weichlöten- was mach ich falsch?

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lady_spatz
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weichlöten- was mach ich falsch?

Beitragvon lady_spatz » 2. Sep 2016, 09:51

hallo liebe schwarmintelligenz!

ich hab hier ein problem: ich hab ein mit kupferdraht sehr dicht umwickeltes ding, das ich gerne mit bleifreiem weichlot überziehen möchte. (lot: "lead- free solder wire, rosin core, 1 mm, flux 2,5 %, Sn95Sb5"). dazu verwende ich einen billigen lötkolben- weil der halt da is. temperaturregelung oder so is da halt nicht. aber er wird ganz eindeutig heiß. also theoretisch heiß genug.

ich gehe so vor: ich pinsel mein objekt mit lötfett ein ("lötfett zum weichlöten und verzinnen, DIN EN 29454-1 3.1.1.c"), gehe dann mit lötkolben und lot dazu. jetzt fangen meine probleme an. entweder hab ich dann einen patzen geschmolzenes lot am kolben und kann es nicht verteilen, weil es sich einfach weigert, abgestreift zu werden. oder es läßt sich auftragen, macht aber riesige patzen, die sich- mit egal wie viel geduld- wenn dann nur noch mal für sekundenbruchteile wieder aufschmelzen lassen. oder mein lot macht ein kugerl, das dann auf meinem kupfer liegen bleibt und dann davon kullert. oder es schmilzt gar nix. also vom lotdraht schon, nur auf meinem objekt nix. also ich kann das einfetten, dann den lötkolben ne minute dazu halten und es passiert nix. außer, daß das ganze ding heiß wird :irr: aber es schmilzt nix :motz:

wenn ich das alles wirklich dick mit dem lotfett einschmier, geht es einen hauch besser, aber auch noch immer nicht ansatzweise brauchbar. ich dachte, wenn 2,5% flußmittel drin sind in dem lot dürft das doch kein problem machen?

ich hab eigentlich in der schule ein bißchen löten gelernt und dachte, ich kann es zumindest ein bißchen, aber das frustriert mich grad echt schwer. hat wer hilfreiche tipps für mich? würd es euch helfen das zu beurteilen, wenn ich ein foto hochlad?
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Re: weichlöten- was mach ich falsch?

Beitragvon Schwarzes_Schaf » 2. Sep 2016, 10:53

Dein Lötdraht hat schon Flussmittel drin. (rosin-core = Harz-Kern). Bist Du sicher, dass Du zusätzliches Flussmittel benötigst?
Ich kenn das so, dass man dann kein zusätzliches Lötfett verwendet.
Hast Du es schon ohne zusätzliches Lötfett versucht?
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Re: weichlöten- was mach ich falsch?

Beitragvon kitara » 2. Sep 2016, 10:58

Heizt du die Stelle, die du mit Lot benetzen willst schon vorher vor? Gerade wann da soviel Kupfermasse da ist, wird die Wärme vielleicht zu schnell wieder abgeführt und es reicht nicht mehr zum benetzen.
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Re: weichlöten- was mach ich falsch?

Beitragvon lady_spatz » 2. Sep 2016, 11:05

Schwarzes_Schaf hat geschrieben: Hast Du es schon ohne zusätzliches Lötfett versucht?
ja, hab ich am anfang. da hab ich dann das gefühl gehabt, es geht gar nix, drum hab ich´s dazugenommen. das heißt: nö, ich bin mir nicht sicher, daß ich noch zusätzliches flußmittel brauch, das war eher eine verzweiflungstat :wink:
kitara hat geschrieben:Heizt du die Stelle, die du mit Lot benetzen willst schon vorher vor? Gerade wann da soviel Kupfermasse da ist, wird die Wärme vielleicht zu schnell wieder abgeführt und es reicht nicht mehr zum benetzen.
ah, ja, das klingt sinnvoll. es kann sein, daß ich da wirklcih zu ungeduldig war. das werd ich jedenfalls mal probieren, danke. :)

nur... wie heiz ich dort, wo jetzt schon ein großer patzen draufklebt nochmal gscheit ein? :gruebel: weil- lötkolben wirklich lang draufhalten hat bis jetzt leider nicht gehofen. bzw wie bekomm ich die großen klumpen wieder runter? kann ma sowas feilen? schmirgeln? bös anschauen, bis es abfällt? :confused:
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Re: weichlöten- was mach ich falsch?

Beitragvon ausnein » 2. Sep 2016, 11:22

Ist dein Kupfer roh oder isoliert? Auf Isolierung hab ich ähnliche Erfahrungen gemacht wie von dir beschrieben.
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Re: weichlöten- was mach ich falsch?

Beitragvon kitara » 2. Sep 2016, 11:24

lady_spatz hat geschrieben:nur... wie heiz ich dort, wo jetzt schon ein großer patzen draufklebt nochmal gscheit ein? :gruebel: weil- lötkolben wirklich lang draufhalten hat bis jetzt leider nicht gehofen. bzw wie bekomm ich die großen klumpen wieder runter? kann ma sowas feilen? schmirgeln? bös anschauen, bis es abfällt? :confused:
Es gibt Entlötlitze, das ist ein gewebtes Kupferband, das man mit dem Lötkolben auf den Lotklumpen drückt und sobald das Lot schmilzt, saugt es sich in das Band rein. Oder Entlötpumpen, da verflüssigt man das Lot, hält die Pumpe dran und saugt es weg. Andere Varianten oder irgendwelche Hausmittelchen kenne ich sonst nicht, aber das gibt es beides eigentlich sehr günstig im Fachhandel.

Wenn langes Heizen auch nicht hilft, dann hat vielleicht doch der Lötkolben eine zu niedrige Temperatur? Manchmal hilft es, die Spitze nochmal ordentlich zu reinigen.

BTW, ich hab mit meinem Freund mal Keksausstecher aus Kupferstreifen gelötet. Ich kann mich erinnern, dass das teilweise echt nervig war und richtig gedauert hat, eh das benetzte. Wir haben da teilweise auch mit Lötfett gearbeitet, auch bei Lötzinn mit Flussmittel. Das eine sollte die Funktion des anderen also nicht komplett aufheben.
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Re: weichlöten- was mach ich falsch?

Beitragvon lady_spatz » 2. Sep 2016, 11:35

ausnein hat geschrieben:Ist dein Kupfer roh oder isoliert? Auf Isolierung hab ich ähnliche Erfahrungen gemacht wie von dir beschrieben.
meines wissens nach roh. es ist von so einer spule kupferschmuckdraht
kitara hat geschrieben:..und sobald das Lot schmilzt,...
das is ja leider mein knusus knacksus- es schmilzt ja nicht :wink: :lol: sonst könnt ich´s ja geschmolzener weise weiter verschmieren.
und leider hab ich im moment auch nicht das geld übrig mir noch zusätzlich was zu kaufen. so eine entlötpume hab ich sogar da, falls ich das zeug doch noch irgendwie flüssig bekomm, könnt ich die mal ausprobieren.

mach ich mir meine feilen kaputt, wenn ich das runter-/dünnerfeilen versuch? oder muß ich eines schrecklichen todes sterben (wegen staub und so), wenn ich´s versuch abzuschleifen?
kitara hat geschrieben:Manchmal hilft es, die Spitze nochmal ordentlich zu reinigen.
das werd ich probieren. ich geh mal ne anleitung suchen, wie ma das macht ohne den lötkolben zu schrotten. bis jetzt hab ich ihn immer nur an so nem kleinen nassen schwämmchen abgestreift. vielleicht war das nicht genug...
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Re: weichlöten- was mach ich falsch?

Beitragvon ausnein » 2. Sep 2016, 11:55

lady_spatz hat geschrieben:
kitara hat geschrieben:Manchmal hilft es, die Spitze nochmal ordentlich zu reinigen.
das werd ich probieren. ich geh mal ne anleitung suchen, wie ma das macht ohne den lötkolben zu schrotten. bis jetzt hab ich ihn immer nur an so nem kleinen nassen schwämmchen abgestreift. vielleicht war das nicht genug...
Oder zu viel. Ich entsinne mich dunkel, dass man Lötspitzen auch zu viel reinigen kann und dir die Spitze dann oxidiert, dann kannstes leider auch knicken. Krieg aber nicht mehr ganz genau zusammen, wie das war..
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Re: weichlöten- was mach ich falsch?

Beitragvon kitara » 2. Sep 2016, 11:58

lady_spatz hat geschrieben:
kitara hat geschrieben:..und sobald das Lot schmilzt,...
das is ja leider mein knusus knacksus- es schmilzt ja nicht :wink: :lol: sonst könnt ich´s ja geschmolzener weise weiter verschmieren.
und leider hab ich im moment auch nicht das geld übrig mir noch zusätzlich was zu kaufen. so eine entlötpume hab ich sogar da, falls ich das zeug doch noch irgendwie flüssig bekomm, könnt ich die mal ausprobieren.
Oh, na eben :arg: Das hatte ich schon wieder verdrängt :oops: Klingt wirklich stark nach zu wenig Wumms im Lötkolben, sobald das Lot auf dem Kupfer sitzt, wird das Kupfer die Wärme schnell ableiten und nix schmilzt mehr :|
lady_spatz hat geschrieben:mach ich mir meine feilen kaputt, wenn ich das runter-/dünnerfeilen versuch? oder muß ich eines schrecklichen todes sterben (wegen staub und so), wenn ich´s versuch abzuschleifen?
Ich denke das ist unproblematisch, sonderlich hart ist Lot ja nicht und so lange du den Staub hinterher nicht wegleckst ... :mrgreen:
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Re: weichlöten- was mach ich falsch?

Beitragvon lady_spatz » 2. Sep 2016, 12:16

och, mit dem staub wollt ich mir mein müsli aufpeppen :mrgreen:

ok, zuwenig wumms im kolben bzw vielleicht oxidierte spitze... ich bin heut bei freunden am nachmittag, vielleicht können die mir nen anderen kolben borgen. dann befolg ich mal alle ratschläge, die ich hier bekommen hab und wenn´s dann noch immer nicht funktioniert geb ich für den moment auf...

vielen dank ihr lieben für den input!
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Re: weichlöten- was mach ich falsch?

Beitragvon Grünzeug » 3. Sep 2016, 12:32

[quote="kitara"][...]sobald das Lot auf dem Kupfer sitzt, wird das Kupfer die Wärme schnell ableiten und nix schmilzt mehr :|

Das vermute ich auch.. wenn der Batzen fest draufsitz spricht das schonmal dafür daß der Draht an sich lötbar wäre, aber wohl viel zu viel davon da ist.
Was da hilft: Einer von den Lötkolben die mit gas betrieben werden, oder - damit hab ich mal eine Messinggießkanne repariert - die zu belötende Stelle ordentlich mit nem Feuerzeug oder einer Kerzenflamme vorheizen bis dort das Lot schmilzt (auf feuerfester Unterlage, und am besten draußen - es kann schon etwas rußen und kokelndes Flußmittel ist vermutlich auch nicht übermäßig gesund).

Auf die Art kannst den Bollen der schon drauf ist auch verteilen oder wieder runterbekommen. Feilen ist eher letzte Wahl, das verkratzt gern das Kupfer mit. Nicht zu dicke Bollen kann man aber auch mit einem Seitenschneider kappen, oder vorsichtig mit nem Cuttermesser abschälen.

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Re: weichlöten- was mach ich falsch?

Beitragvon lady_spatz » 3. Sep 2016, 12:46

hm. weichlöten und hartlöten (also das mit dem gasbrenner) unterscheidet sich ja einerseits durch die temperaturen und andererseits durch die verwendeten materialien und is auch auf atomarer/ physikalischer ebene ein ganz anderer prozeß. weichlot schmilzt bei ~450°C, so ein gasbrenner macht ~1200°C. könnt gut sein, daß mir das weichlot bei 1200°C entweder einfach verdampft oder mal gscheit kocht- und in beiden fällen möcht ich nicht in der nähe sein :wink: das halt ich also eher für gefährlich als für praktikabel. außerdem sind an dem ganzen ding auch noch bergkristalle dran, ich glaub, die würden mir so eine temperatur auch eher übel nehmen.

wenn ich das kupfer verkratz is es ganz egal- ich überzieh es ja eh mit dem weichlot. aber das ganze ding erstmal ein bißchen warm machen mit ner kerze oder nem feuerzeug is sicher ne gute idee- das werd ich ausprobieren!
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Re: weichlöten- was mach ich falsch?

Beitragvon grinsekater » 7. Sep 2016, 21:42

Wenn du nur das Schwärmen benutzt hast, dürfte es schonmal helfen den ganzen Schmutz abzuschmirgeln (es soll ja auch nur die Spitze WÄHREND der Arbeit reinigen, sonst tropft noch was an der falschen Stelle auf die Schaltung).
Soviel Flussmittel ist unnötig, normalerweise wird das Lot an den erhitzten Bauteilen verflüssigt, da es sonst zu kaltbrüchen kommt (im elektrischen Verlötet nicht so gut).
Wenn dein Lötkolben nach dem reinigen an sein Limit stößt und es kein Ergebnis bringt, wirst du wohl mehr Power brauchen (min. 75 Watt). Und keine Angst, die kleinen Feuerzeuggaslötstifte schaffen es nicht in den Hartlötbereich, außer du erhitzst nur eine Stelle, aber das geht auch mit ner guten Lötkolben und Ausdauer.
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Re: weichlöten- was mach ich falsch?

Beitragvon lady_spatz » 8. Sep 2016, 00:27

ich hab das projekt für den moment zwar aus eis gelegt, weil´s mich zu sehr genervt hat :wink: aber ich werd vorm nächsten mal löten die spitze abschmirgeln. schadet ja nix.
grinsekater hat geschrieben:Und keine Angst, die kleinen Feuerzeuggaslötstifte schaffen es nicht in den Hartlötbereich, außer du erhitzst nur eine Stelle, aber das geht auch mit ner guten Lötkolben und Ausdauer.
ich weiß zwar nicht so genau, was du mit "feuerzeuggaslötstift" meinst, aber nein, hartlöten geht auch mit nem kleinen spucki- bunsenbrenner. und ich halte es definitiv für zu gefährlich, etwas das bei ~450°C schmilzt so weit zu erhitzen. weil selbst wenn ich mit der flamme temperaturtechnisch nicht in den hartlötbereich kommen sollte, sondern nur auf sagen wir 800°C- weichlot is dafür einfach nicht ausgelegt. das ist keine angst, sondern saftey first. auch wenn ich nicht so die weichlot- heldin bin- beim hartlöten kenn ich mich aus :wink:
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Re: weichlöten- was mach ich falsch?

Beitragvon grinsekater » 8. Sep 2016, 11:58

Die Feuerzeuggaslötstifte sind die praktischen, gasbetriebenen Lötkolben für unterwegs :wink:
Und damit kommt man definitiv nicht in den Hartlötbereich.

Mit den Kartuschenbrennern kann man auch Hartlöten, wenn man unbedingt muss. Aber mit Gasmischung anpassen ist mir dann schon sympathischer wenn es belastbar sein soll und die Schweißgasflaschen gibt's zum Glück auch in handlich.

Wenn du dich mit Hartlöten auskennst, Flussmittel war schon zu meiner Lehrzeit nicht mehr so beliebt und seit einigen Jahren wird sogar davon abgeraten. Da es die Oxidation beschleunigt und teilweise eine Trennschicht in der Verbindungsfläche aufbaut. :wink: :wink:
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