Häkelworkshop -- Häkeln kann mehr als man denkt!

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aprilnärrin
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Häkelworkshop -- Häkeln kann mehr als man denkt!

Beitrag von aprilnärrin »

Ich werde die nächsten Tage sicher immer mal wieder ein bisschen an dieser "Anleitung" pfeilen, es kann sich also noch ein bisschen was ändern und mehr Inhalt wird folgen. Ergänzungen und Tipps könnt ihr auch gerne per PN schichen, sowie natürlich jederzeit Fragen stellen (;

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Hallo, willkommen zu einem kleinen Häkelworkshop.

Immer wieder stellen Menschen erstaunt fest, dass Häkeln eigentlich eine ziemlich vielseitige Technik sein kann und gar nicht unbedingt so hässlich ist. Also vielleicht ja eine schöne Wolltechnik, die man sich mal aneignen könnte. Ich möchte hier eine Art von Workshop posten, der euch den Einstieg in die Häkelei erleichtern soll. Natürlich seid ihr selbst eure eigenen Kursleiter, aber oft schreckt einen einfach das Überangebot davon ab, sich in ein neues Hobby einzuarbeiten. Deswegen gibt es hier eine Auswahl von mir, was ihr an Materialien braucht und wo ihr gute Infos und erste Projekte findet. Ausserdem eine kleine Übersicht, was es alles an verschiedenen Techniken gibt, die euch noch mehr Möglichkeiten geben, euch kreativ mit Wolle auszuleben.

Inhaltsverzeichnis
  1. Materialien zum Start
    • Häkelnadeln
    • Wolle
    • Sonstiges
  2. Anfang und erste Maschen
    • Wie halte ich die Häkelnadel?
    • Wie fange ich an, welche Grundmaschen gibt es?
    • Was erwartet mich in Häkelanleitungen? Was ist Häkelschrift?
  3. Links zu Anleitungen
    • Anleitungen für Anfänger
    • Anleitungen mit etwas mehr Herausforderung
    • Komm gib's mir, ich will's wissen Anleitungen
    • Seiten mit vielen verschiedenen Anleitungen
  4. Tipps und Tricks
    • Vorbereitung
    • Fest vs. locker häkeln
    • Anfänge
    • Fehlern vorbeugen
    • Wendeluftmaschen
    • Garnverbrauch abschätzen
    • Häkelarbeit sicher zur Seite legen, auch unterwegs
    • Beenden & Vernähen
    • Waschen und Spannen
  5. Techniken und verschiedene Arten des Häkelns
Zuletzt geändert von aprilnärrin am 12. Apr 2020, 18:44, insgesamt 7-mal geändert.
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Häkelworkshop -- Materialien zum Start

Beitrag von aprilnärrin »

Materialien zum Start

Zum Häkeln braucht ihr vor allem Wolle und eine (passende) Häkelnadel. Achja, und eine Schere, sowie eine Stopfnadel, um Fäden an euren Häkelarbeiten zu vernähen. Das ist eure Grundausstattung. Natürlich kann man sich noch mehr Schnickschnack holen, aber diese 4 Dinge solltet ihr bereit halten.

Häkelnadeln
  • Welches Material euch taugt, müsst ihr leider selbst herausfinden. Bei günstigen Häkelnadeln würde ich immer zu welchen mit einer Metallspitze raten, andere Materialien gleiten vielleicht mit der Wolle zusammen nicht so gut und das frustet dann nur, oder sie sind schlecht verarbeitet (scharfe Grate an Plastikköpfen etc.). Holz kann sehr schön sein, muss aber auch glatt und gut verarbeitet sein. Der Nachteil an Holz: es kann brechen, wenn ihr zu fest häkelt. (Es eignet sich daher zum Beispiel nicht für Amigurumis!)
  • Wer nicht gleich in ein ganzes Set investieren möchte, kann sie einzeln kaufen. Für den Anfang ist eine 4er oder 5er nicht schlecht. Ansonsten sind die wichtigsten Nadelstärken um Accessiores (Tücher, Schals, Stulpen, Mützen) zu häkeln in etwa 3 - 3,5 - 4 - 4,5 - 5 - 5,5 - 6.
  • Es gibt viele günstige Sets mit mehreren Nadelstärken und Maschenmarkierern, die ihr beim Häkeln benutzen könnt, oft sind die auch gar nicht so schlecht, lest euch wenn möglich die Rezensionen dazu durch (fangt bei den schlechtesten an). Ich selbst habe (um meine chaotische Sammlung aufzustocken) so ein Set gekauft amazon-Link (Ich bekomme kein Geld dafür, das soll keine Werbung sein, nur, dass ihr das mal seht (; )
  • Ergonomische oder gerade Griffe? Auch das kommt stark auf eure Vorlieben an. Eventuell könnt ihr euch in einem Wollladen vor Ort beraten lassen.
Wolle
  • Im Grunde kann man mit allem Häkeln, was einem Faden ähnelt und reißfest ist (;
  • Wolle und Nadel sollten zusammen passen. Auf jeder Wollbanderole ist die Nadelstärke angegeben, wenn ihr euch also eine Wolle aussucht, schaut, was für eine Nadel (wenn kein Set vorhanden ist) euch zur Verfügung steht. Wenn man locker häkeln möchte, kann man auf die Nadelstärke auf der Banderole manchmal noch 0,5-1 Nadelstärke aufschlagen. Oder entsprechend abziehen, wenn es fester werden soll. Oft teste ich bei Projekten mit 2-3 Nadelstärken, welches Maschenbild mir mehr zusagt (das ist für das reine Erlernen der Maschen jetzt aber noch nicht wichtig, aber später dann).
  • Manchmal lassen sich Garne wie etwa Baumwolle nicht so flutschig verarbeiten, da kann es sich lohnen auch mal die Häkelnadel zu wechseln und mal Metall statt Holz zu verwenden oder umgekehrt.
  • Für den Anfang nehmt keine zu dünne Wolle, sucht vielleicht nach 4-5, am besten kein Schwarz, sonst seht ihr die Maschen nicht richtig und im Idealfall sollte die Wolle nicht zu elastisch sein, damit ihr lernt die Fadenspannung zu regulieren.
Sonstiges
  • Schere, um die Wolle abzuschneiden, wenn ihr eure Arbeit beenden wollt oder dann den Faden vernäht habt. Sie sollte nicht zu grob sein, falls ihr eine Stickschere habt, wäre das zum Beispiel gut. Aber erstmal würde auch die Küchenschere funktionieren
  • Stopfnadel ohne Spitze. Damit vernäht man dann, wenn alles geschafft ist, den Faden.
  • Auch beim Häkeln können Maschenmarkierer hilfreich sein. Damit man sie nicht versehentlich einhäkelt, gibt es für das Häkeln besondere: man kann sie wie Sicherheitsnadeln öffnen, so kann man sie in bestimmten Maschen (Rundenanfängen o.ä.) gut einhaken und verschließen, ohne sie zu verlieren.
  • Stecknadeln und ggf. eine Spannunterlage. Manche Häkelmuster kommen erst so richtig schön heraus, wenn man das Häkelwerk nach einem handwarmen Entspannungsbad aufspannt. Dafür nutze ich Bodenmatten, die man wie Puzzle zusammensetzen kann und eine Menge Stecknadeln. Aber das kommt dann, wenn ihr größere und kleinere Projekte mit Mustern in Angriff nehmt.
Zuletzt geändert von aprilnärrin am 21. Mär 2020, 10:42, insgesamt 2-mal geändert.

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Häkelworkshop -- Anfang und erste Maschen

Beitrag von aprilnärrin »

Anfang und erste Maschen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Häkelnadel zu halten. Hier könnt ihr ein bisschen rumprobieren, womit ihr am besten klarkommt.


Wie halte ich die Häkelnadel?
Dann kann es eigentlich auch schon losgehen. Ihr braucht nur eine Schlaufe und ein paar Basismaschen, die ihr ein wenig üben könnt, bis sie euch gut von der Hand gehen. Mit Luftmaschen, festen Maschen, halben Stäbchen und Stäbchen könnt ihr schon sehr viele anfängertaugliche Anleitungen werkeln. Ihr braucht also quasi nur 4 Maschen kennen und könnt schon loshäkeln. Im Folgenden also ein paar Videos. Wenn euch die Häklerinnen nicht liegen, könnt ihr euch selbst nochmal auf YouTube umschauen, es gibt sehr viel mehr.


Wie fange ich an, welche Grundmaschen gibt es?
Fadenspannung beim Häkeln
Fadenspannung ist immer ein schwieriges Thema. Bei manchen klappt das einfach so, bei anderen ist es eher ein längerer Prozess. Manche häkeln von Natur aus eher fest, andere eher locker, wichtig ist in jedem Fall, dass sie immer gleichmäßig ist.

Wichtig ist auch hier, dass man einfach probiert und seinen eigenen Stil findet. Ich bin zum Beispiel niemand, der den Faden über lange Zeit einfach über den Finger lose mitlaufen lassen kann. Oft wickel ich viel Faden um meinen linken Zeigefinger und "arbeite ihn ab". Das ist nicht sehr professionell, funktioniert für mich aber sehr gut. (Und ist wohl der Tatsache geschuldet, dass ich schon im Kindergarten häkeln lernte, manche Sachen behält man einfach bei.) Seid in jedem Fall offen rumzutesten.

Kleiner Tipp: Wer zu fest häkelt, kann das ganz gut ausgleichen, indem er immer eher eine höhere Nadelstärke nimmt, als für die Wolle angegeben ist -- und umgekehrt natürlich auch.


Wie erwartet mich in Häkelanleitungen? Was ist Häkelschrift?
Wer bereits strickt, hat spätestens hier einen Wissensvorsprung, wie man mit den verschiedenen Formen von Anleitungen umgeht. Es gibt hier auch verschiedene Vorlieben. Meiner Erfahrung nach ist es immer gut, wenn sich eine schriftliche Anleitung mit einer grafischen in Häkelschrift ergänzt, so kann man am ehesten Stellen besiegen, die man vielleicht nicht verstanden hat, oder wo eventuell mal ein Fehler in der Anleitung vorliegt. Aber kommen wir zu den Formen von Anleitungen:
  • Schriftliche Anleitung (beschreibend): Bei diesen Anleitungen wird überwiegend konkrekt geschrieben, was man als nächstes machen muss und zwar in einem mehr oder weniger ausführlichen Text, aber alles ist ausgeschrieben und man folgt dem, was da steht und arbeitet der Reihe nach (logisch (; ).
  • Schriftliche Anleitung (Kurzschrift): Diese Anleitungen sind so knapp wie möglich gehalten und bestehen nur aus Abkürzungen, zu den Maschen oder Arbeitsschritten, die als nächstes kommen. Das ist aber auch leicht zu bewältigen, denn am Anfang jeder Anleitung ist immer eine kurze Erklärung der Abkürzungen gegeben, man arbeitet auch hier, einfach der Reihe nach alle Anweisungen ab.
  • Häkelschrift (grafisch): Zu vielen Mustern gibt es auch eine grafische Darstellung. Jede Masche hat ihr eigenes Symbol und man sieht in der Grafik gewissermaßen genau, wie das Muster am Ende aussehen muss.
    Häkelschrift lesen lernen mit Beispiel Zierdeckchen
    Häkeln lernen, Grundlagen Häkelschrift lesen- Kreativ mit täschwerk

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Zuletzt geändert von aprilnärrin am 20. Mär 2020, 11:28, insgesamt 4-mal geändert.

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Häkelworkshop -- Links zu Anleitungen

Beitrag von aprilnärrin »

Links zu Anfängertauglichen Anleitungen
(wird noch weiter ausgebaut!)

Achtung: Es gibt viele Anleitungen auf deutsch, aber oft ist es doch irgendwie so, dass die richtig interessanten Sachen alle auf englisch zu sein scheinen. Das ist kein Problem, häkeln ist universell! Aber man muss ein bisschen aufpassen mit den Begriffen. Es gibt 2x englisch, die amerikanischen und englischen Häkler sprechen nicht das gleiche Häkelisch! In jeder Anleitung wird aber erwähnt, welche Terminologie benutzt wird und hier gibt es eine Übersetzungshilfe:
Anleitungen für Anfänger
Anleitungen mit etwas mehr Herausforderung
Komm gib's mir, ich will's wissen Anleitungen
Seiten mit vielen verschiedenen Anleitungen
Zuletzt geändert von aprilnärrin am 25. Mär 2020, 17:18, insgesamt 3-mal geändert.

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Häkelworkshop -- Tipps und Tricks

Beitrag von aprilnärrin »

Tipps und Tricks

Vorbereitung

Maschenproben können wichtige Hilfsmittel sein. Dabei sieht man nicht nur welchen Wollverbrauch man vermutlich habenwird, sondern man kann auch testen, welche Nadelstärke zur eigenen Fadenspannung und der Wolle passt, das muss nicht zwingend die auf der Wolle/in der Anleitung angegebene sein.
Ich persönlich mache Maschenproben nur bei passkritischen Kleidungsstücken, nicht aber bei Tüchern oder ähnlichem. Viele Anleitungen beinhalten auch keine Maschenproben, die man vorab testhäkelt, sondern eher die Aufforderung am Anfang der Arbeit einen bestimmten Bereich auszumessen, wie hoch die Reihen sind oder wie viele Maschen auf eine Breite von X passen. Hier messe ich auch meistens kurz nach, um zu gucken, ob es in etwa hinhaut.


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Fest vs. locker häkeln

Wie schon am Anfang des Workshops geschrieben, hat jede*r Häkler*in ganz individuelle Vorlieben und eine ganz individuelle Fadenspannung. Wichtig ist in jedem Fall, dass man gleichmäßig häkelt. Aber es kann auch Projekte geben, wo es von Vorteil ist entweder fester oder lockerer als gewöhnlich zu häkeln.

Wenn man Amigurumis, also kleine gehäkelte Tierchen/Dinge werkeln möchte, ist es von Vorteil sehr fest zu häkeln. Sehr feste Maschen ergeben ein insgesamt sehr festes Gewebe, das man bei diesen Dingen haben möchte. Und zwar weil die Amigurumis einen gewissen Stand haben sollen, damit sie nicht in sich zusammenfallen. (Außer natürlich man möchte ein plüschig weiches Kuschetier). Ausserdem werden Amigurumis zumeist mit Fadenresten, Stoffresten oder Füllwatte gefüllt, damit die Maschen also nicht das Füllmaterial durchgucken lassen, sollten sie fest und eng sein. Es gibt sicher auch noch andere Anwendungen, bei denen sehr feste oder zumindest festere und enger stehende Maschen sinnvoll sind. Die Härte des Gewebes hängt hierbei auch von der Wolle ab.

Möchte man etwas elastisches Häkeln, ist es sinnvoll eher locker zu häkeln. Die meisten Anleitungen, die elastische Maschen gebrauchen, weisen darauf hin, dass man locker häkeln und lieber eine Nadel größer nehmen sollte. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass lockerere Maschen mehr Spiel bieten, wenn das Gewebe auf Zug kommt. Wer also zum Beispiel Beinstulpen häkeln möchte, die sich bequem an- und ausziehen lassen, braucht diese Elastizität. Auch sind Halstücher einfach deutlich flauschiger, wenn sie lockerer gehäkelt sind, als wenn es ein sehr festes Gewebe ist. Aber auch hier kommt wieder der Faktor Wolle ins Spiel.

Wie fest oder locker man häkelt, kann also auch von dem Zweck abhängen, für den man häkelt. Man kann darüber beeinflussen, wie sich das Ergebnis verhält und anfühlt. Die eigenen Vorlieben sind auch hier maßgeblich, es kann aber nicht schaden zu probieren und zu gucken, was einem für das jeweilige Projekt besser gefällt. Wenn man in der Lage ist sowohl fester als auch lockerer zu häkeln und sich auch die goldene Mitte erschließt, ist man in jedem Fall sehr flexibel und kann sich dem Projekt anpassen, das man gerade am Haken hat.


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Anfänge mit Luftmaschenkette

Fängt die Arbeit mit einer langen Luftmaschenkette an, bietet es sich zur Sicherheit an ein paar zusätzliche Luftmaschen zu häkeln, falls man sich verzählt hat. Die lassen sich am Ende auch leicht wieder aufmachen und es ist immer besser zu viele zu haben, als zu wenige. Geht natürlich nur, wenn die Kette nicht zu einem Ring geschlossen wird.

Anfänge für Kreise

Wenn man mit einem Kreis anfangen muss, kann man statt einer Luftmaschenkette auch einen Fadenring/Magic Loop verwenden. Das ist zum Beispiel bei Mützen sehr praktisch. Video zum Fadenring: Extra ausführlich: Fadenring häkeln für Mitte ohne Loch - Anfängergeeignet


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Fehlern vorbeugen

Vor allem wenn man ein recht eintöniges Muster häkelt, kann es passieren, dass man hier und da mal unaufmerksam wird und sich Fehler einschleichen. Zum Beispiel am Reihenende passiert es schnell mal eine Masche zu wenig oder zu viel zu arbeiten. Oder man vergisst eine Zu- oder Abnahme zu machen. Um solchen Fehlern vorzubeugen, lohnt es sich öfter mal die Maschen nachzuzählen. Viele schriftliche Anleitungen geben an, wie viele Maschen am Ende einer bestimmten Reihe entstanden sein müssen. Wenn man hier hin und wieder mal nachzählt und es mit der Anleitung abgleicht, fällt einem schnell auf, ob man sich irgendwo vertan hat. Mich hat das schon öfter davor bewahrt nicht ganze Arbeiten aufmachen zu müssen, sondern im Zweifel nur wenige Reihen.


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Wendeluftmaschen

Beim Häkeln in Reihen muss man am Ende der Reihe die Arbeit wenden und dann natürlich für feste Maschen, halbe Stäbchen, Stäbchen etc. an Höhe gewinnen, damit man die neue Reihe normal weiterhäkeln kann. Hier gibt es verschiedene Methoden, um Höhe zu gewinnen, die sich verschieden auf das Maschenbild auswirken.

1. Maschen durch Luftmaschen ersetzen
Man gewinnt am einfachsten Höhe, wenn man das erste Stäbchen durch Luftmaschen ersetzt.
wobei folgende Verhältnisse gängig sind:
feste Masche = 1 Luftmasche
halbes Stäbchen = 2 Luftmaschen
Stäbchen = 3 Luftmaschen
Doppelstäbchen = 4 Luftmaschen
etc.
Achtung: Je nach Wolle, Muster oder Häkler*in können hier löchrige Reihenanfänge entstehen, vor allem bei sehr gleichmäßigen Wollen mit glatterer Oberfläche (Baumwolle z.B.).

2. Wendeluftmaschen + normale Masche im Muster
Hier werden ebenfalls zunächst Luftmaschen entsprechend der benötigten Masche gearbeitet, also z.B. 3 für ein Stäbchen. Anschließend arbeitet man dann die erste Masche für die neue Reihe in genau die gleiche Masche der Vorreihe, aus der auch die Luftmaschen aufsteigen. Dadurch wird der Rand dichter. Hier muss man allerdings aufspassen, dass man am Ende der Reihe nicht versehentlich eine Masche zu viel arbeitet.
Achtung: Je nach Wolle, Muster oder Häkler*in kann der Reihenanfang damit etwas knubbeliger werden, vor allem bei sehr fluffigen Wollen.

3. Feste Maschen statt Wendeluftmaschen
Eine weitere Methode, um den Reihenanfang etwas dicker, aber vielleicht nicht zu dick, zu bekommen, ist das Ersetzen durch feste Maschen. Ein Fototutorial ist bei maschenzaehler.de zu finden.
Fototutorial: Reihenanfang ohne Lücke von den Wendeluftmaschen
Achtung: Das habe ich selbst noch nicht ausführlich getestet, weil ich bisher sehr gut mit der 2. Methode klarkomme.

Im Zweifel gilt wie bei allem: Die Methode, die man wählt muss zu einem passen und vor allem auch zu der Kombi aus Häkelnadel und Wolle, daher kann es sich lohnen einfach alles mal durchzutesten, wenn ihr ein neues Projekt anfangt. Ansonsten könnt ihr euch bei Anleitungen auch einfach an das, was in der Anleitung steht, halten. Oft haben sich die Häkler*innen etwas dabei gedacht verschiedenen Methoden den Vorzug zu geben.


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Garnverbrauch abschätzen

Wer sich fragt, wie weit er*sie mit seinem Garn bei einem bestimmten Häkelstück noch kommt, kann die Küchenwaage zu Hilfe nehmen. Am besten sollte es eine Waage sein, die mindestens aufs Gramm genau wiegen kann.
Man wiegt vor einer Reihe das Garn und danach. Sind alle Reihen gleichlang, weiß man nun, wie viel Garn man pro Reihe ca verbraucht und kann abschätzen, für wie viele Reihen das Garn noch reichen wird. Wird jede Reihe aufgrund von Zunahmen länger, muss man öfter zwischendurch mal wiegen, um noch abschätzen zu können, wie viel Garn man noch brauchen wird.
Neigt sich das Garn dem Ende zu, sollte man öfter mal wiegen, denn so weiß man schnell, wann man noch eine letzte Reihe schafft und wann es sich nicht mehr lohnt noch eine Reihe draufzusetzen (bei vielen Anleitungen kann man ja etwas beliebig groß machen, hier ist es vor allem sinnvoll).
Das gleiche geht natürlich auch, wenn es sich nicht um einzelne Reihen handelt, sondern um Muster, die sich vielleicht über 3 oder 4 Reihen strecken. Allerdings wird es dabei etwas schwieriger, wenn zugleich bei jeder Reihe noch Maschen hinzukommen.


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Häkelarbeit sicher zur Seite legen, auch unterwegs

Häkelprojekte lassen sich super gut unterwegs mitnehmen, aber auch zu Hause sollte man sie gut verstauen, damit nichts aufgeht. Vorteil: Man braucht nur eine Nadel und ein Häkelprojekt hat üblicherweise nur eine einzige Schlaufe, die aufgehen kann, die Arbeitsschlaufe. Projektbeutel (von einfachen kleinen Tüten bis hin zu gekauften oder genähten Beuteln ist alles denkbar) schützen meistens das Häkelprojekt und die Wolle schon sehr gut. Aber trotzdem kann es vorkommen, dass einem die Häkelarbeit etwas aufribbelt, wenn man z.B. beim Rausholen nicht aufpasst.
Die einfachste Variante die Arbeit zu sichern, ist, die Arbeitsschlaufe sehr lang zu ziehen. Falls man dann mit dem Faden irgendwo hängen bleibt, zieht man nicht direkt alles auf, sondern nur am Arbeitsfaden.
Die zweite, ebenfalls recht einfache, Variante erfordert einen Maschenmarkierer oder eine Sicherheitsnadel. Wenn man einen der Maschenmarkierer, die man öffnen kann, (oder die Sicherheitsnadel) in die Arbeitsschlaufe einhängt, kann sich die Schlaufe nicht rausziehen und die Arbeit ist gesichert. Tada!


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Beenden & Vernähen

Um eine Arbeit zu beenden, häkelt man einfach bis zur letzten Masche, schneidet dann den Faden ab -- ich lasse etwa 10-15cm zum Vernähen überstehen -- und zieht den Faden ein letztes Mal mit der Häkelnadel durch die Schlaufe. Gut anziehen und fertig ist es. Naja fast, Vernähen müsst ihr noch.

Wenn ihr so paranoid seid wie ich, was aufgehende Fäden angeht, kann es helfen, beim Vernähen auch ruhig durch den Faden selbst zu stechen, den man gerade vernäht. Also man vernäht ein paar Stiche in die eine Richtung und wenn man dann nochmal zurückgeht, näht man dabei durch den Faden durch, den man gerade vernäht.

Der Anfang einer Häkelnadel geht eigentlich nicht auf, hier braucht ihr nicht so wahnsinnig vernähen, oft reicht es, wenn man den überschüssigen Faden direkt beim Häkeln ein Stück weit mit einfasst und dann wegschneidet, was noch übersteht.

Wenn ihr etwas mit sehr elastischer Wolle arbeitet und die Arbeit auch noch spannen möchtet, würde ich empfehlen das Vernähen erst nach dem Spannen und Trocknen zu machen. Wenn man vorher vernäht, kann es sein, dass man zu eng vernäht und nach dem Spannen sieht man diese Stellen dann wie kleine dicke Knubbel. Wenn ihr erst nach dem Spannen vernäht, kennt ihr schon das Ergebnis und könnt entsprechend vernähen, dass es optisch am wenigsten auffällt.

Video zum Vernähen: HÄKELN Fäden vernähen ganz einfach


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Waschen und Spannen

Es gibt auch beim Häkeln solche und solche Sachen, manche sind wunderbar, wie sie von der Nadel hüpfen und andere sehen etwas krumpelig aus. Vor allem große Tücher mit aufwändigeren Mustern kommen erst so richtig zur Geltung, wenn man sie ordentlich spannt.
Dazu werfe ich die Häkelarbeit ein bisschen in handwarmes Wasser. Bei Wolle kann man ein bisschen Wollwaschmittel oder Haarshampoo dazugeben. Das lasse ich dann kurz ein bisschen einweichen (nicht ewig) und spüle es dann gut aus. Wichtig ist, dass man nicht reibt, denn dabei kann die Wolle filzen; auch beim Trocknen nicht rubbeln.
Um das Stück aber nicht zu nass auszulegen, nehme ich ein großes Handtuch doppelt, breite darauf das Häkelstück ein bisschen aus und schlage das Handtuch darüber zusammen. 1-2mal falten und ein bisschen mit Händen und Knien draufrumkriechen. So drückt man das Wasser gut aus der Wolle, ohne sie Reibung auszusetzen.

Zum Spannen habe ich Bodenmatten, die man wie Puzzle zusammensetzen kann. Da bin ich in Form und Fläche flexibel. Und dann kommen bei mir einfach Stecknadeln dran, mit denen ich das Häkelwerk von der Mitte nach Außen dann feststecke, wobei ich drauf achte gleichmäßig zu ziehen und zu legen und festzustecken.
Wer keine Matten hat oder anschaffen möchte, kann es auch auf Teppichen und Sofas versuchen. Da würde ich aber immer noch 1-2 Lagen Handtücher drunterlegen, damit nicht alles durchfeuchtet wird.
Zuletzt geändert von aprilnärrin am 12. Apr 2020, 18:43, insgesamt 8-mal geändert.
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Häkelworkshop -- Techniken und verschiedene Arten des Häkelns

Beitrag von aprilnärrin »

Techniken und verschiedene Arten des Häkelns

Folgt.




---- Das hier ist das Ende des Workshops, ab hier gerne Fragen, Anregungen etc. ----
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Re: Häkelworkshop -- Häkeln kann mehr als man denkt!

Beitrag von spirit »

Darf ich hier direkt was fragen? Ich habe vor über einem Jahr zuletzt erbost die Häkelnadel weggepfeffert. :oops: Ich habe mich an einfachen Teilen versucht, einfach nur geradeaus häkeln, zB wie einen Schal oder ein Stirnband.
Nun ist es mir oft passiert, dass ich offenbar beim Wenden einen Fehler gemacht habe und die Maschenzahl dann nicht mehr stimmte. Das Ergebnis sah dann löchrig oder wie ein Trapez aus. Leider konnte ich auch durch wiederholtes YouTube-Schauen meinen Fehler nicht entlarven.
Hast du eine Idee bzw gibt es typische Anfängerfehler?

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Re: Häkelworkshop -- Häkeln kann mehr als man denkt!

Beitrag von aprilnärrin »

spirit hat geschrieben:
16. Mär 2020, 17:26
Darf ich hier direkt was fragen?
Na klar, alles was so gefragt wird, kann ich gerne dann auch immer noch nachpflegen.

Nun ist es mir oft passiert, dass ich offenbar beim Wenden einen Fehler gemacht habe und die Maschenzahl dann nicht mehr stimmte. Das Ergebnis sah dann löchrig oder wie ein Trapez aus. Leider konnte ich auch durch wiederholtes YouTube-Schauen meinen Fehler nicht entlarven.
Hast du eine Idee bzw gibt es typische Anfängerfehler?
Ja, eine Idee habe ich. Es gibt da oft Probleme (manchmal verhaue ich mich da selbst noch), wie das mit dem "Aufstieg" bei Reihen ist. Der Knackpunkt ist immer, dass man genau in der Anleitung lesen muss, ob Reihen mit oder ohne Wendeluftmaschen gearbeitet werden.
Ohne:
Arbeitet man ohne Wendeluftmaschen, dann machst du (bei einem halben Stäbchen) 2 Luftmaschen und arbeitest dann die nächste Reihe das erste halbe Stäbchen in die nächste Masche der vorherigen Reihe, d.h. nicht in die Masche, aus der die 2 Luftmaschen kommen, sondern die Masche danach. Dabei entsteht in der Regel am Reihenanfang immer ein kleines "Loch", weil die Wendeluftmaschen nie so plüschig sind wie ein halbes Stäbchen.
Mit: Arbeitet man mit Wendeluftmaschen, dann macht man 2 Wendeluftmaschen, wendet die Arbeit und sticht das erste halbe Stäbchen der neuen Reihe in die gleiche Masche, aus der auch die Wendeluftmaschen rauskommen. Diese Masche zählt dann als EINE Masche. und ist leicht plüschiger als ein normales halbes Stäbchen.

Wenn man mit Wendeluftmaschen arbeitet, passiert es aber leider schnell, dass man dann am Ende einer Reihe versehentlich eine Masche zu viel oder zu wenig arbeitet, weil es halt etwas anders aussieht und man das Gefühl hat, dass da noch was fehlt/nichts mehr hin sollte. Da hilft nur, dass man einfach öftert zwischen durch alle paar Reihen mal nachzählt, ob man wirklich immer die richtige Anzahl an Maschen macht. Sonst muss man später zu viel wieder aufmachen. (Ich habe da Erfahrung. ^^ )

Dass das ganze erstmal schief aussieht, passiert auch, wenn man alles richtig macht. Es wirkt immer leicht gnubbelig mit Wendeluftmaschen oder eben zu locker ohne. Aber hier kann man je nach Objekt auch nach der Fertigstellung dann mit einem Entspannungsbad und dem Spannen nachhelfen. Dazu soll auch noch etwas kommen. :)

Ich schaue mal, ob ich speziell dazu noch eine gute Anleitung finde, ansonsten versuche ich das mal mit Bildern selbst darzustellen. Kommt auf meinen Arbeitszettel. :wink:

Ich hoffe das war vielleicht schonmal ein bisschen hilfreich und ich konnte das gut erklären.
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Re: Häkelworkshop -- Häkeln kann mehr als man denkt!

Beitrag von Cyra »

Ich würde auch auf die Wendeluftmaschen tippen. Mit W-LM bekommt man einfach keinen graden Rand und das führt dazu, dass man automatisch dazu neigt eine Masche zuviel zu häkeln. Ohne W-LM ergibt definitiv einen besseren Rand, man muss nur darauf achten, die passende Anzahl W-LM zur Höhe der Grundmaschen zu nehmen (je nach dem wie eng oder locker man häkelt, kann das auch mal eine anderen Zahl als üblicherweise empfohlen sein)

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Re: Häkelworkshop -- Häkeln kann mehr als man denkt!

Beitrag von aprilnärrin »

Cyra hat geschrieben:
17. Mär 2020, 00:14
Ich würde auch auf die Wendeluftmaschen tippen. Mit W-LM bekommt man einfach keinen graden Rand und das führt dazu, dass man automatisch dazu neigt eine Masche zuviel zu häkeln. Ohne W-LM ergibt definitiv einen besseren Rand, man muss nur darauf achten, die passende Anzahl W-LM zur Höhe der Grundmaschen zu nehmen (je nach dem wie eng oder locker man häkelt, kann das auch mal eine anderen Zahl als üblicherweise empfohlen sein)
Ich mag lieber den Rand mit Wendeluftmaschen, weil ein Rand, der nur mit Steigemaschen gemacht wird immer etwas löchrig aussieht. Kommt natürlich auf die Wolle und das Projekt an. Deswegen würde ich es auch arbeiten, wie es in der Anleitung (wenn eine vorhanden ist) gemacht wird. Ansonsten würde ich sagen, was der bessere Rand ist, ist Geschmackssache.

Wer das mal visuell erfassen möchte, ich habe hier kleine Beispielschnippsel, die ich für den Häkelworkshop des Burgtreffens 2016 gemacht habe. Die unteren beiden langen Teile sind je unterschiedlich gehäkelt. Das obere Teil ist das Stück ohne Wendeluftmaschen, nur mit den Steigemaschen, das untere Teil ist mit Wendeluftmaschen gearbeitet.
Bild
Und hier sind die Sachen nichtmal gespannt. Wolle ist eine günstige Baumwolle. Bei einer fluffigen Woll-Wolle, die elastischer ist, würde der Rand etwas gnubbeliger aussehen, aber wie gesagt, kann man da auch noch nachhelfen, indem die Arbeit nach dem Werkeln spannt.

Von daher würde ich jedem immer auch empfehlen auszuprobieren, was besser gefällt.
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Cyra
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Re: Häkelworkshop -- Häkeln kann mehr als man denkt!

Beitrag von Cyra »

Ich denke, dass ist auch eine Frage, wie man häkelt. Bei mir sehen die Ränder ohne W-LM nie so löchrig und mit W-LM viel, viel knubbeliger aus.

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aprilnärrin
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Re: Häkelworkshop -- Häkeln kann mehr als man denkt!

Beitrag von aprilnärrin »

Cyra hat geschrieben:
17. Mär 2020, 12:49
Ich denke, dass ist auch eine Frage, wie man häkelt. Bei mir sehen die Ränder ohne W-LM nie so löchrig und mit W-LM viel, viel knubbeliger aus.
Ja auch das, aber es liegt eben auch an der Wolle, wie gesagt, und an den Maschen selbst. Man sieht ja an den beiden Beispielen auch, dass bei festen Maschen kaum ein Unterschied bei mir zu erkennen ist, wohingegen es, je höher die Maschen werden, immer offensichtlicher wird. Das Verhältnis Nadelstärke zu Garnstärke spielt natürlich auch eine Rolle. Da gibt es einfach so viele Faktoren, dass es eben wichtig ist, das selbst ein bisschen zu probieren. :)
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Re: Häkelworkshop -- Häkeln kann mehr als man denkt!

Beitrag von batgirl »

Dankeschön für den liebevollen Workshop, vielleicht kapier ich dann auch mal was und kann mich irgendwann mal an einem Drachenschwanz und an der Lotusjacke versuchen :angel:
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Re: Häkelworkshop -- Häkeln kann mehr als man denkt!

Beitrag von Cyra »

Ich häkel ja auch schon seit dem Kindergarten und mich haben einige Punkte in der Anleitung doch stutzig gemacht. Kann es sein, dass du ausgesprochener Lockerhäkler bist? Für mich als ausgesprochener Festhäkler würden nämlich vorallem die Tipps zur Nadelstärke überhaupt nicht funktionieren :gruebel:

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Re: Häkelworkshop -- Häkeln kann mehr als man denkt!

Beitrag von aprilnärrin »

Cyra hat geschrieben:
20. Mär 2020, 17:12
Ich häkel ja auch schon seit dem Kindergarten und mich haben einige Punkte in der Anleitung doch stutzig gemacht. Kann es sein, dass du ausgesprochener Lockerhäkler bist? Für mich als ausgesprochener Festhäkler würden nämlich vorallem die Tipps zur Nadelstärke überhaupt nicht funktionieren :gruebel:
Früher habe ich sehr fest gehäkelt. Seit ich mit der Nadelstärke hochgegangen bin, kann ich sehr gut (mit etwas Übung) auch lockerer häkeln. Deswegen der Tipp, wenn man sehr fest häkelt, eine Stärke höher zu nehmen. Das habe ich so aus meiner Erfahrung aufgeschrieben und auch bei anderen Tutorials inzwischen so gelesen, während ich dafür nochmal recherchiert habe.

Aber klar, jeder häkelt individuell und ich kann nur das beschreiben, was bei mir funktioniert hat. Wenn Du einen Tipp hast, der Dir hilft lockerer zu werden, wenn es sein muss, kann ich den auch gerne einpflegen. :)
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