One Million Stitches and across the Border...

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soom
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Re: One Million Stitches and across the Border...

Beitragvon soom » 1. Okt 2018, 12:13

Der Kilt ist super geworden! Die Länge ist auch sehr gut, der darf gerne öfter ausgeführt werden :)

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Nepomorpha
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Re: One Million Stitches and across the Border...

Beitragvon Nepomorpha » 3. Okt 2018, 08:02

Alles per Hand? :shock: Boah. Respekt. Und das bei dieser aufwendigen Stripe-Faltung und dem Innenleben! Respekt!

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Belut Tirauhh
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Re: One Million Stitches and across the Border...

Beitragvon Belut Tirauhh » 3. Okt 2018, 15:06

Hallo miteinander,

vielen Dank für euer Lob und eure lieben, lieben Kommentare. (Ich werde ganz rot... :oops: ). Mmmm, ich denke, einen Kilt mit der Hand zu nähen ist ähnlich aufwändig, wie einen Herrenpulli (Herrengröße 50) zu stricken. OK, vielleicht ein klein bisschen aufwändiger, aber es macht auch Spaß, weil es eben so eine ruhige, fast meditative Arbeit ist. Das tolle daran, dass immer wieder andere Arbeitsschritte zu tun sind, so dass die Arbeit an sich nicht langweilig wird.

Mizar hat gefragt, nach welcher Anleitung ich arbeite. Während ich mir die Anleitung zu meinem ersten Kilt aus dem Internet geholt habe, habe ich mir dieses Mal dieses Buch zu dem Stoff dazu bestellt. Was für ein Unterschied zu der Internetanleitung! Die Autorinnen sagen wirklich sehr verständlich, was jeweils zu tun ist und beschreiben jeden Arbeitsschritt haarklein. Wenn man sich genau an ihre Anweisungen hält, kann nicht viel schief gehen.
Allerdings habe ich doch einen kapitalen Fehler gemacht: Ich habe die falsche Seite von dem Stoff gekürzt. Der Stoff hatte nämlich eine so genannte Kilting Selvedge, also eine glatte Webkante, speziell für Kilts und eine mit Fransen. Was macht Belut? Er nimmt natürlich die andere Webkante, die mit den Fransen... :arg:
Ok, wie hat eine Schneiderin und Modedesignerin einmal zu mir gesagt? "Das ist kein Fehler, das ist kreative Absicht!" Sehen wir es als "kreative Absicht"... :angel:
Rosshaareinlage: Ich hatte mir mal ein Herrensakko genäht und dabei habe ich auch Rosshaareinlage für das Zwischenfutter verwendet. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich ihr mit dem Kilt noch einmal begegnen werde. Aber sie ist notwendig, weil sie den Rücken- und Pobereich stabilisiert und formt. Ich habe übrigens eine sehr feste Variante verwendet.
Pleating (Faltung) to the stripe: Da sucht man sich einen prominenten Streifen in dem Tartanmuster aus und faltet den Kilt hinten, dass dieser Streifen genau in der Mitte liegt. Das Gegenstück dazu ist Pleating to the sett: Hierbei faltet man so, dass das Tartanmuster hinten wieder abgebildet wird. Die Faltung to the stripe finde ich fast besser, weil das einen sehr interessanten Effekt beim Gehen ergibt.

Nochmals vielen Dank für eure Kommentare

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Re: One Million Stitches and across the Border...

Beitragvon Fledermaus » 3. Okt 2018, 21:16

Tolles Teil :shock:

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Re: One Million Stitches and across the Border...

Beitragvon Mizar » 5. Okt 2018, 09:54

Belut Tirauhh hat geschrieben: Mizar hat gefragt, nach welcher Anleitung ich arbeite. Während ich mir die Anleitung zu meinem ersten Kilt aus dem Internet geholt habe, habe ich mir dieses Mal dieses Buch zu dem Stoff dazu bestellt. Was für ein Unterschied zu der Internetanleitung! Die Autorinnen sagen wirklich sehr verständlich, was jeweils zu tun ist und beschreiben jeden Arbeitsschritt haarklein. Wenn man sich genau an ihre Anweisungen hält, kann nicht viel schief gehen.
ha, bei House of Tartan hatte ich auch schonmal gestöbert :mrgreen: Danke für die Buchempfehlung :-)

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Re: One Million Stitches and across the Border...

Beitragvon Luthya » 10. Okt 2018, 15:55

Was für eine Arbeit da drin steckt und was für eine Präzision! Ich bin mal wieder begeistert und ein bisschen neidisch um deine Ausdauer. :angel:
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Re: One Million Stitches and across the Border...

Beitragvon Grünzeug » 21. Okt 2018, 22:36

Faszinierend wie exakt das Muster auch beim Tragen noch passt :shock:
Wieviel Meter stecken da eigentlich drin?

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Re: One Million Stitches and across the Border...

Beitragvon Belut Tirauhh » 14. Nov 2018, 16:24

Hallo miteinander,
nochmals vielen Dank für eure lieben Kommentare.
Grünzeug hat geschrieben:
21. Okt 2018, 22:36
Faszinierend wie exakt das Muster auch beim Tragen noch passt :shock:
Die Autorinnen von The Art of Kiltmaking sagen: "Kilts are precisely manufactured garments…" Das ist exakte Berechnung, genaues Messen, Nachprüfen und eventuell Korrigieren - das Handmaß war bei den Falten mein ständiger Begleiter. Mit ihm habe ich immer wieder nachgeprüft, ob die die Faltenbreite im Taillenbereich und an der Hüfte den berechneten Vorgaben entspricht. Wenn nicht, einen oder zwei Millimeter korrigieren. Das musste ich öfters tun, denn der Wollstoff hat die Eigenschaft, dass er sich gerne gerade ausrichtet. Deswegen ist das Korrigieren notwendig geworden. Die Autorinnen von The Art of Kiltmaking schreiben: "The pleats are the trickiest part of the process. The rest is less nerve wrecking."
Grünzeug hat geschrieben:
21. Okt 2018, 22:36
Wieviel Meter stecken da eigentlich drin?
Rund 7,4 m oder fast 8 Yard bei einer Breite von 63 cm. Das entspricht etwas mehr als dem Abstand von der Taille bis zu den Knien. Das meiste der 8 Yard befindet sich in den Falten. Man rechnet 1 Yard Vorne Übertritt, 1 Yard Vorne Untertritt und 6 Yard Hinten für die Falten. Wenn man weniger Stoff zur Verfügung hat, nimmt man für die Falten weniger.

Viele Grüße

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