Nähen durch die Jahrzehnte - Die 1940er, S.3

Zur Dokumentation von laufenden Projekten. Zeigt her in Wort und Bild, was ihr gerade näht oder bastelt.

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Constanze
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Re: Nähen durch die Jahrzehnte - Kleinkram 1900er, S.2

Beitragvon Constanze » 23. Feb 2026, 09:51

Thalliana hat geschrieben:
18. Feb 2026, 07:53
Falls du es nicht benutzt macht es auf jeden Fall als Deko etwas her. Die rote Rüsche in Verbindung mit der Applikation wirkt so schön dramatisch :kicher: .
Stimmt wohl, und ich könnte ihm noch ganz viele weitere unnütze Kissenfreunde nähen. Ich habe ja eine Schwäche für dramatische, alberne, wie-auch-immer-auffällige Kissen. Mein Partner leider nicht. :angel:
Wer also näht, der weiß auch, wie man trennt.
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Constanze
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Re: Nähen durch die Jahrzehnte - Kleinkram 1940er, S.3

Beitragvon Constanze » 23. Feb 2026, 09:58

Die 1940er - Kleinkram
Projekt: Eimer
Schnitt: Zeitschrift Frauen-Fleiss, Schema-Schnitt
Datierung: April 1944
Stoffe: Wachstuch, Cabriolet-Verdeckstoff



Frauen Fleiss war eine Zürcher Zeitschrift, die vor allem Strickanleitungen beinhaltet, aber auch diverse andere Handarbeiten wie Sticken oder Nähen. Letzteres sind eher kleinere Projekte wie Taschen oder Kissen, nur selten ist auch was zum Anziehen dabei. Für dieses Mal wurde es ein etwas kurioses Projekt aus einer Serie namens «Alles für den Garten»: ein genähter Eimer.


(Abbildung in der Mitte)

Die Anleitung wollte für das Innenleben Wachstuch und für die Aussenhülle einen gestreiften Vorhangstoff. Statt Vorhangstoff verwendete ich einen Rest Cabriolet-Verdeckstoff. Der stammt von meinem ersten Auto, einem Golf Cabriolet von 1992. Das alte Verdeck war durch und beim neuen musste man selbst ein Loch für die Heckscheibe schneiden, diesen Ausschnitt hatte ich bis jetzt aufbewahrt (verkauft habe ich das Auto wohl so 2009, ist also ein Weilchen her). :oops:



Im Gegensatz zur Anleitung konnte ich den Verdeckstoff nicht verstürzen (viel zu steif), das Wachstuch aber problemlos, weshalb ich mich nicht wirklich an die Anleitung hielt. Für den Boden reichte das Verdeck nicht, also ist der in beiden Lagen aus Wachstuch. Die obere und untere Kante sind wie in der Anleitung mit Draht verstärkt. Leider passt der Schnitt nicht gut, Boden und Seitenteile stimmen nicht wirklich gut überein. :no:


(hier sieht man den an der Nahtzugabe angeknoteten Draht, die Falten, die ich machen musste, damit der Boden hineinpasst und die unschöne Naht, die meine Nähmaschine wegen der Stoffkombi machte)

Jetzt hat der Eimer nicht nur einen sehr wabbeligen (weil nur doppeltes Wachstuch) Boden, er wirft auch innen Falten und hängt nach unten durch, wird also recht sicher eine Sollbruchstelle des Projektes sein und irgendwann durchscheuern. Als ich überlegte, wie ich die Kanten verarbeiten könnte, hatte ich von dem Projekt schon die Nase voll und nahm sämtliche Schrägbandreste, die so herumlagen, sah ja sowieso schon kacke aus. Am unteren Rand nahm ich die Nähahle zur Hilfe, es war eine recht nervige Arbeit, weil unhandlich und weil die Nadel ständig im Wachstuch steckenblieb. Letztendlich sahen die Kanten so schäbig aus, dass ich ihnen mit Wondertape und anschliessender Naht eine Abdeckung aus Satinband spendierte, das rettete die ganze Sache ein wenig.


(In seiner ganzen Hässlichkeit. Das Schrägband oben ist mit der Maschine angenäht und deshalb sehr unsauber, weil ständig alles verrutschte)

Ich finde es ja immer lustig, wenn Anleitung und Bild offensichtlich voneinander abweichen, so auch hier: «Ein fest geflochtener Bastzopf bildet die [sic!] Träger, der zwischen Wachstuch und Aussenstoff geschoben wird.». Man sieht auf der Abbildung im Heft recht deutlich, dass der Zopf durch angenähte Schlaufen gezogen und verknotet wurde. So habe ich es auch gemacht, nur dass ich die Schlaufen nicht angenäht habe, sondern grosse Musterklammern verwendet habe, als Träger dient ein Stück dicke Hanf-Kordel.



Jetzt habe ich einen immer noch recht hässlichen Eimer, für was? Ich zitiere: «Beim Beerenpflücken wie beim Blumenschneiden erweist die Tönnchenform sich als sehr praktisch.». Mache ich beides nicht so häufig, aber zum Gemüse ernten und vor allem zur Pflege von kleineren oder Zimmer-Pflanzen (also tote Blätter abzupfen und so), kann ich ihn mir noch praktisch vorstellen, beim Lavendel stutzen war er jedenfalls schon dabei und gar nicht so unnütz. Mal sehen, wie häufig er in der Gartensaison Verwendung finden wird und ob er dauerhaft bleibt. Falls nicht, was der Einsatz mit all den Resten jetzt nicht so hoch.

So, und als nächstes kommt dann auch wieder etwas grösseres. :yes:
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Re: Nähen durch die Jahrzehnte - Kleinkram 1940er, S.3

Beitragvon chaotic » 23. Feb 2026, 10:09

Der Eimer ist irgendwie cool! Danke auch für die Entstehungsgeschichte, und ich finde die Musterklammern als Befestigung für die Trägerschlaufen extrem gut passend.
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Re: Nähen durch die Jahrzehnte - Kleinkram 1940er, S.3

Beitragvon Morathi » 23. Feb 2026, 10:32

Ich find den fertigen Eimer jetzt gar nicht hässlich und bin sicher, dass er für kleinere Ernte- und Ausputzarbeiten ganz nützlich sein könnte :up:
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Re: Nähen durch die Jahrzehnte - Kleinkram 1940er, S.3

Beitragvon Bluemoon » 23. Feb 2026, 10:33

Da hast du ja Nerven lassen müssen, hui! Das Eimerchen ist soweit ganz niedlich :yes: , aber ich drück dir die Daumen, dass die nächste Anleitung etwas kompetenter daherkommt.
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Re: Nähen durch die Jahrzehnte - Kleinkram 1940er, S.3

Beitragvon Thalliana » 24. Feb 2026, 10:17

Das klingt nach ganz schön viel Stress für einen Eimer :lol: . Ich finde ihn aber auf jeden Fall stylischer als einen schnöden Plastikeimer und finde es richtig cool, dass du deine alte Kabrioplane endlich verwerten konntest :up: .
Gemüse schmeckt am besten, wenn man es kurz vor dem Verzehr durch ein Schnitzel ersetzt!
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Re: Nähen durch die Jahrzehnte - Kleinkram 1940er, S.3

Beitragvon Alita » 24. Feb 2026, 18:50

Ich glaube, ich wäre als allerletztes darauf gekommen, einen Eimer zu nähen! Sehr cool! In seiner ganzen Unperfektheit. :)

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Re: Nähen durch die Jahrzehnte - Kleinkram 1940er, S.3

Beitragvon Flusi » 28. Feb 2026, 17:16

Die Geschichte des genähten Eimers hat mich, so ärgerlich einige Dinge im Herstellungsprozess auch waren, gut unterhalten – danke, dass du sie hier ungeschönt mit uns geteilt hast! Bin gespannt auf eine Fortsetzung. :)
Bitte nicht füttern und nichts zuwerfen!

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Re: Nähen durch die Jahrzehnte - Kleinkram 1940er, S.3

Beitragvon Constanze » 9. Mär 2026, 19:55

Vielen Dank für euer Feedback. Insbesondere, dass euch die Entstehung und all die kleinen Katastrophen gut unterhalten haben, freut mich sehr zu hören. Ich hatte nämlich tatsächlich überlegt, das Ding entweder nur kurz ohne die Entstehungsgeschichte oder sogar gar nicht zu posten, weil es mir dann doch zu wenig schön und irgendwie sehr einfach vorkam. :lol:

Inzwischen war es schon mehrfach im Garten und tut tatsächlich gut seinen Zweck. Gar nicht so unnütz, das Eimerchen. :yes:
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Re: Nähen durch die Jahrzehnte - Die 1940er, S.3

Beitragvon Constanze » 19. Apr 2026, 15:12

Die 1940er
Projekt: Kurzarmbluse aus vier Stoffen
Schnitt: Beyer’s Mode für Alle, Schnittmusterbogen
Datierung: April 1940
Stoffe: ein Rest leicht stretchiger Cordsamt (Material unbekannt), ein Rest Gabardine (Poly/Wolle), ein Rest Cupro (Viskose), Spitze von einer Shorts (Material unbekannt).


Der Versuch, das Lager leeren führt ja meistens dazu, dass man zwar grössere Stücke vernäht, der Stapel mit den kleinen Reststücken aber unweigerlich wächst. Und im Gegensatz zu solchen Stoffen, die sich gut für Patchwork, Täschchen oder sonstwas Kleines eignen, gibt es Kandidaten, die ewig bei mir herumliegen, Samtreste oder auch Wollstoffe bspw.

Nun fand ich kürzlich bei der Durchsicht eines Schnittmusterbogens einen Blusenschnitt für verschiedene Stoffreste und die einfarbige Zeichnung brachte mich auf die Idee, den Schnitt aus verschiedenen schwarzen Stoffresten zu versuchen. Dieses Bild war in meinem Kopf dann so klar, dass ich das Heft zweimal durchblättern musste, bis ich das Modell fand, dort war es aus verschiedenen farbigen Stoffen als Strandbluse gearbeitet. Vorgesehen sind dort eigentlich drei verschiedene Stoffe.



Zum Einsatz kamen folgende teils gut gereifte Stoffreste:
- ein komisch ausgeblichener Baumwollstoffrest unbekannten Alters oder Herkunft für die Belege.
- Der jüngste im Bunde, ein Cupro, also Viskose in Köperbindung, den ich 2024 für meine Nichte gekauft habe (Wir haben ihr gemeinsam daraus eine Weste daraus genäht.)
- Ein Gabardine, 45% Polytier und 55% Wolle. Gekauft ich weiss nicht wann, daraus wurde schon der Spencer vom 80er-Jahre-Post, aber die Reste reichten jetzt auch noch für dieses Projekt.
- Spitzenstoff. War ursprünglich eine Shorts, die ich schon gebraucht geschenkt bekam. Ich bin nicht der Typ für Shorts, deshalb habe ich sie kaum getragen und irgendwann den Reissverschluss geplündert. Weil ich die Spitze zu schade zum Wegwerfen fand, kam sie in den Fundus. Wann? Mh, 2007 vielleicht, aber die Shorts zerschnitten habe ich erst später…
- der wohl älteste bzw. am längsten im Lager liegende, ein Rest Cordsamt mit leichtem Stretch. Gekauft für einen Craftswap zum Thema «Vampire» 2007, damals nähte ich meiner Swap-Partnerin (ich bin leider nicht mehr sicher, wahrscheinlich für Nocte_Obducta) eine Tornürenjacke aus dem Stoff. Davon gibt es sogar ein Foto (dass der Saum in der vorderen Mitte auf einer Höhe sein soll, lernte ich erst 2008 :P ):

Irgendwann (um 2014) nähte ich aus dem Rest noch einen Rock, von dem gibt es kein Foto. Es blieb ein noch kleinerer Rest, der seitdem seines Schicksals harrte. Aus dem bekam ich sehr knapp und mit sehr wenig Nahtzugabe die drei Schnittteile heraus.

Ebenfalls mit von der Partie war ein Rest beigefarbener Seidenorganza, allerdings zählt der bei mir nicht zu den Stoffresten, sondern zu Vlieseline und Co. Den kann man für verschiedene Sachen gebrauchen, wie ich vor Jahren in diesem Blogpost lernte, unter anderem als Stabilisator oder Zwischenfutter (Seide, nicht den normalen Polyesterorganza!). Oft benötige ich ihn nicht, aber hier und da erweist er sich doch als nützlich. In diesem Fall verwendete ich ihn als Unterlage für den Spitzenstoff, also ich habe beide aufeinander gelegt wie ein Stoff verarbeitet. Ebenfalls daraus wurden die Belege im oberen Teil.

Ich muss ja gestehen, ich mag all die Arbeitsschritte beim Nähen, in denen Papier zugegen ist (Schnitt abpausen und auf den Stoff übertragen) nicht besonders. Entsprechend verfluchte ich mich mehr als einmal beim Abpausen der elf Schnittteile und dem Übertragen der insgesamt 29 Einzelteile (Rückseite und jede Vorderseite bestehen aus je vier Teilen =12, Ärmel aus je zwei = +4, das Schösschen habe ich gedoppelt =+3 ebenso die Spitze mit dem Organza = +5, plus geteilter Beleg aus BW und Organza + 4, plus ein gar nicht im Schnitt vorhandener Beleg für die Rückseite des Halsausschnitts +1).



Das Schöne an dem Schnitt ist, dass er durchdacht ist, also alle Abnäher sind in die Teilungsnähte eingearbeitet, man kann sofort mit dem Zusammennähen anfangen. Das ging dann auch recht zügig und fühlte sich etwas an wie Patchwork. Weil die Nahtzugaben teils so knapp waren und weil mit der Spitze und dem Samt auch zwei eher dicke Kandidaten dabei sind, habe ich alle horizontalen Nähte ausser die Ärmelnähte noch einmal abgesteppt.

Von all meinen unzähligen schwarzen Knöpfen hatte ich nur von zweien in der richtigen Größe genügend und der eine davon sah einfach mäh aus. Also wurden es diese etwas extrovertierten, gemusterten Knöpfe. Passen zur sowieso etwas lauten Bluse und auch stilistisch erinnern sie mich an Art Déco, obwohl sie von der Verarbeitung her wohl eher später zu sein scheinen. Die Anleitung wollte acht, ich hatte sieben und fand einen Knopf unten am Schößchen auch unnötig. Weil die Stoffe so unterschiedlich sind, habe ich mich gegen Knopflöcher entschieden, geschlossen wird mit Druckknöpfen und in der Taille mit Haken und Augen.



Tja, weniger Vivienne Westwood, mehr desigual, was eigentlich nicht so meins ist. Trotzdem ist das Ergebnis besser als zwischendurch befürchtet. Zwei Dinge sind etwas suboptimal: einmal sind die Schwarztöne recht unterschiedlich. Das fiel bei Stoffsuche und Zuschnitt abends nicht so auf und ich hielt es auch nicht für relevant, es sollte ja zusammengewürfelt aussehen. Trotzdem wird es besonders bei Tageslicht doch etwas bunt, in demselben Schwarz wäre es wahrscheinlich eleganter geworden. Der Schnitt sah zudem eigentlich nur drei verschiedene Stoffe vor, auch das habe ich kaum beachtet bei der Stoffauswahl, sondern war froh, so viele Reste wegzubekommen. Aber zumindest zwei Streifen aus demselben Gewebe hätte es wahrscheinlich deutlich beruhigt, auch in farbig wäre das wohl der schmale Grat zwischen ausgewogen bunt und Zirkus.

Ich habe leider wirklich kein einziges Foto während des Nähens gemacht. Entweder habe ich es vergessen und immer wenn ich mal daran dachte, war ich so schön dran und dachte mir «ach, später».



Wirklich aufgebraucht sind übrigens nur der Cordsamt, der Belegstoff und der Organza, von den drei anderen habe ich jetzt noch kleinere Reste…
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Re: Nähen durch die Jahrzehnte - Die 1940er, S.3

Beitragvon Bluemoon » 19. Apr 2026, 15:49

Whohow, das Blüschen steht dir 1A! :sabber: Richtig gut geworden!!
Auf dem Bild erahnt man die verschiedenen Schwarztöne, aber wenn es im RL nicht sehr viel verschiedener wirkt, finde ich das absolut iO. Samt ist eh kohlrabenschwarz, da hält nichts mit. Und die Show stiehlt der Spitzen-Schulterstreifen, so dass man auf den Rest eh nicht so schaut.
(Mir persönlich sind wie immer jede Art sichtbare, gelochte Knöpfe überflüssig, aber das ist ne persönliche Macke und es heisst nichts.^^°)
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Re: Nähen durch die Jahrzehnte - Die 1940er, S.3

Beitragvon Vivec » 19. Apr 2026, 18:19

Das ist eine super Resteverwertung! Durch die Spitze und schwarze Knöpfe ist es ein bisschen weniger militärisch.

Ich könnte mir tatsächlich sofort sowas als Sakko/Bergmannsjacke für mich vorstellen mit Kragen. Der Schnitt sieht zumindest recht variabel aus und bei zu viel verschiedenen Stoffen kann man die ja mit Vlieseline verstärken.

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Re: Nähen durch die Jahrzehnte - Die 1940er, S.3

Beitragvon Constanze » 20. Apr 2026, 22:53

Bluemoon hat geschrieben:
19. Apr 2026, 15:49
Whohow, das Blüschen steht dir 1A! :sabber: Richtig gut geworden!!
Auf dem Bild erahnt man die verschiedenen Schwarztöne, aber wenn es im RL nicht sehr viel verschiedener wirkt, finde ich das absolut iO. Samt ist eh kohlrabenschwarz, da hält nichts mit. Und die Show stiehlt der Spitzen-Schulterstreifen, so dass man auf den Rest eh nicht so schaut.
(Mir persönlich sind wie immer jede Art sichtbare, gelochte Knöpfe überflüssig, aber das ist ne persönliche Macke und es heisst nichts.^^°)
Vielen Dank. Ich trag es jetzt erst einmal, wahrscheinlich achtet ausser mir sowieso niemand auf die Schwarztöne. :lol: Aber zweite und vierte Stufe aus demselben (und dazu Samt und Spitze) wäre wohl schicker gewesen.
Du meinst, auch auf so einer Bluse würdest du gar keine Knöpfe annähen? Interessanter Input, das muss ich mir beim nächsten Mal überlegen. Für mich wirkt das ohne immer so unfertig und nackt, weshalb das bisher ein gar nicht hinterfragter Schritt ist, Knöpfe auszusuchen. Aber ich versuche, das beim nächsten passenden Projekt mal zu hinterfragen und die Wirkung ohne Knöpfe zu sehen. Danke!
Vivec hat geschrieben: Das ist eine super Resteverwertung! Durch die Spitze und schwarze Knöpfe ist es ein bisschen weniger militärisch.

Ich könnte mir tatsächlich sofort sowas als Sakko/Bergmannsjacke für mich vorstellen mit Kragen. Der Schnitt sieht zumindest recht variabel aus und bei zu viel verschiedenen Stoffen kann man die ja mit Vlieseline verstärken.
Dankeschön. Ja, den Schnitt könnte man sicher einfach noch anpassen, wobei ich ihn so schlicht ganz gut finde, mehr Details bei so vielen Stoffe wären mir wohl zu unruhig. Aber ein klassisches Sakko klingt noch spannend aus so einem Mix. Grundsätzlich kann man ja auch andere Schnitte so anpassen, etwas aufwändig, aber durchaus machbar. Was ich noch visuell sehr beruhigend finde ist, dass die Nähte auf Ärmeln und Oberteil optisch passend sind, da also keine Stufe mehr ist und beide auf gleicher Höhe laufen. Auf so etwas hätte ich beim Selbstkonstruieren wohl nicht geachtet, fand aber hier beim Nähen, es macht doch etwas aus.
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Re: Nähen durch die Jahrzehnte - Die 1940er, S.3

Beitragvon Thalliana » 23. Apr 2026, 08:20

Schicke Bluse, ich mag, was du aus dem Schnitt gemacht hast. Ich bin ja ein großer Freund von Statement-Knöpfen, von daher finde ich deine Wahl sehr gelungen, schlicht schwarz hätte mir glaube ich nicht so zugesagt. Und ich stimme Bluemoon zu, auf den Bildern wirken die unterschiedlichen Schwarztöne nicht störend und die Spitze lenkt den Blick eh nach oben.
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