#FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: Power (Verena Güntner)

Zur Dokumentation von laufenden Projekten. Zeigt her in Wort und Bild, was ihr gerade näht oder bastelt.

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EsmeWetterwachs
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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: Rahmenbedingungen geschaffen!

Beitrag von EsmeWetterwachs »

Warum sehe ich das denn erst jetzt? Das ist ein großartiges WiP! <3 Darf ich die Idee eventuell weiterverwerten?

An kanonischen Autorinnen würde ich noch Christa Wolf und Mary Shelly ins Rennen werfen (und je nachdem, ob du nur Belletristik aufnimmst und wie deine politischen Positionen ansonsten aussehen, vielleicht auch noch Rosa Luxemburg und Hannah Arendt, ohne eine große Debatte anstoßen zu wollen). Im Fantasybereich wären Marion Zimmer-Bradley und Tracy Hickmann und Margaret Weis mit den Dragonlance Chronicles noch relativ prägend. Über deren feministische Gesamtaussage als auch die literarische Qualität lässt sich allerdings wirklich streiten. Und falls du an Frauen(figuren) im mediävistischen Bereich interessiert bist, schreib mir gern eine PN :)

Edit: Und völlig zu Unrecht vergessen habe ich noch Tove Jansson. Neben den Moomins hat sie auch mehrere Romane für Erwachsene geschrieben, darunter Sommarboken bzw. The Summer Book. Für mich ein weiterer Bonus: sie ist nicht hetero. Irgendwann hatte ich auch mal einen Roman von ihr über ein lesbisches Künstlerinnenpaar gelesen, dessen Name mir leider entfallen ist. Sobald er mir wieder einfällt, sage ich Bescheid.

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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: Rahmenbedingungen geschaffen!

Beitrag von Solanaceae »

Ah, da bin ich auch erst jetzt durch das Erwähnen im Lesethread auf dieses WIP gestoßen!
Super!
Ich muss sagen, dass ich eigentlich sehr sehr viele Frauen lese, wenn ich mir das so überlege, bzw. es recht ausgewogen ist bei mir.
Aber was ich gar nicht lese ist Chick-Lit und diese ganzen Young-Adult-Romance-Romane.
„Raum“ (auf aprilnärrins Foto) von Emma Donoghue fand ich extrem gut, den Film dazu übrigens auch!
Becky Chambers steht auch noch auf meiner Liste.
Autorinnen, von denen ich alles lese ohne den Klappentext zu kennen sind:
-Ursula Poznanski: Thriller für Teens als auch für Erwachsene
- Jodi Picoult: eine meiner liebsten Autorinnen, Romane, oftmals mit gesellschaftlichen Spannungsthemen, kontroverse Sichtweisen oftmals mit Gerichtsverhandlungen, „19 Minuten“ ist ihr Bestes m.M.nach, aber ich habe viele weitere Favoriten von ihr.
- Charlotte Roth: Romane, die (v.a.die deutsche) Geschichte zwischen 1913 und 1950 (oder teils bis heute) aufarbeitet, alle Bücher sehr gut!
Ähnlich fand ich auch Anja Baumheier, deren Romane vor allem die DDR-Zeiten umfassen.

Im Jugendbereich find ich Tabitha Suzuma megagut. So heftige Emotionen hab ich kaum bei einem Buch gehabt. (Aber richtige Trigger-bzw. Tabuthemen wie sex.Missbrauch bei Jungen u.a., ) Die Bücher zerstören richtig, daher bitte nur stabil lesen, aber weil sie so arg treffen, sind sie so wichtig und wahnsinnig gut geschrieben!

Mareike Fallwickls „Das Licht ist hier viel heller „könnte auch für einige hier etwas sein.
Lize Spit „Und es schmilzt“- sehr heftig, ungeschönt und doch grandios umgesetzt.
Was sagt ihr zu Delphin de Vigan? Sie steht noch auf meiner Liste...
Mir fällt bestimmt noch mehr ein, aber das war’s grad erstmal von mir😀
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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: Rahmenbedingungen geschaffen!

Beitrag von aprilnärrin »

Vielen Dank für die weiteren positiven Kommentare und eure Empfehlungen. Willkommen an alle neu hinzugestoßenen (:

Ravna hat geschrieben:
14. Mär 2020, 23:05
Wie cool, dass du auch die versetzten Buchstaben vom Buchdesign übernimmst. Und ich finde es spannend wie unglaublich dreidimensional der Rahmen mit dem Hashtag geworden ist, so haptische Dinge sind eh immer schön.
Danke (:
Stickerei ist eh das tollste in Sachen Haptik. Meine Nichte hat ganz begeistert ihren gestickten Namen auf der Krabbeldecke begrabbelt, als sie sie bekommen hat, und ich konnte es so nachfühlen. :lol:

EsmeWetterwachs hat geschrieben:
16. Mär 2020, 14:08
Warum sehe ich das denn erst jetzt? Das ist ein großartiges WiP! <3 Darf ich die Idee eventuell weiterverwerten?
Aber bitte, unbedingt! Und dann gerne auch zeigen (;
An kanonischen Autorinnen würde ich noch Christa Wolf und Mary Shelly ins Rennen werfen (und je nachdem, ob du nur Belletristik aufnimmst und wie deine politischen Positionen ansonsten aussehen, vielleicht auch noch Rosa Luxemburg und Hannah Arendt, ohne eine große Debatte anstoßen zu wollen).
Ich persönlich nehme auch Denkerinnen mit auf meinen Beutel auf, daher setze ich sie auch mal mit in die Sammlung. Speziell Hannah Arendt ist auch auf meiner Leseliste für dieses Projekt. (:


Ich hänge hier etwas hinterher, um ehrlich zu sein, aber ich bemühe mich heute mal den ersten Text und das zugehörige Stickbild herzuzeigen. (:
Grüße von der aprilnärrin

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#FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP

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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: Pixeltänzer (Berit Glanz)

Beitrag von aprilnärrin »

Ich hänge der Realität etwas hinterher, aber das liegt nur daran, weil ich Lesevorsprung habe, demnächst wird es dann vermutlich alles etwas entzerrter sein, dann gibt es auch "in Progress" zu sehen und zu lesen. Aber gut, hier kommt das erste gelesene Buch.

Zur Stickerei vorab:
Stich: Spaltstich, geeignet als Konturstich oder auch dicht gesetzt als Füllstich oder um andere Füllstiche mit einer Kontur zu unterfüttern
Farben: Rot 321, Gelb 728, Blau 825, Grün 320, Lila 327, Silberweiß (Rico) 291


Pixeltänzer von Berit Glanz

Bild

Die ersten Seiten von Berit Glanz’ Debütroman, mit dem technisch-verträumten Titel Pixeltänzer, werfen Leser*innen in ein seitenlanges Klischee eines jungen Start-Ups in Berlin. Jeder, der ansatzweise einen Blick in diese Szene dynamischer, technikorientierter Unternehmen geworfen hat, erkennt alles, sofort; man wird damit fast schon überrollt. Kurz könnte man Angst bekommen, dass es jetzt ein schneller Ritt in popliterarischer Manier wird, aber mit jeder Seite und jeder Annäherung an die Hauptfigur wird man tiefer in die ausgefeilten Details der Geschichte hineingezogen.

Zusammen mit Elisabeth, genannt Beta – ihres Zeichens Beta-Testerin in einem IT-Unternehmen (hier alle Wortwitze einfügen) –, verlässt der Leser nach und nach die durchtechnisierte Welt und taucht ein in eine ganz andere Welt: in die Vergangenheit.

Über eine neue App, die Menschen auf der ganzen Welt für 3minütige Weckanrufe anonym miteindander verbindet, gerät Beta an einen User namens Toboggan. Am Ende des Gesprächs fragt sie nach seinem Avatar, der ein fremdartiges Wesen zeigt. Er hüllt sich jedoch in Schweigen dazu und verlässt das Gespräch mit einem kleinen Hinweis.

Beta, die dieses Bild und diese stimmliche Begegnung nicht mehr loslässt, beginnt sich auf die Suche zu machen und folgt dem Hinweis. Sie wird dabei immer weiter in eine fast 100 Jahre alte Geschichte gezogen, die fortan ihre Gedanken begleitet.

Faszinierend ist, wie es hier gelingt, dass die verschiedenen Welten miteinander in Interaktion treten. Auf der einen Seite ist unser technisierter und digitalisierter Alltag und auf der anderen Seite tauchen wir tief in eine Geschichte aus der Vergangenheit ein. Die Technik wird nicht zugunsten einer vergangenen Geschichte beiseite geschoben; die Technik ist der Anlass und das Mittel diese spezielle vergangene Geschichte zu erschließen.

Bild

PS: Wer den Roman liest, könnte dabei auch herausfinden, warum ich mich für so viele und warum für genau diese Farben entschieden habe. :wink:
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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: Pixeltänzer (Berit Glanz)

Beitrag von aprilnärrin »

Texte ver-WIP-en, geht das? Keine Ahnung... aber ich habe den Text jetzt, weil ich unzufrieden war, nochmal etwas bearbeitet. Ich hoffe jetzt erzählt er etwas mehr, das er nicht sagt, weil natürlich nicht zu viel über das Buch gesagt werden soll.

Aktuell arbeite ich daran, mir endlich mal wieder einen funktionierenden Blog zuzulegen. Dafür möchte ich, dass die Texte auch irgendwie lesbar sind und gefallen. Nun, mal schauen wie zufrieden ich am Ende sein werde und welche Version dann online geht.



Pixeltänzer von Berit Glanz

Die ersten Seiten von Berit Glanz' Debütroman, mit dem technisch-verträumten Titel *Pixeltänzer*, werfen die Leser*innen die Start-Up Szene. Seitenlang wird ein junges Berliner Start-Up vorgestellt und jeder, der ansatzweise einen Blick in diese Szene dynamischer, technikorientierter Unternehmen geworfen hat, erkennt alles, sofort; man wird damit fast schon überrollt. Kurz könnte man Angst bekommen, dass es jetzt ein schneller Ritt in popliterarischer Manier wird, aber mit jeder Seite und jeder Annäherung an die Hauptfigur wird man tiefer in die ausgefeilten Details der Geschichte hineingezogen -- und begeistert.

Zusammen mit Elisabeth, genannt Beta -- ihres Zeichens Beta-Testerin in jenem IT-Start-Up (hier alle Wortwitze einfügen) --, verlassen die Leser*innen nach und nach die durchtechnisierte Welt und tauchen mit ihr ein in eine ganz andere Welt: in die Vergangenheit.

Über eine neue App, die Menschen auf der ganzen Welt für 3-minütige Weckanrufe anonym miteindander verbindet, wird Beta von einem User namens Toboggan angerufen. Am Ende des Gesprächs fragt sie noch, was für ein fremdartiges Wesen auf seinem Avatar abgebildet ist. Er hüllt sich jedoch in Schweigen und verlässt das Gespräch schließlich mit einem kleinen Hinweis. Beta, die dieses Bild und diese stimmliche Begegnung nicht mehr loslässt, beginnt sich auf die Suche zu machen. Sie wird dabei immer weiter in eine fast 100 Jahre alte Geschichte gezogen, die fortan ihre Gedanken begleitet. Mehr noch: Die Geschichte webt sich in ihr Leben und sie beginnt vor diesem Hintergrund auch ihr eigenes Leben zu reflektieren. Dabei nutzt sie alle zur Verfügung stehende Technik. Mit Beta steigen Leser*innen in ein dichtes Wissensnetz ein, dass sich unsichtbar und digital um uns herum befindet. Sie geht Pfaden nach, spürt an der Schnittstelle zwischen Greifbarem und Digitalem.

In Pixeltänzer werden wesentliche Themen aufgegriffen und miteinander vernetzt. Sei es das Arbeitsleben, das digitalisiert und durchoptimiert wird oder unser Privatleben, das von technischen Hilfsmitteln bestimmt wird oder ganz einfach die Möglichkeiten, die das Internet bietet, um Wissen zu erschließen und zu vertiefen. Und nicht zuletzt wird deutlich gezeigt, dass alte Geschichten nicht bedeutungslos werden, dass sie noch immer in unsere Zeit gehören, dass sie ihren Platz in diesem Wissensnetzwerk haben.

Faszinierend ist, wie es Berit Glanz gelingt, dass die verschiedenen Welten miteinander in Interaktion treten. Auf der einen Seite ist unser technisierter und digitalisierter Alltag und auf der anderen Seite tauchen wir tief in eine Geschichte aus der Vergangenheit ein. Die Technik wird nicht zugunsten einer vergangenen Geschichte beiseite geschoben; die Technik ist der Anlass und das Mittel diese spezielle vergangene Geschichte zu erschließen.
Grüße von der aprilnärrin

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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: Pixeltänzer (Berit Glanz)

Beitrag von aprilnärrin »

Wenn jemand sich hier denkt, dass Pixeltänzer ganz interessant klingt, dem sei gesagt, dass Berit Glanz morgen eine Lesung aus ihrem Wohnzimmer gibt. Morgen Abend um 21:00 Uhr. Zu finden über Twitter. Hier die Ankündigung auf ihrem Account: #CoronaReadings.


Nebenbei arbeite ich an dem nächsten Text zum nächsten Buch und damit zur nächsten Stickerei. Ich habe den Text 1x durchgeschrieben und werde ihn morgen nochmal in Ruhe lesen, korrigieren und posten. Das Buch wurde gestern ausgelesen.

Das dritte Buch habe ich etwa zur Hälfte gelesen. Seit Tagen traue ich mich nicht, es in die Hand zu nehmen, weil es dann vermutlich in eins ausgelesen wird (119 Seiten) und das macht mich sehr traurig, ich würde mich gerne sehr viel länger drin verlieren. Aber es warten noch mehr wunderbare Bücher, also werde ich wohl morgen in diese Ambivalenz aus Freude und Leid springen und es gebührend genießen. Die Stickerei zu dem Buch ist noch nicht angefangen, wohl aber platziert und vorgezeichnet und der Stich und die Farben stehen schon fest.

Damit dürfte ich mich dann so langsam eingeholt haben, sodass ich euch dann auch vorher verrate, was gerade als nächstes ansteht. Vielleicht möchte ja künftig jemand mitlesen? Ich erinnere mich, dass Fräulein Nettes letzter Sommer noch bei anderen auf der Liste steht. Eventluell kann man ja einen Read-Along draus machen. Man könnte sich den April rauspicken? :D
Grüße von der aprilnärrin

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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: Pixeltänzer (Berit Glanz)

Beitrag von Ghastly Bespoke »

Uh, ich habe mit Fräulein Nette schon angefangen, aber ich kann auch zwischendurch noch was anderes lesen. Wobei April ist ja schon in ein paar Tagen. :D
Der Mensch an sich ist ein einfacher Haufen Gefühl, der bedient werden will.

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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: Pixeltänzer (Berit Glanz)

Beitrag von Miss Guided »

Fräulein Nette gibt's soweit ich das sehe in der Onleihe nicht, aber Pixeltänzer! Das fange ich an, sobald ich mit meinem aktuellen Buch durch bin :yes:
One Shade of Grey
A Feminist Fantasy


"No", she said.
And he respected her wish and pestered her no more.

The End.

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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: Pixeltänzer (Berit Glanz)

Beitrag von Die Rote IRis »

Prinzipiell hätte ich auf jeden Fall interesse an einem read along! Ich bin aber noch auf unbestimmte Zeit mit Hyperion beschäftigt, möcht ich auch nicht aufhören - so ne irre welt!
Aber vielleicht beim nächsten oder übernächsten Buch dann :-)
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Im Übrigen bin ich der Meinung dass wir in Zukunft statt von 'Klimawandel' von 'Klimakrise' sprechen müssen.

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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: Pixeltänzer (Berit Glanz)

Beitrag von aprilnärrin »

Alles klar, dann mal bei etwas anderem. Dann stürze ich mich erstmal ins nächste Buch. (:
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#FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP

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#FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: Die Menschheit hat den Verstand verloren (Astrid Lindgren)

Beitrag von aprilnärrin »

Als zweites Buch für dieses Projekt, habe ich Die Menschheit hat den Verstand verloren gelesen. Astrid Lindgrins Tagebücher, die sie während des Zweiten Weltkrieges geschrieben hat. Auf dem Buch ist ihre Unterschrift abgebildet, wie auch auf ihrem Grabstein. Es lag nahe diese für den Beutel zu übernehmen. Ich denke zur Wahl der Farbe muss ich hier nicht viel sagen.

Bild

Zur Stickerei:
Stielstich: geeignet als Konturstich, für Blütenstiele oder in Reihen nebeneinander als Füllmuster
Farbe: Grün 320




Die Menschheit hat den Verstand verloren von Astrid Lindgren

Bild

Die Perspektiven auf den Zweiten Weltkrieg sind so vielfältig wie das Leid, das durch ihn entstanden ist. Am ersten September 1939 hält Astrid Lindgren fest: "Oh! Heute hat der Krieg begonnen. Niemand wollte es glauben." In den folgenden Jahren zeigt sich Astrid Lindgren in ihren Tagebüchern als Beobachterin des globalen Kriegsgeschehens. Ihre Zeitzeugenschaft entsteht in der besonderen Situation ihres Landes: Schweden verhält sich im Zweiten Weltkrieg so neutral als möglich und wird nie Ort von Kriegshandlungen. Als Laie erfasst Astrid Lindgren das politische Geschehen und wie selbst in Schweden der Krieg das tägliche Leben der Menschen beeinflusst.

1939 ist Astrid Lindgren noch nicht die weltberühmte Schriftstellerin, die mit ihren Kinderbüchern viele Generationen erreicht und begeistert. Sie beobachtet das Weltgeschehen aus der schwedischen und der persönlichen Perspektive. Weil ihre Perspektive eine ganz andere ist, als sie in Deutschland eingenommen werden kann, ist die Übersetzung ihrer Tagebücher ein besonderer Gewinn. Leser*innen können neue Zusammenhänge kennenlernen, die im hiesigen Unterricht oder in geschichtlichen Darstellungen nicht vorkommen oder allenfalls am Rande bemerkt werden. Ihre Beobachtungen der Ereignisse werden oft von den kleinen und größeren Zeitungsausschnitten aus schwedischen Nachrichtenblättern begleitet, die sie in ihre Tagebücher einklebt. In der deutschen Übersetzung sind einzelne Seiten der Tagebücher als Faksimile abgebildet und die eingeklebten Ausschnitte werden jeweils in einem eigenen Abschnitt übersetzt, sodass der Zusammenhang für die Leser\*innen erhalten bleibt. Auch der Inhalt der Zeitungsartikel selbst und ihre Darstellung des politischen Geschehens, bereichern dieses Buch.

Neben den Zeitungsausschnitten finden sich auch maschinelle Abschriften von Briefen. Diese hat Astrid Lindgren verbotenerweise auf der Arbeit abgeschrieben, denn sie war bei der Postkontrollanstalt Schwedens eingesetzt, wo sie Korrespondenzen auf ihren Inhalt überprüfen musste. Dadurch erhält sie viele verschiedene Einblicke in das persönliche Leid und Elend, das anderen Menschen in Kriegsgebieten wiederfährt und bezieht diese Perspektiven in ihre eigenen Gedanken mit ein. Der Konflikt, in dem sie sich befindet wird dabei auch immer wieder deutlich: Während auf der Welt Soldaten und Zivilisten sterben, erfährt Schweden zunächst nur wenige Einschränkungen, bis hin zu Essensmarken. Der Wohlstand und das Glück, das Astrid Lindgren empfindet, wird immer vor den zerstörerischen Ausmaßen des Krieges reflektiert. Das Nebeneinander vom familiären Alltag, üppigen Festtagsessen und den schrecklichen Nachrichten aus anderen Ländern erzeugen einen tiefen Zwiespalt, den sie selbst artikuliert.

Die Tagebücher enthalen wenige sehr private Eintragungen, die etwa ihr Gefühlsleben detaillierter beschreiben würden. Sie bleibt oftmals Beobachterin und erzählt auch den familiären Alltag mit einer gewissen Distanz. Allerdings sieht man in den Tagebüchern deutlich, wie sie ihr Schreiben entwickelt und nicht zuletzt finden sich auch die Spuren der Momente, wo sie zu der Schriftstellerin wird, die sie einerseits immer schon war, aber die sich andererseits selbst als solche erst noch erkennt.

Zeitzeugenschaft ist unendlich wichtig und wertvoll, um auch heute noch zu verstehen, was dieser Krieg für das Leben der Menschen auf der ganzen Welt bedeutet hat und für viele noch immer bedeutet. Die Spuren des Krieges bleiben allgegenwärtig. Astrid Lindgrens Tagebücher leisten einen Beitrag dazu und sind ein wertvolles Zeitdokument.


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#FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP

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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: Die Menschheit hat den Verstand verloren (Astrid Lindgren)

Beitrag von Nachtschatten »

Das ist wirklich ein tolles Projekt! Da ich mir in der Isolation gerade die Grundlagen des Stickens beizubringen hoffe, bin ich besonders begeistert, was man damit Schönes machen kann :yes:

Die Menschheit hat den Verstand verloren habe ich auch gelesen und fand es beeindruckend und teils sehr berührend. Falls du es noch nicht gelesen hast und Briefwechsel magst, ist der Briefwechsel mit Louise Hartung auch wirklich interessant, ich kannte sie vorher gar nicht und das ist auch eine sehr spannende Person und Zeitzeugin.
In den Wäldern sind Dinge, über die nachzudenken man jahrelang im Moos liegen könnte. (Kafka)

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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: Die Menschheit hat den Verstand verloren (Astrid Lindgren)

Beitrag von aprilnärrin »

Oh, das passt sich dann ja (:

Als ich von dem Briefwechsel mit Louise Hartung gelesen habe, wollte ich den eigentlich auch direkt haben; aber meine Liste und meine Stapel sind so lang, ich muss da erstmal weiter durchforsten, ehe ich noch mehr Impulskäufe machen. Das Buch, das ich jetzt gerade ausgelesen habe, hat auch schon wieder zu zwei weiteren geführt. :oops:


Ich habe heute schon ein bisschen herumgestickt. Das dritte Buch, das ich für dieses Projekt gelesen habe, ist du, alice. eine anrufung. von Simone Scharbert. Und ich ringe noch mit mir darum Worte dafür zu finden. Es ist unglaublich gut, wie ich finde.

Um hier ein bisschen Progress in Sachen Handarbeit zu zeigen, so viel schonmal vorab -- es fehlt nur noch eine Fadenlänge.

Bild

Das Buch zieht einen regelrecht in sich hinein. Zu wissen, dass es sich dabei um die Verarbeitung einer wahren Biographie handelt, macht es umso faszinierender. Man ist so nah an dienem Menschen dran und doch gleichzeitig sehr weit weg. Ich ringe noch weiter mit mir ein wenig um Worte und versuche es in Text zu gießen, habe aber noch keine Ahnung wie und ob das gelingen kann.
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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: Die Menschheit hat den Verstand verloren (Astrid Lindgren)

Beitrag von EsmeWetterwachs »

Die Gestaltung deiner Schriftzüge finde ich sehr passend! Vor allem der Kontrast zum #FrauenLesen gefällt mir gut. :)


Warum ist dein Strickrahmen eigentlich so schön?

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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: Die Menschheit hat den Verstand verloren (Astrid Lindgren)

Beitrag von Noctua »

aprilnärrin hat geschrieben:
28. Mär 2020, 20:00
Oh, das passt sich dann ja (:

Als ich von dem Briefwechsel mit Louise Hartung gelesen habe, wollte ich den eigentlich auch direkt haben; aber meine Liste und meine Stapel sind so lang, ich muss da erstmal weiter durchforsten, ehe ich noch mehr Impulskäufe machen.
[...]
Ich verstehe das vollkommen, dass du eine Menge anderes zu lesen hast - mir geht es mit Buchempfehlungen auch immer wieder so. Aber auch ich möchte dir besagten Briefwechsel ganz entschieden ans Herz legen. :yes:
Ich nähe große Patchworkdecken aus kleinen Hexagonen von Hand. Your argument is invalid. 8-)

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