Vier-Jahreszeiten-Langzeit-Projekt

Zur Dokumentation von laufenden Projekten. Zeigt her in Wort und Bild, was ihr gerade näht oder bastelt.

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Jeijlin
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Re: Vier-Jahreszeiten-Langzeit-Projekt

Beitrag von Jeijlin »

Der Farbverlauf ist toll! - Und es ist so schön groß :D.

wuselfrau
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Re: Vier-Jahreszeiten-Langzeit-Projekt

Beitrag von wuselfrau »

*whooooptz*, das Tuch ist toll <3 :yes:
Gerade auch in den Farben :up:
...walk unafraid...

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Miss Porter
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Re: Vier-Jahreszeiten-Langzeit-Projekt

Beitrag von Miss Porter »

Nachteil des Abnehmens:


Da war mal eine Schnürlücke...
(Oben könnte ich es auch auf Stoß schnüren, am eigenen Rücken ist das nur immer etwas fummelig)

Projekt Tournürenoutfit liegt damit wohl noch ein bisschen mehr auf Eis als sowieso schon. Meine Lust darauf, ein Korsett zu ändern, hält sich doch sehr in Grenzen.
Dafür habe ich inzwischen Schnittmuster für meinen Hobbit und auch endlich wieder freie Wochenenden.
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Goldkind
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Re: Vier-Jahreszeiten-Langzeit-Projekt

Beitrag von Goldkind »

Ach, das ist ja schon ein bisschen ärgerlich. :?
Aber du hast ja noch einige Projekte vor dir, vielleicht kommt die Lust dann wieder! :)

Ich weiß ich bin etwas spät dran, aber das Tuch ist ja toll geworden :yes:
Magst du verraten, was das für ein Muster ist? Und woher der bobbel ist? :angel:
Ich hoffe ich hab's nicht 0berlesen. :oops:

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Re: Vier-Jahreszeiten-Langzeit-Projekt

Beitrag von Miss Porter »

Das Muster ist dieses hier.
Den Bobbel finde ich nicht mehr. Ich habe ihn bei Ebay gekauft. Er war 3fädig, 400g schwer und hatte 2000m Lauflänge. Die Farben sind laut Etikett Froschgrün, Absinth, Tanne und Schokolade. Das Material ist 50% Baumwolle und 50% Acryl. Ich hoffe, das hilft ein bisschen weiter :/


Ja, das mit dem Korsett ist ärgerlich.
Insgesamt schwanke ich auch gerade zwischen "endlich habe ich wieder Zeit, was für mich zu nähen!" und "ich will ja jetzt nicht aufhören mit Abnehmen*, also passt der Kram schon bald nicht mehr, es lohnt sich also eigentlich gar nicht, überhaupt anzufangen"... :/
Aber da ich neue Schnittmuster gekauft habe, viele Dinge machen und dabei neue Dinge lernen möchte und eventuell dieses Jahr noch eine kleine Mottoparty gebe, sollte (und möchte) ich die Zeit für das eine oder andere Projekt nutzen. Ob das dieses Wochenende schon klappt, weiß ich nicht, denn ich sollte dringend ein bisschen aufräumen, Kram sortieren und außerdem endlich mal wieder ausschlafen... Also mal sehen, was wird.



*Zwar habe ich schon etwas abgenommen, ich bin aber immer noch übergewichtig. Keine Panik also, dass das ungesund vonstatten geht - ich will nur ein gesünderes Gewicht erreichen. Ist besser für Herz, Knie, die allgemeine Gesundheit und irgendwann, wenn ich mal alt bin, auch besser für die Pflegekräfte, weil die dann nicht so schwer heben müssen ;)
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Re: Vier-Jahreszeiten-Langzeit-Projekt

Beitrag von Miss Porter »

Es geht langsam voran.

Vermutlich wird mein erster Hobbit bzw der erste Ausflug ins 18. Jahrhundert allerdings nicht grün (wie es geplant war und passend zum Tuch wäre), sondern blau und eher maritim. Der Stoff, den ich für die heute begonnene Chemise ausgesucht habe, hat nämlich süße kleine Anker aufgedruckt und ich habe noch einen blau-weiß-gestreiften Stoff... (der ursprünglich mal das Tournüren-Outfit werden sollte, aber vermutlich wäre der dafür etwas zu wenig gewesen und außerdem liegt das ja gerade auf Eis...)




Außerdem habe ich ein Schnürbrust-Probeteil genäht. Ich habe dieses Schnittmuster benutzt und das passt so auf Anhieb schon ziemlich gut (erstaunlicherweise). Speck ist ja formbar ;)

Einfach nur das Schnittmuster zu nähen ist mir aber, wie wir ja inzwischen wissen, zu einfach.
Im Gegensatz dazu ist eine Schnürbrust mit ausschließlich Rückenschnürung ohne Hilfe anziehen ganz und gar nicht einfach.
Also wollte ich eine Schnürbrust mit Stecker, wie man sie hier und hier sieht. Dafür habe ich aber kein Schnittmuster gefunden.

Meinen Probe-Stecker habe ich nach diesem Muster gemacht, bin aber nach den Videos unsicher, ob ich ihn unten so schmal lassen soll oder ob ich nicht doch besser glatte statt geschwungene Seiten mache. Ich vermute, dass die geradere Form auch leichter mit Stäben zu versteifen ist als die schmale Spitze bei meinem Modell.
Das Vorderteil hatte ich für die erste Anprobe wie vorgesehen an der vorderen Mitte zusammengenäht. Das habe ich dann wieder aufgetrennt und die Seiten leicht schräg weggesteckt, um die Lücke für den Stecker und die Schnürung zu schaffen. Da muss ich mir noch überlegen, wie ich da die Tunnel und damit die Stäbe verteile.

Ob ich zu dem "Seaside-Hobbit" auch ein Jäckchen mache oder ob ich "nur" die Schnürbrust mit dem Streifenstoff beziehe (oder einem anderen passenden Stoff? Den müsste ich aber vermutlich erst kaufen) und die in diesem Video erwähnten Ärmel dazu mache.
Diese Entscheidung hat ja zum Glück noch Zeit, bis ich erst mal die Schnürbrust und den Rock fertig habe.



So oder so sind seit einiger Zeit die Taschen in Arbeit.

Mir das Stickzeug nehmen war abends auf dem Sofa neben dem Mitbewohner mit nicht allzu anspruchsvollem Fernsehprogramm irgendwie einfacher als jetzt allein... Aber ich hab hier keinen Platz für einen Fernseher... Hach, schlimm, schlimm.
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Re: Vier-Jahreszeiten-Langzeit-Projekt

Beitrag von Miss Porter »

Heute habe ich 42 Stücke vom Stahlband abgeschnitten, 168 Ecken abgeschrägt und 84 Endkappen angebracht. Jetzt haben ich und mein Handgelenk für eine ganze Weile wieder genug von meiner blöden Blechschere :roll:
Aber dafür sind jetzt alle Tunnel gefüllt und die linke Schnürbrust-Hälfte ist auch schon mit Leinen bezogen. Das habe ich in der Naht vorne und hinten mitgefasst und erst mal offen gelassen.



Dann habe ich die beiden Coutil-Lagen zusammengenäht, die Tunnel gesteppt und nach dem Befüllen das Leinen von Hand an der Seitennaht geschlossen. Anschließend habe ich an der oberen und unteren Kante durch alle Lagen geheftet und das überstehende Leinen weggeschnitten. Dadurch konnte ich übrigens auch ganz bequem auf der äußerer Coutil-Lage die Tunnel mit Bleistift markieren (ganz böse, ich weiß, das tut man nicht - aber hier sieht es ja keiner und sollte irgendwann die Innenseite durch den Bleistift vergrauen... Pupsegal!), da die unter dem Leinen verschwindet. Und die Innenseite bleibt jungfräulich weiß und un-ge-bleistiftet.




Fehlt nur noch die rechte Hälfte und dann eine Menge Schnürlöcher.


Außerdem fülle ich langsam mit Stoffresten diese "kidneys", wie sie im Schnitt bezeichnet werden. Die sind die "cheap alternative" zu Poschen und Panier und passen somit, wie ich finde, gut zum Grundgedanken "Hobbit". Da allerdings bei einem meiner Schnittmuster auch eins für Poschen enthalten ist, werde ich die vermutlich früher oder später auch machen. Ob das dann auch ein Hobbit wird ober ich dafür eine andere Ausrede finde, sehen wir dann ;) *hust* Good-Omens-Cosplay *hust* Aziraphale *hust*

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Re: Vier-Jahreszeiten-Langzeit-Projekt

Beitrag von Miss Porter »

Ich habe die Schneidematten und die schmalen Nähfüße in der Schule genutzt und jetzt haben die Teile Schrägband.





Nächste Schritte: Schrägband fertig annähen und dann sind die Schnürlöcher dran.
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Re: Vier-Jahreszeiten-Langzeit-Projekt

Beitrag von Miss Porter »


Schrägband ist angenäht. Schnürlöcher im Rücken sind fertig. Schnürlöcher vorne sind schon angezeichnet und mit denen werde ich später noch anfangen.
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Re: Vier-Jahreszeiten-Langzeit-Projekt

Beitrag von Miss Porter »



Ich habe eine Schnürbrust. Noch keine Chemise, deswegen das erste schnelle Anziehen mit Bluse.



Fühlt sich bisher gut an und sieht auch ziemlich genau so aus, wie ich sie mir vorgestellt habe. Als nächstes sollte ich dann mal die Chemise fertig machen.
Die Kidneys sind dummerweise bisher noch recht einseitig. Eine ist jetzt so weit gefüllt, dass ich sie für fertig erklären könnte, die zweite ist aber noch sehr dünn. Vielleicht muss ich also erst mal irgendwas anderes nähen, um Sto(p)ffreste zum Füllen zu haben... :gruebel:
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Re: Vier-Jahreszeiten-Langzeit-Projekt

Beitrag von Miss Porter »

Die Chemise hat einen Halsausschnitt. Der ist ein wenig an der Grenze zu "zu groß", aber - hey, was soll der Geiz? :P

Die Ärmel muss ich noch kürzen (das will ich machen, wenn ich irgendeine Art von Oberteil mit Ärmel habe, um eine passende Länge auszuwählen).
Ob ich das ganze Teil so (relativ) kurz lasse, muss ich noch abwägen. Ich muss schauen, wie viel vom Anker-Stoff noch übrig ist - aus dem würde ich gern Schürze und Fichu machen, wenn das klappt, und dann reicht es vielleicht nicht mehr, um die Chemise zu verlängern. Damit könnte ich aber auch leben.



Das (an mir) linke Polster ist noch etwas schwach auf der Brust (wie gesagt, ich muss irgendwas nähen für neue Stoffreste) und die beiden sind für die Anprobe auf einen schmalen Gürtel gefädelt statt auf ein Band - ich wollte noch keins abschneiden. Die helle Bettwäsche im Hintergrund ist suboptimal


Hier mit einem Rock, der maximal Unterrock wird - schon allein, weil er nicht auf die Mehrlänge an den Seiten ausgelegt ist [es sind 8,5cm mehr]. Und gestückelt. Und... überhaupt.
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Re: Vier-Jahreszeiten-Langzeit-Projekt

Beitrag von Miss Porter »

Ich hatte heute schon mal einen Text geschrieben, aber dann hat ihn das Internet gefressen... Neuer Versuch:

Also: Weil ich 1. Stoffreste zum Künstliche-Hüften-Ausstopfen brauche, 2. sowieso Pläne dafür habe und es 3. ja entsetzlich langweilig ist, nur ein Projekt in Arbeit zu haben und ohne Unterbrechung fertig zu machen, habe ich ein zweites Projekt angefangen und dafür die Epoche gewechselt: Auf ins Mittelalter!

Da hatte ich schon seit einer Weile Pläne für einen Bliaut mit schön großen Ärmeln (denn was sagt mehr "Mittelalter" als große Ärmel, richtig?). Den mache ich jetzt allerdings nicht. Vorerst.
Stattdessen eine Cotte mit Surcot, genauer: einem sogenannten Höllenfensterkleid.
Dafür habe ich grüne Seide und rotes feines Leinen - welcher Stoff welches Kleid wird, muss noch entschieden werden. Eventuell erledigt sich die Frage von selbst, falls ein Stoff nur für eins der beiden reicht, aber eigentlich sollte von beidem ausreichend vorhanden sein.

Für die Cotte habe ich heute den Schnitt gezeichnet. Dabei habe ich mich an einen Schnitt aus "Karfunkel Schnittmustersammlung II" gehalten. Darin sind die Schnitte jeweils nur in einer (Doppel-)Größe enthalten und leider gibt es keine Maßtabelle, aus der ersichtlich wäre, welche Körpermaße welcher Größe entsprechen (man kann also aus dem Schnitt auch nicht ableiten, wo eventuell wie viel Mehrweite enthalten ist, um das auf eine kleinere oder größere Größe zu übertragen). Also habe ich erst mal die angegebene Größe abgezeichnet mit dem Plan, nach dem Ausmessen die nötigen Änderungen vorzunehmen. Es stellte sich allerdings heraus, dass ich vermutlich recht gut in die angegebene Größe 40/42 passe - wer hätte das gedacht? Brust passt, Taille ist vielleicht sogar ein bisschen weit, nur um die Hüfte ist es etwas knapp. Aber da mir der Rockteil sowieso nicht weit genug ist (Saumweite nur etwa 2,4m), werde ich wohl einfach Keile einsetzen - Geren sind ja sowieso das historische Mittel der Wahl für Weite.
Beim Surcot werde ich das Glück wohl nicht haben, aber vermutlich kann ich da einfach an der hinteren/vorderen Mitte etwas erweitern - da ist ja nicht so viel Passform notwendig.
Aber das sehe ich zum Schluss - erst mal kommt die Cotte dran.
Und davor das Hemd. (Dabei muss ich nur schleunigst entscheiden, ob ich das Leinen benutze, das ich neulich gekauft habe, oder ob ich noch ein feineres kaufe. Da Kaufen aber leider immer mit Geldausgeben zu tun hat, werde ich vermutlich das nehmen, das ich habe.)
Und dann gibt es für die Cotte ein Probeteil, bevor ich den "guten" Stoff anschneide. Sicher ist sicher.
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Re: Vier-Jahreszeiten-Langzeit-Projekt

Beitrag von Miss Porter »

Natürlich habe ich erst mal kein Hemd genäht. Das wäre ja auch viel zu langweilig... Hauptsächlich habe ich mich immer noch nicht entschieden, ob ich das vorhandene Leinen nutze oder nicht.

Stattdessen habe ich das Cotte-Probeteil genäht. Wie erwartet ist es um die Hüfte zu eng - bzw., obwohl ich es schon erweitert habe, immer noch ziemlich knapp. Also: Keile. Obenrum passt es dafür so gut, dass ich keine Änderungen machen werde. Die Ärmel werde ich etwas kürzen und eventuell auch noch etwas enger machen.

Daneben habe ich, nachdem ich sie bei Hana gesehen habe, beschlossen, dass ich unbedingt auch eine Frauengugel brauche, und eine zugeschnitten (nach Maßen von hier). Zumindest der Oberstoff ist schon fertig, ich muss noch entscheiden, womit ich sie füttere - was etwas einfacher wäre, wenn ich schon ein passendes Kleid hätte. Vorher muss ich das Ding dann aber noch mal mit einer anderen Frisur anprobieren (Dutt mit Haarstab ist etwas unpraktisch für Kopfbedeckungen jeglicher Art).


Abgesehen davon ist mal wieder eine Zeit angekommen, in der ich mehr für andere Menschen nähe: Weihnachtsgeschenkezeit. Davon zeige ich hier aber nichts, sicher ist sicher ;)


Edit: Oh, und die "Kidneys" sind jetzt beide gefüllt. Nur zunähen muss ich sie noch und auf ein Band fädeln, dass könnte ich auch schon mit dem Rock für meinen "Seaside-Hobbit" starten.
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Re: Vier-Jahreszeiten-Langzeit-Projekt

Beitrag von Bluemoon »

Ich freu mich schon, wenn du hieran weiter schreibst. Dein Stil ist einfach herzig! ^_^ Die Projekte natuerlich auch. :)
Umwege erweitern die Ortskenntnis.

Wenn man könnte, wie man wöllte,
müsste man nicht wollen, was man kann.

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Re: Vier-Jahreszeiten-Langzeit-Projekt

Beitrag von Miss Porter »

Es war tatsächlich November, dass ich zuletzt hier berichtet habe? :shock:
Tatsächlich ist aber auch nicht besonders viel passiert seitdem.
Zugegeben, es ist Weihnachten passiert (samt Ferien! 2 Wochen am Stück! Kenne ich gar nicht mehr^^), es sind bis vor Kurzem immer mehr Proben passiert und schließlich letzten Samstag unser großes und sehr tolles 40-Jahre-Musicalgruppe-Jubiläumskonzert.
An meinem Nähprojekt ist dafür dann vergleichsweise wenig passiert. Immerhin: Ich habe das Hemd zugeschnitten (bis auf die Keile, die in die Seitennaht kommen) und begonnen, es zusammenzunähen. Die Ärmel sind bereits zusammengenäht und jetzt bin ich gerade dabei, die Ärmel ans Hauptteil zu nähen, das bisher nur ein großes Rechteck ist.

Ein weiterer Grund, warum das so lange dauert, ist, dass ich das komplette Outfit von Hand nähen möchte (mal sehen, ob ich das immer noch will, wenn das Hemd fertig ist...). Und da wir in der Meisterprüfung beim Handnähen immer einen Fingerhut benutzen müssen und ich das bisher nicht gewöhnt bin, will ich dieses Projekt nutzen, um mich ans Nähen mit Fingerhut zu gewöhnen.

Mit Metallfingerhüten kam ich noch nie klar.
Nähringe habe ich noch nicht in der passenden Größe gefunden.
Ein Fingerhut aus weichem Kunststoff funktioniert für mich auch nicht.
Zuletzt habe ich welche gefunden, die eine feste "Fingerspitze" haben und ansonsten aus Silikon oder ähnlichem weichem Kunststoff sind. Die sind an sich auch nicht schlecht. Das Problem ist, dass es die nur in wenigen Größen gibt und die eine Größe mir gerade so etwas zu klein ist, die nächstgrößere aber zu groß ist... Und nach etwas Benutzung ist der feste Teil schon zerstochen und ist somit nicht mehr für feine Stoffe geeignet, weil ich befürchten muss, dass ich irgendwo hängen bleibe und mir Fäden ziehe.
Und allen gemein ist das Problem, dass der Finger groß und klobig wird und ich kein Gefühl dafür habe, wo die Nadel jetzt eigentlich ist. So viel zu "mit Fingerhut kann man aber viel besser und schneller nähen!"...

Bis heute.
Denn heute bin ich endlich dazu gekommen, mir einen ganz einfachen Fingerhut aus Leder zu machen.


(Ich habe keine Ahnung, warum das Bild auf dem Kopf steht.)

Halleluja! Das funktioniert für mich. Ich habe immer noch Gefühl im Finger und habe trotzdem meinen Finger geschützt. Es lastet nicht der gesamte Druck auf dem Fingernagel, wenn er mal etwas länger ist (was bei mir immer noch relativ kurz ist). Voraussichtlich wird sich auch nicht so sehr Feuchtigkeit sammeln wie in geschlossenen Fingerhüten aus Metall oder Kunststoff.

Ich bin dann mal wieder bei meinem zweiten Ärmel und vermutlich einer weiteren Folge Good Omens mit Audiokommentar ;)
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