Vielen Dank für eure Antworten!
chaotic hat geschrieben:
Der Gürtel sieht für mich auf den ersten Blick so aus, als könnte er brettchengewebt sein. Ich habe aber leider nur sehr, sehr grundlegende Kenntnisse vom Brettchenweben, also könnte ich auch falsch liegen.
Ich hab's einfach mal ausprobiert, für Brettchenweben braucht man ja kein großes Equipment (aber vllt investiere ich doch mal in eine vernünftige Schraubzwinge, damit nicht alles unter Spannung auseinander rutscht).
Mein Aufbau, ganz klassisch mit Brettchen aus Karton.
Ich hab mich beim Weben an
dieser Anleitung orientiert, und beim Aufscheren zusätzlich
diese Tipps beachtet.
Das Schöne bei neuen Handarbeitstechniken: Die Lernkurve.
Der unsägliche Anfang
Die vielversprechende Mitte
Das Ende, das eindeutig mehr Übung braucht
Thalliana hat geschrieben:
Ich habe ein ganz bisschen Erfahrung mit Weben, der Gürtel auf dem Bild sieht mir allerdings eher bestickt aus, vor allem weil das Muster so erhaben ist, das kenne ich vom Weben eigentlich nicht. Aber ähnliche Muster sind auf jeden Fall mit Brettchenweben zu erreichen, da stimme ich chaotic zu. Das ist vom Prinzip her auch nicht schwer, allerdings braucht man eine Menge Geduld (ich habe den ersten Wutanfall meist schon während des Aufscherens

).
Das stimmt, das sich ergebene Muster ist sehr flach. Ich werde im nächsten Versuch mal ausprobieren, ob ich ein flaches Band ohne Muster weben kann und das Symbol durch Hana's Methode erreichen kann:
Hana hat geschrieben:
Komplexe Muster gehen tatsächlich an sich auch beim Kammweben, indem man nicht einfach nur den Kamm bewegt und das Schiffchen dabei gerade durchschiebt, sondern mit dem Schiffchen zusätzliche Kettfäden manuell rauf- oder runterdrückt.
Allerdings erstmal beim Brettchenweben, weil ich erstmal schauen will, wie viel Übung und anderes Garn da ausmacht.
Caterina hat geschrieben:
Für den Start würde ich tatsächlich etwas nehmen, was nicht filzen kann und auch nicht elastisch ist. Die Fehler beim Schären, die ungleiche Längen der Fäden verursachen, sind nach spätestens 4\4 reguliert. Und der Ärger, den man hinterher durch elastisches Garn hat, lohnt sich für mich nicht. Also gerne Häkelgarn aus Baumwolle für die ersten Versuche nehmen. Zwei, drei Farben reichen für den Start völlig aus.
Ich kann aus Allergiegründen eh nicht so gut mit Wolle, deshalb hab ich mein Baumwoll-Häkelgarn verwendet (was immernoch sehr elastisch ist). Ich werde mal schauen, dass ich ein dünneres, weniger elastisches Baumwollgarn finde.
Caterina hat geschrieben:
Hier mal auf die Schnelle ein paar Bilder. Einmal von meinem Erstling. Simple SZ-Schärung und ein Metallfaden für die Broschur.
Oh wow, die Bänder sind ja absolut zauberhaft! Ich schaue mir das mit der Broschur mal an, da hast du einen zusätzlichen Faden verwendet, richtig? Das könnte in die richtige Richtung gehen. Bei den Bändern hast du die Brettchen immer nur in eine Richtung gedreht, richtig?
Meine Erkenntnisse bis hierher:
Das Aufscheren scheint der potentiell anstrengendste Teil zu sein. Wenn die Fäden einmal gespannt sind, ist es recht unproblematisch.
Ich bin noch unsicher, ob Brettchenweben das Mittel der Wahl ist, da werde ich weiter rumprobieren. Mit der Mustertechnik (Einzugsmuster?) gefällt mir
die Rückseite nicht, aber da hilft vermutlich eine andere Technik. Außerdem ist das Gewebte durch die Dicke der Fäden sehr steif, da werde ich mal mit einem dünneren Garn weiterprobieren.
Parallel habe ich meiner (gleichsam verrückten) Mutter von meinem Vorhaben erzählt, und sie sucht schon nach gebrauchten Webrahmen in einer passenden Breite

Da ich beim Brettchenweben hauptsächlich mit der Spannung Probleme hatte, erhoffe ich mir eine Lösung durch einen Webrahmen, gerade falls es nach dem Gürtel doch zum Stoffweben übergehen sollte...
Vielen Dank für eure Tipps bisher, und wenn euch auf den Bildern eindeutige Fehler auffallen, sagt gern Bescheid!
Tee und Kekse für alle, die weiter zuschauen!
Am Ende wird alles gut.
Und wenn es nicht gut ist,
dann ist es nicht das Ende.