte. Natürlich kräuseln sich die Nähte in der Front auch ein wenig. Aber zum Glück gibt es ja einen sehr viktorianischen Stapel aus Falten (7 Stück), weswegen alles so glänzend raschelnd herunterfällt, dass man weder den einen noch den anderen Schnitzer wirklich bemerken dürfte.
Das Grün ist in Wirklichkeit auch etwas grüner, glaube ich, manchmal jedenfalls. Aber es ist letztendlich wohl tatsächlich so dunkel geworden, dass bei schwacher Beleuchtung der Unterschied zu Schwarz gering sein dürfte. Dafür ist es dann tagsüber eine wirklich schöne Farbe. :D

Die Front ist damit erstmal fertig. Morgen kommen dann hoffentlich die Rückseite und das Bündchen an die Reihe. Danach weiß ich auch wie er fällt und was ich an Geraffel anbauen könnte. Leider ist meine Tournüre spurlos verschwunden, sodass ich das Teil erstmal nur über das Bügelbrett hängen konnte.

Und ich habe gerade für die Zierteile und die Maske etwas aus Kanada bestellt. Angeblich soll es innerhalb von ca 10 Werktagen zugestellt werden. Wenn es Montag verschickt wird, könnte ich noch knapp eine Woche Zeit haben, um das Material zu verarbeiten. Es wäre ziemlich schick, wenn es rechtzeitig da wäre. Aber dazu dann mehr, wenn es rechtzeitig ankommen sollte. :wink:
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Re: Viktorianischer Eklektizismus: Panik - wo ist die Zeit hin?

Beitragvon Morag vom Rabenholz » 7. Okt 2018, 08:44

Das hast du bis hierhin ja wirklich straight durchgezogen. Respekt dafür :up:

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Re: Viktorianischer Eklektizismus: Panik - wo ist die Zeit hin?

Beitragvon Medea » 7. Okt 2018, 11:21

Juhu, es geht weiter und dann auch noch mit so einem schönen Entwurf :D

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Re: Viktorianischer Eklektizismus: Absinthkleid in Progress (:

Beitragvon aprilnärrin » 7. Okt 2018, 21:52

Der Rock ist inzwischen wirklich straight durchgezogen. Es fehlt eigentlich nur noch der Verschluss, dann ist er tragbar. :D

Sehr stolz bin ich auf meine Faltung des Rückteils. Ich wollte nicht chaotisch einreihen auf einem Faden, also habe ich die Falten sehr kontrolliert selbst gesteckt. Ich habe auch beim Nähen nur eine Nadel abgebrochen. :roll: Aber ich finde der Aufwand hat sich gelohnt, die Faltung gefällt mir wirklich ausserordentlich gut. Schade nur, dass da später das Korsett drüber sitzt. ^^
Im oberen Bild sieht man rechts, wie viel Stoff ich da einreihen musste. Es war wirklich nicht wenig.
Bild

Danach kam dann noch der Endkampf mit dem Bündchen, den ich aber auch irgendwie gewonnen habe. Auch wenn es leider nicht das allerordentlichste geworden ist. Hier ist es dann ein Vorteil, dass da noch das Korsett drüber sitzt. :mrgreen:

Der Entstand für heute:
Bild
Leider habe ich meine Tournüre immer noch nicht gefunden, daher hängt es jetzt maximal schlaff herab. Aber man kann trotzdem schon erahnen, dass sich das ziemlich hübsch faltenwerfend über die Tournüre legen könnte.

Wenn ich dann die Tournüre vielleicht doch noch finde, dann kann ich überlegen, wie man den Rock eventuell noch hübsch verzieren könnte.

Demnächst muss ich mich dann erstmal um das Jäckchen kümmern und das Schnittmuster abzeichnen und ausschneiden. Das ist ja meine Lieblingsaufgabe - nicht. :wink:
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