Nähen- kurze Fragen und Antworten

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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Miss Porter » 18. Feb 2021, 14:18

Zum Anzeichnen benutze ich Seife oder Kreide - letztere allerdings erst wieder, seit ich gelernt habe, dass es da Unterschiede gibt und nicht alle so doof sind wie das erste Stück, das ich mal hatte :angel:

Stoffbruch: Stecknadeln. Manchmal auch nur Stoffgewichte, das kommt drauf an, ob mir das sicher genug erscheint.

Zum Nahtzugabe anzeichnen benutze ich meistens ein Geodreieck, damit wird es schön parallel. Je nach Projekt und NZ schätze ich aber auch mal.
Manchmal zeichne ich mir die NZ auch schon am Schnitt an (mit dem gleichen Geodreieck) und schneide dann direkt an der Papierkante.
Für Abnäher und Taschenpositionen und so was benutze ich entweder Kopierpapier oder ich schlage sie mit Reihgarn durch und zeichne sie bei Bedarf mit Kreide nach.
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Nachtschatten » 18. Feb 2021, 16:09

Okay, zum Glück habe ich euch gefragt :D Vielen Dank für die Antworten.
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Florence » 18. Feb 2021, 20:10

Miss Porter hat geschrieben:
18. Feb 2021, 14:18
Zum Anzeichnen benutze ich Seife oder Kreide - letztere allerdings erst wieder, seit ich gelernt habe, dass es da Unterschiede gibt und nicht alle so doof sind wie das erste Stück, das ich mal hatte :angel:
Was meinst du, wie baff ich war, als mir mal jemand gesagt hat, dass man die Dinger auch wieder anschärfen kann. Es war eine Erleuchtung!
Manchmal sind es echt die simpelsten Dinge, auf die man nicht kommt.

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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Svea » 19. Feb 2021, 07:46

Ich nutze bei Jersey super gerne das Kopierrädchen. Leider fallen mir gerne Dinge aus der Hand und Kopierrädchen dabei gerne auf die Zähnchen und dann klemmt es beim Anzeichnen. Seit kurzem benutze ich bei hellen Stoffen auch Frixion Filzstitfte. Die lassen sich bei Bedarf super wegbügeln.
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Thalliana » 19. Feb 2021, 07:52

Svea hat geschrieben:
19. Feb 2021, 07:46
Ich nutze bei Jersey super gerne das Kopierrädchen.
Man kann mit dem Ding auch anzeichnen? *dummguck* Ich komm mir grad irgendwie doof vor, aber magst du erklären wie das geht? Ich hab beim besten Willen keine Idee :lol: . Dabei hab ich so ein Teil, hab das bisher aber nur benutzt, um Schnittmuster vom Bogen abzupausen und dachte auch, dass das für andere Sachen nur im SM/Fetisch-Bereich Anwendung findet :lol: :oops: .
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Zetesa » 19. Feb 2021, 09:26

Nachtschatten hat geschrieben:
18. Feb 2021, 12:55
Da muss aber nochmal das neue Thema unterbrechen und nachfragen: Ordentlich zuschneiden ist auf jeden Fall ein gutes Stichwort (ich finde Zuschneiden ganz schlimm :angel: ), aber wie genau soll das mit der Nahtzugabe funktionieren?
Für mich war das Kreiderädchen die Offenbarung, was Nachtzugaben angeht. Ich habe eines, bei dem man verschiedene Abstände einstellenzwischen dem Rädchen, mit dem man das Schnittmuster abfährt und dem eigentlichen Kreiderädchen. Besonders angenehm bei kurvigen Schnittteilen.
Das eigentliche Schnittmuster zeichne ich mit Seife ab, das hält bei mir deutlich besser als Kreide.
Und dann zusätzlich die Nachtzugabe mit dem Rädchen.
Da ich nicht so häufig nähe, arbeite ich die Schritte davor lieber genauer.
Bei langen geraden Nähten zeichne ich die Nachtzugabe mit einem Stahllineal an (oder schneide mit dem Rollschneider direkt daran entlang),
Da muss ich nur beim Nähen dran denken, dass das 1,8 mm und nicht 1,5 mm Breite sind.
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Svea » 19. Feb 2021, 10:19

Thalliana hat geschrieben:
19. Feb 2021, 07:52
Svea hat geschrieben:
19. Feb 2021, 07:46
Ich nutze bei Jersey super gerne das Kopierrädchen.
Man kann mit dem Ding auch anzeichnen? *dummguck* Ich komm mir grad irgendwie doof vor, aber magst du erklären wie das geht? Ich hab beim besten Willen keine Idee :lol: . Dabei hab ich so ein Teil, hab das bisher aber nur benutzt, um Schnittmuster vom Bogen abzupausen und dachte auch, dass das für andere Sachen nur im SM/Fetisch-Bereich Anwendung findet :lol: :oops: .
Sorry, ich meine natürlich das Kreiderädchen! :angel: Das passiert, wenn man versucht etwas Sinnvolles zu schreiben, während man ohne Punkt und Komma von einer "Katze" zugetextet wird.
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Nachtdrossel » 19. Feb 2021, 13:54

Ich stecke immer die Nahtlinien aufeinander und nähe dann auf dieser Linie entlang. Daher sind Nahtzugaben bei mir oft nur pi mal Daumen.
Ich weiß gar nicht mehr, warum ich so angefangen habe aber es hält sich bis heute. Das Stecken geht auch sehr schnell und gerade wenn es Sachen mit Muster sind, die über verschiedene Teile fortlaufen sollen, ist das echt praktisch so.

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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon BeRúThiel » 19. Feb 2021, 14:53

Thalliana hat geschrieben:
19. Feb 2021, 07:52
Svea hat geschrieben:
19. Feb 2021, 07:46
Ich nutze bei Jersey super gerne das Kopierrädchen.
Man kann mit dem Ding auch anzeichnen? *dummguck* Ich komm mir grad irgendwie doof vor, aber magst du erklären wie das geht? Ich hab beim besten Willen keine Idee :lol: . Dabei hab ich so ein Teil, hab das bisher aber nur benutzt, um Schnittmuster vom Bogen abzupausen und dachte auch, dass das für andere Sachen nur im SM/Fetisch-Bereich Anwendung findet :lol: :oops: .
Das ist das Ding, das aussieht, als könnte man es als Sporen an Cowboystiefel hinmachen, oder? Bitte, bitte klärt mich auf, wie man das benutzt. Für was auch immer! Ich habe eins, weil es beim Nähzeug meiner Oma dabei war, aber ich verstehe es nicht. Und als ich mal im Nähladen nachgefragt habe meinte die nur ganz verächtlich "Ja, das kann man zur Schnittmusterübertragung verwenden, das ist aber Mist."
Wie, bitte, wie kann man ein Sternchen an einem Stock verwenden um irgendwas irgendwohinzu übertragen?

edit: Ich stecke auch die Nahtlinien zusammen, ich mag es nämlich, auf der Linie zu nähen. Deswegen war ich früher kein Fan von Schnittmustern mit eingebauter Nahtzugabe. Wenn ich mich am Rand orientiere wird meine Naht, finde ich, nicht so exakt wie wenn ich direkt auf der Linie bin. Die Zugabe ist ja oft 1 cm und das ist natürlich viel mehr als mein halbes Nähfüßchen! Inzwischen finde ich die aber ganz gut, weil dann dieses doofe Nahtaufeinanderstecken wegfällt und ich zunehmend in der Lage bin, einigermaßen parallel zum Rand zu nähen :wink:
(Man merkt, dass ich echt nur dilettiere)
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Miss Porter » 19. Feb 2021, 15:16

BeRúThiel hat geschrieben:
19. Feb 2021, 14:53
Thalliana hat geschrieben:
19. Feb 2021, 07:52
Svea hat geschrieben:
19. Feb 2021, 07:46
Ich nutze bei Jersey super gerne das Kopierrädchen.
Man kann mit dem Ding auch anzeichnen? *dummguck* Ich komm mir grad irgendwie doof vor, aber magst du erklären wie das geht? Ich hab beim besten Willen keine Idee :lol: . Dabei hab ich so ein Teil, hab das bisher aber nur benutzt, um Schnittmuster vom Bogen abzupausen und dachte auch, dass das für andere Sachen nur im SM/Fetisch-Bereich Anwendung findet :lol: :oops: .
Das ist das Ding, das aussieht, als könnte man es als Sporen an Cowboystiefel hinmachen, oder? Bitte, bitte klärt mich auf, wie man das benutzt. Für was auch immer! Ich habe eins, weil es beim Nähzeug meiner Oma dabei war, aber ich verstehe es nicht. Und als ich mal im Nähladen nachgefragt habe meinte die nur ganz verächtlich "Ja, das kann man zur Schnittmusterübertragung verwenden, das ist aber Mist."
Wie, bitte, wie kann man ein Sternchen an einem Stock verwenden um irgendwas irgendwohinzu übertragen?

Beispielsweise so:
Auf den Tisch legt man Kopierpapier mit der bunten Seite nach oben, darauf den Stoff mit dem Schnittmuster drauf. Wenn man jetzt die Linien eines Abnähers mit dem Kopierrädchen mit etwas Druck nachfährt, ist auf der Unterseite des Stoffs eine gepunktete Linie, wo der Abnäher liegt.
Oder so:
Auf den Tisch Papier legen, darauf das Kopierpapier mit der farbigen Seite nach unten und darauf den Schnittmusterbogen. Jetzt kann man das ausgewählte Schnittteil "durchrädeln".

edit: Ich stecke auch die Nahtlinien zusammen, ich mag es nämlich, auf der Linie zu nähen. Deswegen war ich früher kein Fan von Schnittmustern mit eingebauter Nahtzugabe. Wenn ich mich am Rand orientiere wird meine Naht, finde ich, nicht so exakt wie wenn ich direkt auf der Linie bin. Die Zugabe ist ja oft 1 cm und das ist natürlich viel mehr als mein halbes Nähfüßchen! Inzwischen finde ich die aber ganz gut, weil dann dieses doofe Nahtaufeinanderstecken wegfällt und ich zunehmend in der Lage bin, einigermaßen parallel zum Rand zu nähen :wink:
(Man merkt, dass ich echt nur dilettiere)
Das halbe Füßchen ist meistens 0,75cm breit, also gar nicht mal so viel weniger als 1cm.
Ich kenne mehrere Maschinen, bei denen man die Nadelposition verstellen kann, sodass der Abstand zur Kante dann doch genau 1cm ist.
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon BeRúThiel » 19. Feb 2021, 15:29

Danke Miss Porter! :knuddel:
Das muss ich gleich beim Regenbogenkleid ausprobieren.

Ja, bei meiner Maschine kann man die Nadelposition auch verstellen, inzwischen mache ich das manchmal, wenn mir die Nahtzugabe zu großzügig vorkommt. Dass das Füßchen so breit ist hätte ich nicht gedacht, ich hätte es auf 0,5 cm geschätzt. Das erklärt die Nahtzugabe von 0,7 bei manchen Schnittmustern. Muss ich glatt mal nachmessen.
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Lenmera » 19. Feb 2021, 15:53

Für viele Maschinen gibt es auch einen Abstandmarkierer im Zubehör. Eins von den Teilen, bei denen niemand weiß wofür das eigentlich ist, aber es ist eben mit dabei :lol:
Das ist ein L-förmiger Metallbügel, der an der Füßchenstange befestigt wird und in beliebigem Abstand festgeschraubt werden kann. Sehr praktisch, wenn die Nahtzugabe an der Seitennaht 2 cm beträgt, dann kann man nämlich die Stoffkante einfach innerhalb des Bügels entlanglaufen lassen und muss nicht dauernd hin und her schauen.

Was auch eine gute Möglichkeit ist:
Mit Washitape die Breite der Nahtzugabe an der Maschine markieren und den Stoff da entlang führen.

Edit:
Autocorrect meinte, dass ich einen Anstandmarkierer bräuchte. Als ob es da so viel zu markieren gäbe :mrgreen:
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Miss Porter » 19. Feb 2021, 15:56

Für Abstandsmarkierer bin ich zu faul :angel:
Wenn ich mal eine ungewohnte Nahtzugabe habe, benutze ich wie Lenmera Washitape.
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Lenmera » 19. Feb 2021, 16:00

In der Ausbildung war der Standard an jeder Maschine und ich fand es immer sehr angenehm, da wir doch recht wechselhafte Nahtzugaben hatten.
Aber das meiste hat bei mir eh Standardnzg, da ist mein Augenmaß inzwischen gut genug.
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Cylia » 19. Feb 2021, 16:59

Ich hab Abstandslinien auf meiner Stichplatte in cm und inch. Das ist durchaus praktisch ^^ den Abstandsmarkierer nehme ich zum parallel absteppen. Und an der Uni hatten wir starke Magnete mit einer Führungsschiene, die wir mit der passenden Nahtzugabe angebracht haben(edit: Saumhilfe heißen die wohl, falls sich jemand für interessiert). Die Füßchen bei den Schnellnähern sind aber auch deutlich schmaler, da war es nicht so einfach mit sich bei 1cm NZ zu orientieren. Stecknadeln durften wir dort zwar übrigens benutzen, aber wir wurden angehalten möglichst darauf zu verzichten.
*~*Your life is yours alone. Rise up an live it*~*
aus: "Das Schwert der Wahrheit" von Terry Goodkind
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