Wohndosen-Waterloo - eine Tragödie in (zu vielen) Akten [oder so]

Zur Dokumentation von laufenden Projekten. Zeigt her in Wort und Bild, was ihr gerade näht oder bastelt.

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Wohndosen-Waterloo - eine Tragödie in (zu vielen) Akten [oder so]

Beitragvon Grom » 13. Jul 2026, 10:53

So, dann werd ich wohl auch mal...erstmal als massiv langer erster Post ^^

Nach ein paar Jahren ohne gab es letztes Jahr alleine schon für die Festivalsituationen einen neuen Wohnwagen.
So weit, so gut, jedoch kommt da ja dann gleich der Rattenschwanz an Problemen.
Allen voran das wo hinstellen. Das wurde dank Kollegen mit einer "Parzelle" (oder wie ich es nenne 70m² Schmutz) auf einem nahe gelegenen Campingplatz gelöst, auf dem er auch ist.

Und da waren sie wieder, meine drei(hundert) Probleme. Herr Grom wird also Dauercamper oder so und die Wowa-Umbau-Projektliste verlängert sich...

Wohnwagen selbst:
Elektrik - komplett neu, Kabel neu legen so dass sie SINN ergeben und nicht wild verbastelt überall rumdengeln
- Lampen auf 12V und vor allem LED
(erledigt) Akku, mindestens 100Ah
- Solarpanel aufs Dach inkl. dem anhängigen Schlotz, mit Schaltung dass alles auch am Auto und über 230V versorgt und geladen wird
- Stromversorgung für Kompressor-Kühlbox statt dem Kühlschrank

Gas
- Kühlschrank abklemmen
- Aussensteckdose für Grill etc verbauen

Fenster
- Heckfenster (da kaputt) austauschen
- Dachfenster tauschen, vllt mit Dauerlüftung (auch während der Fahrt) und eingebauten Ventilatoren besorgen

Innenraum
- Tapeten aufhübschen, entweder streichen oder mit Klebefilz überkleben
- Schränke eeeeentweder streichen oder gleich die Fronten komplett tauschen
- Schranktürschlösser tauschen gegen Pushlocks (allein weil die fast schon mittelalterlich anmutenden Schlüssel bei der Fahrt ständig aus den Schlössern hüpfen
- Sitzecke komplett neu beziehen oder Polster ganz erneuern
- Vorhänge gegen Jalousien oder Plissees tauschen
- Abdunkelungsrollos renovieren oder komplett tauschen
- Bodenbelag tauschen - Linoleum oder Klebevinyl

Bad:
- Klo komplett tiefenreinigen, Komfortsitz dazubauen (gibts zum Glück direkt als Zubehör)
- Toilettenkassette tauschen
- Waschbecken ausbauen zu Gunsten von mehr Platz und da es eh an drei Stellen schon angeknackst ist - fast 40 Jahre altes Plastik halt

Außengeschichten (auf laaaange Sicht)
- Kederleisten und Leistenfüller tauschen
- evtl neu streichen/lackieren [da bin ich mir noch echt unsicher ob ich mir das antun mag]
- Gaskasten stabilisieren/neue Gasdruckfedern installieren

und weil man ja sonst nix zu tun hat:
Campingplatz-Parzelle:
(erledigt) Stellplatz vom Wohnwagen anständig pflastern
(erledigt) Wasseranschluss von der Brunnengemeinschaft etablieren und Hahn installieren
(erledigt) Blechcontainer als Werkzeugschuppen/Lager für den Kühlschrank auf dem Platz etc
- Stromanschluss in den Container legen
- Strom 230V von Container zu Wohnwagen legen
- Zaun ziehen (Teil 1 mit Pflanzringen und in der Firma übriggebliebenen wpc-Paneelen / Teil 2 mit Pflanzringen und Baustahlmatten als Rankgitter)
- Hochbeete - neue Schalungen bauen/Betonelemente gießen
- Bepflanzung und Bewässerung
- Grillecke?
- Sitzecke? (zusätzlich zum Vorzelt nicht unbedingt nötig, aber nice to have)

Und weils so schön ist, auch direkt n paar Fotos von der Katastrophe ^^
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Zuletzt geändert von Grom am 13. Jul 2026, 11:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wohndosen-Waterloo - eine Tragödie in (zu vielen) Akten [oder so]

Beitragvon Sisu » 13. Jul 2026, 11:08

Hui, da ist viel zu tun! Spannend!
Nicht ganz verstanden habe ich, wer wo wann wohnt, auch wenn mich das nichts angeht. Du/ihr nimmst/nehmt den Wohnwagen mit auf Festivals, und jemand wohnt auch zwischenzeitlich im Wohnwagen?

Gutes Gelingen!
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Re: Wohndosen-Waterloo - eine Tragödie in (zu vielen) Akten [oder so]

Beitragvon Grom » 13. Jul 2026, 11:17

hehe, nee
der Platz ist ein Dauercampingplatz. Die Parzellen dürfen nicht als Wohnadresse, also Meldeadresse, genutzt werden.
Und meinen Wohnwagen nutze auch nur ich, da gibts keinen Mitnutzer.

Im Sommer "wohnen" da aber einige quasi, verbrgingen also 99% der Zeit dort. Mein Kollege zB fährt von dort aus dann auch zur Arbeit und so.

Waschen, duschen etc kann man ja auch dort. Ausserdem gibts nen See aufm Platz, was den Sommer halt nochmal ne Nummer reizvoller macht.

Ich persönlich war da bisher halt iwie nie so der Typ für. Wenn ich auf Reisen geh oder auf Festivals fahr, nehm ich die Wohndose, häng sie ans Auto und gut ist.
Dummerweise juckts aber dann doch seit ich auf dem Platz bin unter den Fingernägeln dass ich wenigstens die Möglichkeit hab da ein langes WE oder auch mal länger einfach da zu verbringen. Deswegen die Hirnfürze auch diese paar m² mehr als nur Stellplatzhübsch zu machen.
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Re: Wohndosen-Waterloo - eine Tragödie in (zu vielen) Akten [oder so]

Beitragvon Sisu » 13. Jul 2026, 11:20

Macht alles durchaus Sinn.
Falls irgendwann der Wunsch nach Gartenzwerg-Kissen aufkommen, lass es mich wissen.
:D
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Re: Wohndosen-Waterloo - eine Tragödie in (zu vielen) Akten [oder so]

Beitragvon deepdarksin » 14. Jul 2026, 17:41

Ah, sehr cool - da hast du echt einiges vor :mrgreen:
Ich stelle fest, dass ich in meinem Leben noch nie in einen Wohnwagen reingeschaut habe und war so "waaas? da sind ja richtige Möbel drin!" :o) Zumindest erinnern sie mich an die Küche meiner Kindheit :kicher:
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Re: Wohndosen-Waterloo - eine Tragödie in (zu vielen) Akten [oder so]

Beitragvon Grom » 15. Jul 2026, 13:23

ja, die "Möbel" halten das ganze Ding nämlich zusammen. Die meisten Schränke sind für die Statik des ganzen Konstrukts bei der Fahrt essentiell wichtig, deswegen kann man da nicht unbedingt einfach wegschnibbeln was einem da so im Weg steht.

Dummerweise ist bis in die späten 90er das Gelsenkirchener Barock in Sachen Holzdekor ganz dolle in Mode gewesen. Das wird ein Spaß, das ein klein wenig moderner zu machen. :äh:
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Re: Wohndosen-Waterloo - eine Tragödie in (zu vielen) Akten [oder so]

Beitragvon Zetesa » 15. Jul 2026, 23:30

Die Inneneinrichtung wirft mich instant in die Sommerurlaube meiner Kindheit zurück.
Ich bin sehr gespannt, wie sich die Optik über den Umbau verändern wird.
Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind. Unsere tiefgreifendste Angst ist,
über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, die uns Angst macht.
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Re: Wohndosen-Waterloo - eine Tragödie in (zu vielen) Akten [oder so]

Beitragvon Flocke » 18. Jul 2026, 00:01

Meine Großeltern hatten genau den gleichen Wohnwagen! Dachte schon es wäre der selbe (meine Großeltern haben ihren vor 15 Jahren oder so verkauft) bis ich das Bad gesehen habe. Das war bei meinen Großeltern im gleichen "schönen" beige wie die Sitzpolster :lol:
Hoffe du hast viel Freude an deinem!
Vernünftig sein ist wie tot. Nur vorher.

It is good to have an end to journey toward, but it is the journey that matters in the end.

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Re: Wohndosen-Waterloo - eine Tragödie in (zu vielen) Akten [oder so]

Beitragvon Leander » 19. Jul 2026, 13:44

Boah mega, hier bleibe ich!
Finde ich super, super spannend!

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Re: Wohndosen-Waterloo - eine Tragödie in (zu vielen) Akten [oder so]

Beitragvon Bluemoon » 19. Jul 2026, 20:02

Wow, da liegt ja ein netter Batzen Arbeit vor dir. Ich bewundere die Ambition, stelle aber fest, dass man als Hausbesitzer wohl vor einem Zweitwohnsitz berechtigt zurück schrecken darf, so viel Arbeit, wie da reinfliesst. :shock:

Und das gelsenkirchner Barock..huiuiui, bin sehr neugierig, wie du das aufhübschen wirst, stelle es mir schwierig vor. :gruebel:
Das klingt jetzt so negativ, aber was ich wirklich meine ist:

Respekt für das Vorhaben.
Umwege erweitern die Ortskenntnis.

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Re: Wohndosen-Waterloo - eine Tragödie in (zu vielen) Akten [oder so]

Beitragvon Grom » 20. Jul 2026, 08:38

das ist ja genau das...wenn man als hausbesitzer eh schon genug zu tun hat, nimmt man sich zum haus-prokrastinieren halt nen zweitwohnsitz vor :mrgreen:

was das gelsenkirchener barock angeht, da wirds wohl auf schrankblenden bauen hinauslaufen. zum einen weil ich so absolut keine böcke hab diese schmuckfuge zu schleifen, zum anderen weil sich da vllt noch das ein oder andere kg gewicht sparen lässt, das is da ja immer die gretchenfrage
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Re: Wohndosen-Waterloo - eine Tragödie in (zu vielen) Akten [oder so]

Beitragvon Sevenah » 21. Jul 2026, 12:59

Ich gebe zu, bisher habe ich immer nur modernere Wohnwagen und Wohnmobile gesehen. Und das waren so einige, weil Bekannte meiner Eltern einen Wohnmobil-Verleih hatten und ich viele auch von innen gesehen habe. Da waren die Farben von Möbeln und anderer Einrichtungen allesamt doch schon etwas weniger Wohnzimmer-artig.
Die Steinfußboden-Optik hingegen mag ich irgendwie. Aber die Schränke würde ich auch ummodeln, sei es durch Klebefolien, neu lackieren oder andere Maßnahmen, die da in Frage kommen. Nicht nur, dass die Optik auf keinen Fall meins wäre, sondern weil sie den kleinen Raum nur noch weiter beengen.

Aber ich bin gespannt, was letztlich draus wird. Gedrückte Daumen und viel Geduld für euer Projekt!

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Re: Wohndosen-Waterloo - eine Tragödie in (zu vielen) Akten [oder so]

Beitragvon Grom » 29. Jul 2026, 20:40

so...kleine schritte vorwärts, andere seichtere und tiefgreifendere entscheidungen, aaaber progress!

zum ersten, tessi hat problemlos ihre hu bekommen, schonmal jut

beim diskutieren zur inzwischen nötigen da gesetzlich festgelegten gasprüfung festgelegt:
nicht nur der kühlschrank kommt raus, sondern der ganze küchenblock so wie er ist. dafür was maßangepasstes für die kühlbox (damit da auch die lüftung genug platz hat) und wahrscheinlich einem ikea küchenunterschrank mit schublade(n) wie bei der garstigen insta-wowa-bubble gesehen und für ganz gut befunden wegen gewicht und praktikabilität.
ob es dann in die arbeitsplatte doch ein neues gasfeld geben wird, mal sehen, bis dorthin ist ja eh schonmal eine gasleitung gelegt

dann gings mitm "gartencontainer" weiter, hier wurde aus "ich schiess mal fix zwei schwerlastregale bei kleinanzeigen und pack die einfach rein ein "ich karr den sackeschweren karton hin, mach ihn auf, steck die ersten teile zusammen und pack den klumpatsch doch wieder zurück heim weil die regale im keller erstmal richtig montiert und die teile miteinander vernietet werden, weniger klapprigkeit und einfach ein besseres gefühl.
dann noch an der türöffnung unten eine abschlussleiste eingeschraubt, da das alles nur geklappert hat und ich nicht bei jedem rein und rausgehen aus dem teil dieses nachgeben der kante haben wollt, baumarkt sei dank gibts so dinger auch in länger als nur standard-türbreit.
Bild


weiter gings mit dem thema solar, das panel ist nu mal auf dem dach...dafür ist das aktuelle thema lustiges kabel ziehen und elektrik verbasteln...beste sache bei 30° ab halb 11 mittags auf der leiter zu stehen und sich die sonne aufs "dach" knallen zu lassen...aber timing ist ja alles...
auf jeden fall ist das kabel schonmal ins innere durchgeführt, die frage stellt sich ob ich nicht vllt doch noch ein zweites panel aufs dach schnall und dann fiel wieder auf wie blöd man von den nachbarn angeschaut wird, wenn man fluchend versucht, solarkabel durch rohrleitungen und schrumpfschläuche zu stabilisieren und immer mal wieder alles auf 0 zieht um die reihenfolge zu ändern...
Bild

nächste schritte:
  • unterm bett nochmal zwei bretter anbringen um die batterie zum einen etwas zu schützen und klar abgegrenzt den platz fürs vorzelt zu haben.
  • moververkabelung anders verlegen und fest anschliessen (anders als die crocodile clips-lösung gerade)
  • schaltpläne zeichnen und die smart home in der wohndose idee weiter verfolgen (herrje, warum bring ich mich auf solche ideen?)
  • bissl ordnung in den container bekommen (wie man sieht, siehts da aus wie kraut und rüben weil alles einfach reingeworfen wurde für die hauptuntersuchung)
  • bissl krempel sortieren und die drölfzigste einkaufsliste schreiben für die must haves oder so
  • erstmal alles fürs mera vorbereiten, danach wird dann auf der parzelle lustig zaun gebastelt (in den sommerferien darf auf dem platz nix gebaut werden was krach macht)
  • bissl verzweifeln
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Re: Wohndosen-Waterloo - eine Tragödie in (zu vielen) Akten [oder so]

Beitragvon Amhrán » 29. Jul 2026, 20:46

Nicht verzweifeln bitte, Chaos vorm M'era ist Standard.. und spätestens bei der Anreise ist dann alles gut! :winke:

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Re: Wohndosen-Waterloo - eine Tragödie in (zu vielen) Akten [oder so]

Beitragvon Grom » 29. Jul 2026, 21:03

naja, wenn ich an die letztjährige anreise denke und daran, dass es verkehrstechnisch dieses jahr schlimmer werden wird...

bei fast 40° für die letzten 10 km gute 6 std brauchen war schon a weng hart
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