Nähen- kurze Fragen und Antworten

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kitara
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von kitara »

Ich mag solche Detektivarbeit bei alten Nähmaschine: Die Omega 36 wurde wohl auch als Singer 9836 verkauft. Laut dieser brasilianischen Anleitung ist deine Maschine die Variante "Fashion" und die hat ein austauschbares "Modul" für weitere Stiche. (In der Skizze auf Seite 4 als Nummer 7 beschriftet)
Und wenn man sich mit diesem Wissen jetzt diese ebay Auktion mit vielen Bildern der Omega 36 anschaut, da ist auch ein Foto, wo dieses Fach geöffnet ist und ein ein rundes Plastebauteil zeigt und im Zubehörkästchen noch ein zweites ähnliches Bauteil zu sehen ist.

Ich vermute also, dass diese runden Teile die Module sind und man sie je nach gewünschter "Stichpalette" austauschen muss, um auf die unterschiedlichen Stiche zuzugreifen. Vielleicht sind sie ja sogar mit 1 und 2 beschriftet? Hoffentlich ist das bei deinem Zubehör mit dabei.
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Die Rote IRis
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Die Rote IRis »

Wow, jetzt bin ich aber schwer beeindruckt!!! :shock: :shock: :shock:
(ich mag solche Detektivarbeit ja auch, aber lieber bei Rezepten als bei Nähmaschinen :lol: )

Du hast recht, es gibt ein Fach mit einem seltsamen Platikteil (das ich bisher völlig ignoriert hatte weil ich mich erst um den Rest kümmern wollte). Dass das mit dem Stichmysterium zusammen hängt, damit hätte ich nicht gerechnet.
Danke dir, werd ich mir mal anschauen! :bussi:
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Violana »

Ich kann das insofern bestätigen, dass meine alten Nähmas aus den 50ern das auch haben. Meine Singer hat die Stichschablonen einzeln, die andere auch so gebündelte (damals noch aus Bakkelit), damals waren die noch - wie andere Bauteile auch - außen aufgebracht. Du siehst an der Stichschablone außen Wellen, damit wird die Nadelposition abgegriffen; die Schablone dreht sich bei jeder Vorwärtsbewegung mit.

Ich bin gerade fasziniert, wie lang es die Technik noch gab. :kicher:
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von kitara »

Tjaja, was man mit dem Internet so alles rausfinden kann :D
Ich kannte diese Räder für die unterschiedlichen Stiche bisher nur fest eingebaut (und aus Metall), von auswechselbaren Systemen hatte ich zuvor auch noch nie gehört.
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Jeijlin »

Ich hab eine Frage zum füttern von Hosen.

Anzug Hosen füttere ich eigentlich vorne immer nur bis zum Knie, aber nie ganz. Jetzt habe ich einen wunderschönen Winter-Anzug Stoff der leider etwas kratzt.

Hose ganz füttern? - Wenn, wie? - Futterhose nähen und locker wie bei einem Rock einnähen oder Hosen und Futterstoff doppeln und zusammen weiterverarbeiten ... oder geht man da ganz anders vor?

Rosen-Himbeer Tee aus dem Garten für alle werkelnden :tee:

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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Lenmera »

Die komplett gefütterten Hosen, die ich bisher in der Hand hatte, waren an den Längsnähten wie eine Lage verarbeitet, am Saum jedoch lose. Das Futter war wahlweise nur mit der Zickzackschere geschnitten, manchmal aber auch gesäumt.
Das Futter endete weniger als 5 cm oberhalb des Oberstoffsaums.
per aspera ad astra

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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Jeijlin »

Lenmera hat geschrieben:
17. Nov 2019, 10:03
Die komplett gefütterten Hosen, die ich bisher in der Hand hatte, waren an den Längsnähten wie eine Lage verarbeitet, am Saum jedoch lose. Das Futter war wahlweise nur mit der Zickzackschere geschnitten, manchmal aber auch gesäumt.
Das Futter endete weniger als 5 cm oberhalb des Oberstoffsaums.
Das ist dann der knielangen Verarbeitung, wie ich mache, ähnlich. Da sind Futter- und Hosenstoff auch in den Längsnähten als eine Lage verarbeitet und das Futter unter dem Knie mit der Zackenschere geschnitten. Der mit der Zackenschere geschnittene Futtersaum bleibt da auch lose.

Dankeschön! - Das probiere ich gleich aus :).

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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Gwilwileth »

Ich habe eine "Strickjacke" genäht, aus Sweat, einlagig. Nun habe ich dabei nicht berücksichtigt, dass ich meine Jacken meist offen über einem Tshit trage, wenn ich sie zu tragen würde, dann hätte ich mir einen Hoodie genäht. Problem: die sichtbaren Nähte am Reißverschluss und am Bündchenabschluss (unten Bündchen statt Saum, oben Bündchen statt Beleg) stören mich, weil vor allem die am Reißverschluss nicht besonders schön geworden ist :oops: Ich fürchte vor allem am Reißverschluss ist nicht mehr genug Nahtzugabe übrig um es mit Schrägband zu verschönern, am Saum- und Halsbündchen wird es wohl noch klappen.

Hat jemand Ideen, wie ich das schön verstecken kann? Gibt es eine Art Nahtband zum drüberbügeln, dass dann die Naht verdeckt? Die Google-Suche spuckt mir nur durchsichtiges Nahtband zum stabilisieren aus, das nutzt mir ja nix oder eben einfassen mit Schrägband, das passt hier nicht. Oder kann man einfach Webband mit Vliesofix darüberbügeln?

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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Cassini »

Gwilwileth hat geschrieben:
24. Nov 2019, 11:51
Hat jemand Ideen, wie ich das schön verstecken kann? Gibt es eine Art Nahtband zum drüberbügeln, dass dann die Naht verdeckt? Die Google-Suche spuckt mir nur durchsichtiges Nahtband zum stabilisieren aus, das nutzt mir ja nix oder eben einfassen mit Schrägband, das passt hier nicht. Oder kann man einfach Webband mit Vliesofix darüberbügeln?
du kannst ja das Schrägband genauso offen verwenden, wie Nahtband. also einfach keine Kante einfassen, sondern einfach offen annähen. die beiden Schrägbandkanten sind ja sowieso schon umgebügelt :) Wenn zu wenig NZ da ist, dann ginge wohl am Besten per Hand staffieren. Vliesofix würd ich auf Dauer nicht vertrauen, grade eben weils eine Jacke ist, die du ja ab und an auch waschen wirst :)
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Buchstabensalat »

Ein Band drüberbügeln kannst du machen, das hält aber auf Dauer nicht. Das ist eigentlich nur zum Fixieren fürs Nähen gedacht. Wenn du die Jacke also waschen willst, wird kleben nicht ausreichen. Du kannst es aufkleben und dann einfach drübernähen. Dann hast du halt außen sichtbar zwei Nähte.
Innenverarbeitung im Nachhinein aufzuhübschen ist schwierig. Am einfachsten geht es mit Handarbeit, dann kannst du das Band nämlich unsichtbar annähen. Aber das ist natürlich viel Arbeit und ich weiß, das die meisten nicht so gern große Strecken mit der Hand nähen.

Okay, Cassini war schneller.^^
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Gwilwileth »

Vielen Dank, so etwas in der Art habe ich befürchtet, ich hätte gerne die zweite Naht außen vermieden aber dann ist es eben so.

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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von BeRúThiel »

Ich überlege, mich an meinen persönlichen Endgegner (aka Jersey) zu wagen, bin mir aber nicht sicher, ob das mit meiner Maschine überhaupt sinnvoll ist.

Ich bin stolze Besitzerin einer Singer Samba 4 6212C. Die kann neben dem Gerad- und dem Zickzackstich noch Blindstich (aber ohne speziellen Fuß), Trikotstich und "M"-Stich, die angeblich für dehnbare Stoffe geeignet sind :gruebel:
Schnickschnack wie elastischen Geradstich, Wabenstich oder Federstich (alles in dem Ebook erwähnt, das ich heute im Adventskalender abgegriffen habe :angel: ) sucht man vergeblich. Aber in der Anleitung ist ja von Jersey und Webware die Rede und meine Oma, von der ich die Maschine habe, hat sowas auch damit vernäht, glaube ich (leider kann ich sie nicht mehr fragen). Bevor ich jetzt Stoff kaufe und damit rumstümpere, frage ich lieber mal hier nach Hilfe ...

Plätzchen und Kinderpunsch für alle! :tee:
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Nria »

Du brauchst für Jersey nur den Geradstich und den Zickzackstich, alles andere ist optional/überflüssig.
Aber die Libelle ist ein Vogel.
Die Libelle war der schönste aller Vögel, wenn man nur einsah, dass sie ein Vogel war. (Per Olov Enquist)

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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Ina. »

Jersey mit Geradestich?
Das wird doch dann unelastisch.. oder wofür verwendest du den, Nria? :gruebel:

Zu M-Stich und Trikotstich spuckt das Netz mir leider nichts vernünftiges aus, wie sehen die denn aus?
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Nria »

Ina. hat geschrieben:
7. Dez 2019, 10:00
Jersey mit Geradestich?
Das wird doch dann unelastisch.. oder wofür verwendest du den, Nria? :gruebel:
Man braucht bei Jersey nur dort elastische Stiche, wo der Stoff auch elastisch ist. Bei querelastischem Jersey nähe ich die Längsnähte wie Seiten- und Ärmelnähte (und außerdem die Schultern, die sollen sich ja sowieso nicht dehnen!) daher einfach mit Geradstich, weil es nur Vorteile hat: Die Naht ist sauberer als mit Zickzack, es geht schneller und lässt sich bei Bedarf leichter trennen.
Elastische Stiche verwende ich dann dort, wo sie auch gebraucht werden: Quernähte, Säume, beim Ärmeleinsetzen.

Ich mache das seit 16 Jahren so und mir ist noch keine einzige Längsnaht bei einem Jersey- oder Sweat-Teil gerissen.

Wenn der Stoff bi-elastisch ist und der Schnitt das auch braucht (Leggings oder sowas), nehme ich natürlich auch für Längsnähte elastische Stiche.
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