Und das Leben geht weiter.

Zur Dokumentation von laufenden Projekten. Zeigt her in Wort und Bild, was ihr gerade näht oder bastelt.

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Re: Und das Leben geht weiter.

Beitragvon Lyset » 2. Aug 2025, 01:50

Hey, ich hab mir mal sagen lassen (hab nie recherchiert ob es stimmt, dass Pferdeäppel ne natürliche Wurmkur für Hunde sind :kicher:
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Re: Und das Leben geht weiter.

Beitragvon Sevenah » 3. Aug 2025, 21:34

Da bin ich wieder in der Gegenwart, geduscht und im Schlafzeug. Die Fehde ist für die nächsten zwei Jahre wieder geklärt und Spaß hat's gemacht. Ab morgen geht es dann an die Garderobe, waschen, flicken und sowas.

@Lyset: Jetzt war ich neugierig und habe mal nachgelesen. Eine ein-paar-Minuten-Recherche besagt: Jau, grundsätzlich wären Pferdeäpfel tatsächlich ganz gut für den Verdauungstrakt. Quasi einmal feucht durchwischen auf ökologisch :D Aber auch Pferde werden wegen Würmern und Parasiten durchgeputzt und die Medikamente werden gleich mitsamt der Äpfel ausgeschieden. Und da man es so einem Haufen nicht ansieht, wie viel vom Wurm-Ex drin ist, kann es gerade für kleine bis mittelgroße Hunde gefährlich bis lebensgefährlich sein, wenn sie zuviel davon aufnehmen. Wieder was gelernt. Wälzen ist okay, futtern bloß nicht.

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Re: Und das Leben geht weiter.

Beitragvon Lyset » 3. Aug 2025, 23:39

Ah cool, danke fürs schlau machen.
Dann stimmte das also nur bedingt.
Naja, wir haben ja glücklicherweise eine Prinzessin, die nichtmal Zuhause anrührt was nicht mit Petersilie Blättchen dekoriert ist und ein super seltenes Labrador Exemplar was nicht alles runterschluckt bevor man was sagen kann und spätestens bei Pfui alles ausspuckt.

Ich glaube nach so einem Lager ist immer mehr zu tun wie vorher oder? :shock:
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Re: Und das Leben geht weiter.

Beitragvon Bluemoon » 4. Aug 2025, 07:13

Oha, was man hier unerwartet lernt. Madame frisst eeeeigentlich auch nur mit Petersilienblättchen, aber für Pferdeäppel macht sie ne Ausnahme. Unterbindet man ja eh, wenn man schnell genug schaltet, aber gut zu wissen, dass es lebensgefährlich werden kann.

Sevenah: wie leicht fallen dir die Reparaturarbeiten? Bei mir bleiben die meist so lange liegen, bis der Aufzug wieder getragen werden soll. Ich suche noch nach der guten Motivation.
Umwege erweitern die Ortskenntnis.

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Re: Und das Leben geht weiter.

Beitragvon Sevenah » 4. Aug 2025, 21:01

Petersilie würde meine nie anfassen :wink:
Nein, ich weiß schon, wie ihr es meint. Nalani hat allerdings echt ein Problem mit allem, was keine Flossen, Beine oder Flügel hatte. Sie futtert Gemüse, aber weiß davon nichts, weil es in Fleischsaft gegart wurde. :D
Lyset hat geschrieben: Ich glaube nach so einem Lager ist immer mehr zu tun wie vorher oder? :shock:
Bluemoon hat geschrieben: Sevenah: wie leicht fallen dir die Reparaturarbeiten? Bei mir bleiben die meist so lange liegen, bis der Aufzug wieder getragen werden soll. Ich suche noch nach der guten Motivation.
Glaubt mir, nachdem wir nach Hause gekommen, das erstbeste Eßbare und Tee inhaliert und auf das Sofa gesunken sind, kommt der unangenehme Moment der Realisation, dass wir da jede Menge Gepäck abgeladen und noch nicht abgearbeitet haben. Das kann ja nur Schritt für Schritt abgearbeitet werden. Die Wollsachen kommen zum Lüften und ausbürsten eine Nacht nach draußen, alles gut Waschbare bringt den Wäschekorb bis kurz vor die Explosion, Geschirr und Besteck muss per Hand abgewaschen werden... Und dazu kommt ja auch noch der normale Tagesablauf. Ja, das zieht sich, bis alles wieder auf den Werkszustand versetzt wurde.
Das mit den Reparaturarbeiten hingegen kann sich wirklich in die Länge ziehen. :oops: Ich verrate auch nur euch, dass eine Kiste mit den bereits zu flickenden Sachen mit umgezogen und bis heute kaum geleert wurde. Deshalb habe ich mich seit einiger Zeit gezwungen, direkt am Sofa immer irgendwas liegen zu haben, was per Hand genäht oder repariert oder sonstwie bearbeitet werden muss und das alles inklusive Schere, Garn und allen anderen Sachen, die ich brauche. Irgendwann meldet sich dann doch das schlechte Gewissen, wenn ich es ständig im Blick habe. Naja, dass das Reparierte dann umgehend gegen das nächste Teil ersetzt wird, ist schon ein wenig demotivierend, aber auf Dauer bekomme ich auf jeden Fall irgendwas fertig.
Ich habe hier noch eine Gugel herumliegen, in die ich Keile einsetzen will. Wann auch immer ich das schaffe, werde ich es hier verkünden. Lasst schon mal den Countdown laufen :lol:

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Re: Und das Leben geht weiter.

Beitragvon Sevenah » 18. Aug 2025, 07:59

Was macht man eigentlich so als Mittelaltermensch zwei Tage, bevor man auf ein Event geht? Plant man, wann man wo zu sein hat? Schreibt man eine Packliste? Klingelt man bei den auch anwesenden Freunden durch, ob sie sich auch schon so freuen? Checkt man die Wetterlage? Vielleicht. Aber ganz sicher fängt man zwei Tage vorher an, seine Garderobe im Geiste durchzugehen, die man liebevoll und mottensicher verstaut hat.... Nur um dann von seinem eigenen Kopf überrumpelt zu werden, weil es beim letzten Zeltlager ja einen kleinen Workshop zum Thema Hauben und Schleier und sonstige weibliche Kopfbedeckungen gegeben hat und die liebe Vortragende mich als erstes Beispiel mit den Worten heranzog: "Ja, und die Sevenah, die hat ja eine tolle Gugel an, die aber dann doch einen männlichen Schnitt hat..."
War jetzt nicht böse gemeint, nein. Recht hat sie. Und die Sevenah weiß das, seit sie diese Gugel vor ein paar Jahren mit Ehrgeiz zusammengenäht hat. Aber mal ganz ehrlich: Das Ding bedeckt hervorragend Schultern und Nacken und Hals und da frier ich nun einmal ganz schnell und unangenehm und da ist so einen Männer-Gugel-Kragen einfach total toll und wärmt und so. Naja. Aber da war er, dieser Satz. Und ging nicht mehr aus dem Kopf raus. Und deshalb hatte ich umgehend Wolle und Leinen in der Hand, las noch einmal die Konstruktion von einer sogenannten flämischen Haube nach, schaute ein recht unterhaltsames Video bei Youtube von Morgan Donner zu genau dem Thema und konstruierte drauflos. Nun, ich kam bis zu dem Stand "Ist sowas von noch nicht komplett, aber irgenwie tragbar. So nämlich:
Bild
Gut, reicht ja auch erstmal. Aber. Aber! Aber dann kam doch alles anders und Sevenah trug ihre sowas von männliche Gugel und kuschelte sich fröhlich lächelnd hinein. Weil das Wetter doch ziemlich nass war und die Gugel ja auch noch nicht fertig und der Hals so nackig war und überhaupt.

Egal, das Teil hing also an einem Stuhl und schaute traurig. Das sollte sich jetzt ändern. Es gab da noch ein Passformproblem, das noch gelöst werden musste. Oben auf die Schultern gehören noch zusätzliche Keile, damit sich der Kragenteil zumindest dann schön um Hals und Nacken schmiegt, wenn die Gugel mit Knöpfen hochgeschlossen ist (das mit den Knöpfen ist dann Ausbaustufe drei, weil noch nicht vorhanden).
Also lege ich doch mal los. Ist das schwer, in ein quasi fertiges Kleidungsstück einfach so reinzuschneiden und aufzutrennen, was eigentlich Nähte an passender Stelle waren!
Bild Bild

Und dann war da noch ein Nähkörbchen, an das sich die schon länger Anwsenden unter uns wahrscheinlich noch erinnern können Es fehlt ihm zwar noch immer irgendeine Möglichkeit, ihn zu tragen, aber jetzt ist der furchtbar unerträgliche rote, verfusselte Filzboden verschwunden. Ich hatte Stoffreste aussortiert und dabei sind mir noch zwei hellgraue Schurwollstücke in die Hände gefallen. Keines davon war groß genug, aber die Naht stört mich jetzt im Inneren überhaupt nicht. Auch nicht, dass sie so dezentral sitzt. Naja, ein bißchen vielleicht, aber anders ging es nicht.
Bild
Der Stoff wurde nach vertrauter Manier über ein Stück Pappe gezogen und eingelegt, dort klemmt es sich ganz gut fest und braucht nicht fixiert zu werden. Das ist auch gut so, im Zweifel kann ich dann den Boden noch immer austauschen, wenn er unansehnlich werden sollte. Fehlt nur noch ein Tragegurt, -riemen oder was auch immer.

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Re: Und das Leben geht weiter.

Beitragvon Lyset » 18. Aug 2025, 10:00

:kicher: Genial, es geht also nicht nur mir so, dass mir immer auf den letzten Drücker noch Ideen kommen die unbedingt umgesetzt gehören, weil man irgendeinen Satz im Kopf hat :mrgreen:

Ich bin ja totaler Laie und mir wäre es sowas vom Wumpe ob männliche oder weibliche Gugel.
Und überhaupt, haben sich die Frauen früher nicht auch manchmal die Gugel ihrer Männer geborgt, weil die eigene noch nass vom Waschen war oder so :gruebel:
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Re: Und das Leben geht weiter.

Beitragvon Sevenah » 20. Aug 2025, 13:18

Nee, die letzten Tage / Stunden / Minuten vor der Abfahrt sind doch gesetzmäßig reserviert, um noch etwas zuende zu bringen. Oder war das je anders? :D

Mir persönlich ist es auch recht wurscht, welches Geschlecht jetzt was trug. Im Larp sieht man es teilweise auch, da habe ich auch schon Hosen getragen und bis heute eine "männliche" Gugel. Grundsätzlich mag ich es aber, Dinge zu tragen, die ich im Alltag nicht tragen würde. Deshalb eigentlich immer Kleider und immer eine Kopfbedeckung welcher Art auch immer und grundsätzlich zwiebelig und mit sichtbaren Schichten. Also beispielsweise Unterkleid, kürzeres Überkleid und ärmelloser Mantel.
Aber unser kleines, feines Mittelalterlager ist halt etwas anderes. Da geht es schon darum, die richtigen Sachen richtig zu tragen. Wir sehen zwar mitnichten alle gleich aus, weil jeder seine eigenen Gewandungsprojekte verfolgt, aber auch die bunte Masse soll ja dennoch nach derselben Zeit aussehen.
Die Ausrede, dass ich mir meine Gugel bei meinem Besten ausgeliehen habe, ist spätestens dann unglaubwürdig, wenn er sie mal versucht zu tragen. Wenn die geschlossen ist, erwürgt er sich damit :lol:


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