Kaufberatung: Nähmaschine mit viel Bumms

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MadebyMyri
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Kaufberatung: Nähmaschine mit viel Bumms

Beitragvon MadebyMyri » 30. Dez 2021, 13:42

Der Titel sagts schon:
Ich will in eine neue Nähmaschine investieren. Und ich bräuchte eure Erfahrungen, denn es fällt in den Bereiche "Grossanschaffung"
Hintergrund:
Ich nähe seit 15Jahren sehr viel auf meiner Pfaff select 4.0.
So langsam hat sie Altersschwäche.
Ich verbringe mehr Zeit mit einstellen als mit nähen, der Motor röchelt und est müssten einige Teile dringend getauscht werden.
Kostenvoranschlag jenseits der 200 Zacken, ohne Garantie, dass es alle Fehler beheben kann.

Gekauft hatte ich die Maschine damals als solides Anfängermodell.
Joa das ist sie auch.
Sie näht auch alles so ungefähr.
Besonders feine Stoffe gehen aber nur mit Tricksen. Mehrere Lagen (Schnabelina Tasche oder so) werden mit viel Gejammer und ausgelassenen Stichen quittiert.

Gesucht wird also:
Was grundsolides.
Ich brauche keine 1000 Zierstiche und auch keine Stickfunktion.
Eigentlich reicht: Geradeaus, Zickzack, dreifach Zickzack und ein Kettelstich (ich besitze keine Overlock). Das ganze dann aber für elastische und feste Materialien.
Das ganze möglichst wartungsarm.
Und Ersatzteil es käuflich (also keine Exotenmaschine)
Achja entweder ein grosser Freiarm oder direkt in den Tisch eingelassen.
Eines muss sie aber haben: einen automatischen Einfädler (ich werde nicht jünger!!!)
Sie muss nicht transportfähig sein, da ich für solche Aktionen ja die alte Maschine noch nehmen kann (was vermutlich nie stattfinden wird. In 15 Jahren stand die immer auf einem festen Platz und würde nur beim Umzug mitgenommen)
Sie muss also auch nicht leicht sein.

Preis ist erst einmal nicht das Kriterium (ich habe dafür seit ein paar Jahren immer Mal wieder Geld gespart. Und im letzten Jahr so gut wie keine Stoffe gekauft, sondern das Lager leer genäht).
Die neue Maschine sollte also auch mindestens 15 Jahr halten, eher das doppelte!
Was den Service angeht bin ich hier in der Wüste. Der einzige Reparaturservice der Gegend ist eine Katastrophe, ich mache mittlerweile alles selbst (zusammen mit einem Uhrmacher, der mir bei den delikaten Arbeiten hilft).

Vielleicht noch eine letzte Angabe, was genau ich nähe: Sweatshirts, Röcke, Taschen, Kleider, Vorhänge, Spieltiere....
Ich würde gerne Jeans nähen, aber das traue ich meiner aktuelle Pfaff nicht zu. Es soll ja Spass machen

So jetzt seid ihr dran. Was würdet ihr kaufen?
mein Blog ist wiederbelebt und ich werde zukünftig dort Tutorials und Schnittmuster für Kinderkram veröffentlichen
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Re: Kaufberatung: Nähmaschine mit viel Bumms

Beitragvon Amhrán » 5. Jan 2022, 11:57

Keine konkrete Modellempfehlung, nur Hersteller: schau dich mal bei W6 um. Ich hab mir voriges Jahr ein gebrauchtes Einsteigermodell gekauft, keine Elektronik, normale und elastische Stiche, hat Schmalz ^^ und näht bisher alles, was ich ihr so vorgesetzt hab. Den Einfädler vermisse ich allerdings :D

Ansonsten sind in meiner Familie die (ur)alten Bernina Minimatic als unverwüstliche Arbeitstiere beliebt und werden von allen Besitzerinnen gehegt und gepflegt/gehätschelt. Die sind allerdings alle echt alt, schätzungsweise in meiner Altersklasse oder darüber :lol: die aktuelle Bernina-Produktpalette kenne ich nicht aktiv, wirkt aber sehr elektronisch.
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Re: Kaufberatung: Nähmaschine mit viel Bumms

Beitragvon kelaino » 5. Jan 2022, 13:23

ich stand vor ein paar Jahren vor einer ähnlichen Entscheidung (war aus meiner Innovis 30 irgendwie "herausgewachsen" und sie frustrierte mich durch ihren unzuverlässigen Stofftransport und das Verheddern am Faden bei Knopflöchern) und liebäugelte mit Herstellern wie Bernina und Juki. Am Ende wurde es dann aber eine Pfaff Expression 3.5 - weil ich einfach so verliebt war (und nachwievor bin) in den IDT (Oberstofftransport) - der ist einfach nicht zu vergleichen mit den zukaufbaren Oberstofftransportfüßchen für die anderen Maschinen.

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Re: Kaufberatung: Nähmaschine mit viel Bumms

Beitragvon Buchstabensalat » 5. Jan 2022, 13:56

Wenn es um Haltbarkeit und Stabilität geht: Bernina.
Deren Innenleben, also Spulenkapsel und Co, ist komplett aus Metall, wie es früher bei allen Herstellern war. Das ist im Vergleich zu dem Plastik, das inzwischen vorherrscht, einfach, naja, Metall halt^^ Schweizer Marke, und ziemlich unkaputtbar. Ich hab mir damals eine Bernina geholt, weil ich innerhalb von nur zwei Jahren eine grundsolide Pfaff dank exzessiver Nutzung und dezent rücksichtlosem Nähverhalten *hust*jeans*hust* komplett geschrottet habe. Eine von den kleineren, vielleicht die 300er-Serie, dürfte dir auch reichen, denke ich.
Noch ein guter Tipp: Analoge Nähmaschinen sind meistens weniger anfällig als digital gesteuerte. Ist einfach weniger da, was kaputt gehen könnte. Leider schränkt das auch die Stichauswahl stark ein, aber dir von dir aufgezählten sind drin. Für elastische Stoffe empfiehlt sich noch der Obertransportfuß, der ist meiner Erfahrung nach genauso gut wie der integrierte bei Pfaff. (Ich habe die pfaff geliebt... aber leider war ich zu fordernd mit ihr :no: )
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Re: Kaufberatung: Nähmaschine mit viel Bumms

Beitragvon Coke » 5. Jan 2022, 16:45

Falls Bernina zu teuer sein sollte, würde ich noch eine Necchi in den Raum werfen. Das ist sozusagen die Billigmarke von Bernina.
Ü ist ein unfreundlicher Buchstabe

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Re: Kaufberatung: Nähmaschine mit viel Bumms

Beitragvon Sisu » 5. Jan 2022, 21:07

Ich bin deutlich geprägt von Bernina - die Nähmaschinen an den Schulen sind Berninas (z.B. B350, aber auch andere Modelle), fast nicht tot zu kriegen, bzw. immer wieder reparierbar.
Von meinen zwei eigenen Berninas bin ich auch sehr überzeugt. Die alte ist aus 1997, noch ohne eingebauten Computer. Manchmal findet man so eine zum Ersteigern. Das Öl war alt und hat das Getriebe verklebt, aber seit einer Wartung näht sie mehrere Lagen wieder wie Zuckerwatte. Meine Neue ist mit Stickmodul, ein Monster in Grösse, Computer und Preis, näht bisher alles zuverlässig.

Was mich an Bernina etwas stört ist, dass es eine riesige Anzahl an Füsschen gibt, die so angeboten werden, als bräuchte man wirklich genau das Richtige, obwohl das Universalfüsschen eigentlich auch alles kann. Und die Füsschen, wie auch alles andere Zubehör ist nicht billig.

Bernette ist auch eine "kleine" Bernina, ich weiss aber nicht, wie diese Maschinen gebaut sind.

Falls du kannst, frage die Händler, ob du die Maschinen ausprobieren kannst, vielleicht liegt dir eine Marke/ein Modell besser als das andere.

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Re: Kaufberatung: Nähmaschine mit viel Bumms

Beitragvon Goldkind » 6. Jan 2022, 11:36

Amhrán hat geschrieben:
5. Jan 2022, 11:57
Keine konkrete Modellempfehlung, nur Hersteller: schau dich mal bei W6 um. Ich hab mir voriges Jahr ein gebrauchtes Einsteigermodell gekauft, keine Elektronik, normale und elastische Stiche, hat Schmalz ^^ und näht bisher alles, was ich ihr so vorgesetzt hab. Den Einfädler vermisse ich allerdings :D

Ansonsten sind in meiner Familie die (ur)alten Bernina Minimatic als unverwüstliche Arbeitstiere beliebt und werden von allen Besitzerinnen gehegt und gepflegt/gehätschelt. Die sind allerdings alle echt alt, schätzungsweise in meiner Altersklasse oder darüber :lol: die aktuelle Bernina-Produktpalette kenne ich nicht aktiv, wirkt aber sehr elektronisch.
Ich habe auch w6, eine riesige QPL, die innen komplett aus Metall ist. Damit bin ich insgesamt zufrieden. Bei w6 kann man aber nicht einfach so Ersatzteile kaufen, sondern muss sie immer einschicken. Das finde ich sehr nervig.

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Re: Kaufberatung: Nähmaschine mit viel Bumms

Beitragvon Lenmera » 6. Jan 2022, 13:12

Ich hatte früher eine Pfaff select 3.0 und kann alle deine Probleme mit der Pfaff 1:1 unterschreiben.

Ich habe mir vor ein paar Jahren eine Bernina zugelegt und bin restlos begeistert. Egal ob feinster Tüll oder 8 Lagen Jeans, das Ergebnis ist jedes mal perfekt.

Wenn du keine Elektronik mit 1000 Zierstichen willst, gibt es ein Modell, das noch ganz althergebracht gebaut wird. Ich weiß leider die Bezeichnung nicht, aber das sollte sich herausfinden lassen.
per aspera ad astra

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Re: Kaufberatung: Nähmaschine mit viel Bumms

Beitragvon Miss Porter » 6. Jan 2022, 13:21

Lenmera hat geschrieben:
6. Jan 2022, 13:12
Ich hatte früher eine Pfaff select 3.0 und kann alle deine Probleme mit der Pfaff 1:1 unterschreiben.

Ich habe mir vor ein paar Jahren eine Bernina zugelegt und bin restlos begeistert. Egal ob feinster Tüll oder 8 Lagen Jeans, das Ergebnis ist jedes mal perfekt.

Wenn du keine Elektronik mit 1000 Zierstichen willst, gibt es ein Modell, das noch ganz althergebracht gebaut wird. Ich weiß leider die Bezeichnung nicht, aber das sollte sich herausfinden lassen.
Die Bernina 1030 vielleicht?
Die hatten wir jedenfalls in der Schule. Alles mechanisch und ich hab sehr gern darauf genäht.
You'd be surprised how many beautiful gowns have crazy women in them!
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Re: Kaufberatung: Nähmaschine mit viel Bumms

Beitragvon MadebyMyri » 8. Jan 2022, 17:56

Hey danke euch allen!

Also von allem was ich von euch höre, werde ich Mal einen Termin beim Bernina Händler machen.

Was ich oben nicht geschrieben hatte: für schnell geradeaus habe ich eine Bernina aus den 60ern.
Aussenmotor (380 oder 220volt)...aber für filigrane Sachen hab ich immer Angst um meine Hände. Das Teil näht bestimmt Holzbretter!!!
Also ich bin der Marke gegenüber sehr neugierig, wie die Maschinen von heute so funktionieren.

Ich halte euch auf dem laufenden, was ich aussuche.
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